Nach den vielen Preiserhöhungen in den letzten Monaten/Jahren möchte ich nun meinen Stromanbieter wechseln. Im Endeffekt kommt es mir nicht auf den Cent an, es geht mir vielmehr darum, ein Zeichen zu setzen, dass sich die Strommonopolisten nicht alles erlauben können!
Auch die Störfälle vor ein paar Wochen in den AKWs Krümmel und Brunsbüttel haben mich zu dem Entschluss gebracht, wohl zu einem Ökostrom-Anbieter zu wechseln. Ich weiss nur noch nicht genau wohin.
Was haltet Ihr generell von Ökostrom? Neulich habe ich einen Presseartikel gelesen, der die Ökostrom-Tarife der Großen Konzerne sehr negativ dargestellt hat. Da hiess es, die Ökotarife von Eon, RWE, Vattenfall würden kaum bis null Umweltnutzen bringen - stattdessen würde der gleiche Strom zu teureren Preisen verkauft.
Meine Überlegungen für den Wechsel:
Es sollte nicht teurer werden als bisher für Egalstrom (RWE: Grundpreis 7,74 EUR, kWh 18,69 Cent).
Bezug von 100% Ökostrom, möglichst unabhängig von den 4 Strommonopolisten.
Umweltnutzen: Der Anbieter sollte wirklich in neue Regenerative Anlagen investieren, damit nicht der alte Strommix bleibt und nur neu verteilt wird.
Mein Jahresverbrauch liegt ca. bei 1800 kwh. Den Vergleichsrechner von Verivox habe ich schon genutzt, aber vielleicht habt ihr ja noch gute Tipps zu den verschiedenen Anbietern?
p.s. Gibt es eigentlich ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen?
Ökotarife von Eon, RWE, Vattenfall würden kaum bis null
Umweltnutzen bringen - stattdessen würde der gleiche Strom zu
teureren Preisen verkauft.
Wie möchtest Du denn überprüfen ob die Anbieter die installierte Leistung an Wind- bzw. Wasserkraft oder Solar etc. noch zur Verfügung steht?
Du könntest dir einen Runsteuerempfänger einbauen lassen (wenn die Versorger es steuern würden) - dann könnten die dich vom Netz trennen wenn die installierte Leistung für die „Nutzer von Ökostrom“ nicht mehr zur Verfügung steht. Oder einen Zweitarif Zähler dann wüsstest Du wenn „Normaler“ Strom oder Ökostrom bezogen wird.
P.S.: Möchtest Du die Wohnung dunkel haben wenn kein Wind mehr weht? Und… der Strom kommt eh´ aus einem Hausanschluß.
Entweder ich verstehe nicht, was du mir sagen willst. Oder du hast mich nicht verstanden.
Ich will garnichts einbauen, sondern einfach nur meinen Stromversorger wechseln. Weg von einem der „4 Großen“, hin zu einem Ökostrom-Anbieter. Und ich will auch nichts selbst überprüfen, sondern verlasse mich da der Einfachheit halber auf die Tests und Berichte von unabhängigen Institutionen, Verbraucherverbänden oder der Presse. Und ich hoffe, hier im Forum noch den einen oder anderen nützlichen Tipp zu erhalten. Z.B. zu Ökostromanbietern, die meinen oben genannten Kriterien möglichst nahe kommen.
Dass es physikalisch in der Steckdose keinen Unterschied zwischen Ökostrom und Egalstrom gibt, das weiss doch mittlerweile jeder. Es geht mir darum, wo mein künftiger Stromversorger seinen Strom einkauft bzw. noch besser selbst produziert!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Entweder ich verstehe nicht, was du mir sagen willst. Oder du
hast mich nicht verstanden.
Ich will garnichts einbauen, sondern einfach nur meinen
Stromversorger wechseln. Weg von einem der „4 Großen“, hin zu
einem Ökostrom-Anbieter. Und ich will auch nichts selbst
überprüfen, sondern verlasse mich da der Einfachheit halber
auf die Tests und Berichte von unabhängigen Institutionen,
Verbraucherverbänden oder der Presse. Und ich hoffe, hier im
Forum noch den einen oder anderen nützlichen Tipp zu
erhalten. Z.B. zu Ökostromanbietern, die meinen oben genannten
Kriterien möglichst nahe kommen.
