Wechsel des Therapeuten während Psychotherapie

hallo,

ich habe ein problem und hoffe, daß ich hier fachmännische hilfe bekomme.
dazu ist es nötig, daß ich etwas aushole.
mein sohn (9) befindet sich wegen einer angststörung seit 8 monaten in psychotherapie. bislang gab es keine erfolge, die auf die therapie zurückzuführen sind. wir (eltern) sind mit der therapeutin sehr unzufrieden und der kleine geht auch nicht mehr gerne hin. er macht sich über sie lustig, nimmt sie nicht ernst…
von seiten der psychologin erhalten wir kein feedback, was gemacht wird, ob wir uns auf einem guten weg befinden usw.
heute, beim elterntermin sagten wir, daß wir ziemlich unzufrieden sind, worauf sie ziemlich zickig reagiert hat.
erschwerend kommt noch hinzu, daß der kleine im moment ein gipsbein hat, auf krücken geht und den fuß nicht belasten darf. unser hausarzt hat ein attest geschrieben für die psychologin, daß die psychotherapie aufgrund seiner verletzung für die dauer der behandlung (5 wochen) zu unterbrechen sei.
das akzeptiert die psychologin nicht. sie möchte, daß wir das verletzte kind weiterhin 2x wöchentlich zu ihr bringen, denn „schließlich muß er bei mir ja nicht laufen, sondern kann sitzen.“ anderenfalls wird sie uns die „verlorenen“ stunden mit € 70,- pro stunde in rechnung stellen.

nun ist meine frage, ob wir einfach einen anderen therapeuten suchen können, der die therapie fortsetzt?! wie sieht das praktisch aus? bei der jetzigen therapeutin einfach bescheid sagen, daß wir nicht mehr kommen? kündigen? ich habe keine ahnung.

die therapeutin verlangt von uns eltern, daß wir die 70 stunden, die von der krankenkasse bewilligt sind, bei ihr durchziehen. klingt mir sehr nach profitgier. was soll denn eine therapie bringen, wenn wir kein vertrauen zu ihr haben, uns ihr nicht öffenen können und der kleine jedes mal förmlich hingeschleppt werden muß?

vielleicht weiß jemand rat?!

danke
eli

Hallo Eli,

also so wie es sich liest würde ich mich an eurer Stelle an die Krankenkasse mit der bitte um Hilfe wenden. Wichtig ist doch ein gesundes Vertrauensverhältnis und das scheint bei euch dahin.

Viele Grüsse und viel Glück
Me

Hallo Elisa
Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang, was Euer Kind dazu sagt bzw. wie es die Theapie empfindet. Ob es sich unwohl fühlt oder eher wohl und angenommen. Das wäre für mich ein wichtigeres Kriterium als die Frage, ob die 70 Stunden bei einer Psychotherapeutin zuende gebracht werden müssen.
Wenn Kind UND Eltern sich bei der ganzen Geschichte nicht wohl fühlen, lässt sich selbstverständlich die Behandlung dort abbrechen und auf einen anderen Behandler übertragen.
Gruß,
Branden