Wechsel des Therapeuten (etwas länger)

Hallo Forum,

ich bitte euch um Rat bei folgendem Fall:

Frau A wohnt in einer Vierer - WG und suchte einen Therapeuten.

Sie besuchte Therapeut X zur ersten Probesitzung und wusste gleich, dass sie ihn nicht mochte.

Dann ging sie zu Therapeut Y und fand ihn auf Anhieb nett. Also begann sie die Therapie bei Therapeut Y.
Nach der achten Sitzung ging es im Gespräch um die Wohnsituation, und als Frau A diese ausführlicher schilderte, wurde klar, dass ein/e Mitbewohner/In von Frau A bereits seit einigen Monaten auch in Behandlung bei Therapeut Y ist. Therapeut Y brach deswegen die Therapie mit Frau A aus Befangenheitsgründen ab. Er gab ihr die Adresse eines anderen Therapeuten, Therapeut Z. Die bereits gehaltenen Stunden könne er noch als probatorische Sitzungen abrechnen.

Frau A ging zu Therapeut Z und fand ihn nett. Auch in der zweiten Stunde war es so, aber schon etwas unsicher. In der dritten und vierten Stunde merkte Frau A deutlich, dass Therapeut Z zwar sehr sympathisch an sich ist, aber in der gemeinsamen Arbeit die Chemie nicht stimmt, es kam oft zu Missverständnissen, Konfusion und Gar - Nicht - Verstehen, was der jeweils andere meint.

Frau A sagte nun in der 5. Stunde, dass sie eher nicht weitermachen wolle. Therapeut Z hat nun aber den Antrag, der noch von Therapeut Y existierte, schon abgeschickt. Frau A war erstaunt, sie dachte, dass sie bis zu 6 Probesitzungen hätte. Therapeut Z sagte, das sei längst nicht mehr so und die meisten Therapeuten könnten höchstens 1 - 2 probatorische Sitzungen abrechnen. Die bis jetzt gehaltenen Stunden würden bereits vom erst zu bewilligenden Kontingent abgerechnet.

Frau A ist jetzt ziemlich durcheinander, weil sie nicht weiß, was sie nun tun soll. Muss sie die Stunden nun alle selbst zahlen? Oder eben bei dem Therapeuten bleiben? Kann sie überhaupt noch irgendwie wechseln, oder „war es das“ nun für sie?

Sorry, der Fall ist etwas unübersichtlich. Ich hoffe auch, das ist das richtige Brett (ich kam drauf, weil auch schon über Zuzahlungen, Praxisgebühr etc diskutiert wurde).
Dank an alle, die sich bis zum Schluss hier durchgeknuft haben :smile:

Peter

Hallo Forum,

Hallo Pellaluna,

Ich würde ihr raten mit der Krankenkasse zu reden und die Situation zu schildern.

Nach 5 Std, OHNE Rücksprache mit ihr ob sie eine Zusammenarbeit für die Zukunft sehen könnte, einfach einen Antrag zu stellen, halte ich für sehr bedenklich.
Außerdem stehen ihr soweit ich weiß auch heute noch 5 Std probatorische Sitzungen zu, sicherheitshalber nochmal bei der KK nachfragen.
Die Krankenkasse kann seinen Antrag auf ihren Wunsch hin „vernichten“ und sie kann sich nach jemand anderem umsehen, der sie nicht so übergeht und dann einen neuen Antrag stellen.

liebe Grüße
Schiwa

Hallo Forum

Hallo Pellaluna

Therapeut Z hat nun aber den Antrag, der
noch von Therapeut Y existierte, schon abgeschickt.

Darf er eigentlich nicht, denn die Patientin muss ja BEI IHM wiedrum einen neuen Antrag unterschreiben - nach den Probestunden, wenn sie weitermachen will per Antrag.

Frau A war
erstaunt, sie dachte, dass sie bis zu 6 Probesitzungen hätte.
Therapeut Z sagte, das sei längst nicht mehr so und die
meisten Therapeuten könnten höchstens 1 - 2 probatorische
Sitzungen abrechnen.

Das ist letztlich richtig. Durch die Budgetierung der Probesitzungen bekommen wir Therapeuten die Probestunden praktisch nicht bezahlt.

Die bis jetzt gehaltenen Stunden würden
bereits vom erst zu bewilligenden Kontingent abgerechnet.

Der Fehler liegt wiegesagt beim Therapeuten, weil er einen neuen Antrag mit seiner und der Unterscghrift der Patientin braucht. Der andere Antrag (vom Kollegen) ist nicht einfach so übertragbar.

Frau A ist jetzt ziemlich durcheinander, weil sie nicht weiß,
was sie nun tun soll. Muss sie die Stunden nun alle selbst
zahlen?

Nein, das keinesfalls.

Oder eben bei dem Therapeuten bleiben? Kann sie
überhaupt noch irgendwie wechseln, oder „war es das“ nun für
sie?

Natürlich kann sie wechseln. Es ist ja nicht ihre Schuld, wenn der 2.Therapeut sie ablehnte.
Sie muss sich nur durchsetzen, klar bleiben, Rückgrat zeigen.
Gruß,
Branden