„…stattdessen würde der gleiche Strom zu teureren Preisen verkauft.“
Dies muss doch heißen das für die Haushalte, die Strom aus erneuerbaren Rohstoffen nicht oder in nicht ausreichend zur Verfügung steht!? Da sind wir dann wieder beim Zweitarifzähler…
Meinst Du das dies bei Anbietern, die nur Ökostrom Produzieren/ Anbieten anders ist? Wie rechnen die ab?
Gebe doch mal einen Link(s) über so ein Gutachten oder Publikationen über Ökostromanbieter.
Danke - mir ist bekannt das es nicht nur Windenergieanlagen sondern auch Laufwasserkraftwerke, Solarenergieanlagen etc. gibt (brauche ich nicht nachlesen)
Danke - mir ist bekannt das es nicht nur Windenergieanlagen
sondern auch Laufwasserkraftwerke, Solarenergieanlagen etc.
gibt (brauche ich nicht nachlesen)
den besten Überblick gewinnst Du vermutlich über Websites, die die Angebote verschiedener Stromversorger gegenüberstellen, wie beispielsweise http://www.gruenerstromlabel.de , http://www.stromseite.de
oder das große Verbraucherportal http://www.verivox.de .
Dort gibt es meistens einen Tarifrechner, in den man den bisherigen Jahresverbrauch und die Postleitzahl eingeben kann.
Wenn Du einen Anbieter in die engere Wahl genommen hast, dann lohnt es sich, auch mal bei Verbraucherzentralen oder der Stiftung Warentest vorbeizusurfen - hier finden sich immer wieder mal interessante Infos oder auch Warnungen.
Ach ja: Der Bund der Energieverbraucher rät davon ab, sich allzu lange an einen Anbieter zu binden: Länger als sechs Monate sollte die Vertragslaufzeit nicht betragen; die Kündigungsfrist sollte maximal ein Monat sein. Falls möglich, sollte man sofort kündigen können, wenn die Strompreise stark ansteigen.
„…stattdessen würde der gleiche Strom zu teureren Preisen
verkauft.“
Dies muss doch heißen das für die Haushalte, die Strom aus
erneuerbaren Rohstoffen nicht oder in nicht ausreichend zur
Verfügung steht!? Da sind wir dann wieder beim
Zweitarifzähler…
Meinst Du das dies bei Anbietern, die nur Ökostrom
Produzieren/ Anbieten anders ist? Wie rechnen die ab?
Gebe doch mal einen Link(s) über so ein Gutachten oder
Publikationen über Ökostromanbieter.
Gruß
HC
Jetzt weiss ich was du meinst. Du hast das offenbar falsch verstanden.
Es wird in Deutschland insgesamt deutlich mehr Ökostrom produziert, als allein die Ökostrom-Kunden verbrauchen. Auch die normalen Stromanbieter verkaufen nämlich an den „Normalkunden“ so ca. 12 % Ökostrom, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn nun die großen Versorger z.B. beginnen, 3 % ihres Stroms als Ökostrom (teurer!) zu verkaufen, dann bekommen eben die Normalkunden rechnerisch nur noch 9 % Ökostrom geliefert. Am gesamten Strommix ändert sich nix. Der Umwelt ist dann kein bisschen geholfen, nur die Kassen der Versorger klingeln. So ungefähr war die Aussage des Artikels. Ob das so stimmt, weiss ich auch nicht genau.
Wenn man nun aber zu einem reinen Ökostromanbieter wechselt und dieser dann mit den Einnahmen den Aufbau neuer Regenerativer Anlagen finanziert, dann ändert sich wirklich was am gesamten Strommix. Logisch?
Und deshalb bin ich jetzt am recherchieren, zu welchem Ökostrom-Anbieter ich da am besten wechsele… Eine ganz interessante Übersicht mit Bewertung von Stromanbietern habe ich hier entdeckt: http://www.ecotopten.de/prod_strom_prod.php
Danke!
Ich habe jetzt folgende Anbieter in die nähere Wahl gezogen:
EWS Schönau (www.ews-schoenau.de): 19,90 Ct/kWh, 5,90 Euro Grundpreis. Wahrscheinlich etwas teurer als mein jetziger Versorger, wenn ich wenig verbrauche sogar günstiger. Völlig unabhängiger Anbieter, das Netz wurde von den Bürgern der Gemeinde aufgekauft. Träger des Deutschen Gründerpreises 2007 (für ökonomischen Erfolg, ökologische u. soziale Verantwortung und starke Kundenorientierung).
Grün-Strom (www.gruen-strom.de): 18,49 Ct/kWh, 6,15 Euro Grundpreis.
Am günstigsten, sogar deutlich günstiger als mein jetziger „nicht-Öko“-Anbieter! Zudem hohe Investitionen in neue regenerative Anlagen. Leider 12 Monate Mindestlaufzeit.
Lichtblick: 18,98 Ct/kWh, 7,08 Euro Grundpreis.
Größter Ökostromanbieter. Preis ähnlich wie mein jetziger Versorger.
Hat jemand Erfahung mit diesen Anbietern?
Noch günstiger sind laut dem Verivox-Tarifrechner Teldafax und eprimo. Hier ist aber angeblich der Umweltnutzen unklar und zudem warnt der Bund der Energieverbraucher vor den leicht dubiosen Teldafax-Angeboten. Das kommt nicht in Frage. (siehe http://www.energieverbraucher.de)
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich hab mal in die Vertragsunterlagen von Grün-Strom gesehen: Eine Preiserhöhung ist erst nach Ablauf eines Jahres nach Vertragsabschluss möglich. Und auch danach hast Du ein Sonderkündigungsrecht im Falle einer Preiserhöhung…
Klingt doch ganz gut!?
In so einem Fall würde ich mich nicht an 12 Monaten Mindestlaufzeit stören und zugreifen! :o)
Grün-Strom (www.gruen-strom.de): 18,49 Ct/kWh, 6,15 Euro
Grundpreis.
Am günstigsten, sogar deutlich günstiger als mein jetziger
„nicht-Öko“-Anbieter! Zudem hohe Investitionen in neue
regenerative Anlagen. Leider 12 Monate Mindestlaufzeit.
Ja, das klingt wirklich suer. Dann ist man wenigstens erstmal vor Preiserhöhungen sicher. Was mich nur etwas wundert: Der Preisnachlass von 1 Cent steht im Vertrag, den ich unterschreiben soll, nicht drin. Ist das eine Falle?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hm. Keine Ahnung!
Ich hab eigtl. gar nix mit Strom zu tun. Hab nur kürzlich einen Artikel zum Thema Strom-Anbieterwechsel geschrieben, deswegen hatte ich ein paar Adressen parat.
Aber frag die doch mal selbst… :o)
Grün-Strom e.V.
Hausmannstr. 9-10
30159 Hannover
Telefonische Erreichbarkeit:
Montag bis Freitag 10:00 bis 11:30 und 17:30 bis 19:00
Unter 0511 - 394 08 10
Hallo Plantek,
ich stand vor kurzem vor der selben Frage. Bin dann auf www.oekostromer.de gestossen. 18,98 Ct und 7,08 Euro Grundgebühr fand ich OK für grünen Strom.
Der Wechsel ging problemlos über die Bühne. Vom Preis her bin ich sogar etwas unter dem, was ich vorher bei meinem Vor-Ort-Anbieter bezahlt habe und mein (Umwelt-)Gewissen ist auch beruhigt…
Hallo Plantek,
ich stand vor kurzem vor der selben Frage. Bin dann auf www.oekostromer.de gestossen. 18,98 Ct und 7,08 Euro
Grundgebühr fand ich OK für grünen Strom.
Gruß RAG
Moin RAG. Das ist doch „Lichtblick“, der Anbieter, den du da empfiehlst!
Grüße!