Wechsel in die private Krankenversicherung? Pro/Co

Hallöchen,
mich würde interessieren ob es sinnvoll ist dass man mit mitte 30 in die private Krankenversicherung wechselt.
Angenommen man ist ganz normal bei einer Firma angestellt und verdient gerade mal knapp über der Grenze wo man sich´s aussuchen kann ob privat oder nicht.
Versicherungsmenschen werben ja damit dass man dann unter´m strich mehr Netto hat, und der Schutz auch besser ist. Und man könnte ja auch automatisch wieder zurück in die gesetzliche wenn man irgendwann in zukunft einen schlechter bezahlten Job bekommt.

Ich frage mich halt wo der Haken ist, oder ob´s wirklich erstmal nur „Pro´s“ gibt weil es dann doch ein oder zweihundert euro pro monat sind die man sich dadurch einfach wegsparen kann.

Hallo,
vorsicht mit den Werbeaussagen, daß man schon für 60 Euro privat versichert ist. Das Thema ist äußerst komplex und mit Sicherheit nicht in diesem Forum mit ja oder nein zu beantworten. Im Vier-Augen-Gespräch sind dafür locker mal 2 Stunden notwendig.
Die meisten PKVs sind einfach nur langfristig Müll, weil Personen billig eingekauft werden über den Beitrag und im laufe der Jahre extremste Beitragssteigerungen erfahren. Das wichtigste ist die Beitragsstabilität und nicht, ob für eine Brille 150 oder 300 Euro erstattet werden. Die beitragsstabilen Gesellschaften kann man dann fast an einer Hand aufzählen.
Auch ist die persönliche Lebensplanung dabei extrem wichtig. Wenn z.B. Kinder noch geplant sind und diese dann privat nachversichert werden müssen!! zusammen mit der Ehefrau die u.U. kein eigenes Einkommen später hat, ist die Bezahlbarkeit einfach nicht mehr gegeben.
Ich kann und möchte wie erwähnt nicht mit Pro/Contra oder Ja/Nein antworten. Die Chance daneben zu liegen ist einfach zu groß.
Grüsse
A.

P.S. Sogenannte Spezialisten aus dem Internet (Impuls,…) verkaufen nie das Beste, sondern die Tarife mit dem für sie größen Gewinn, d.h. größte Provision. Da werden gerne AXA, Central,…Tarife favorisiert, wobei die langfristigen Voraussetzungen eher suboptimal sind. Diese großen unabhängigen Vermittler verdienen je Krankenversicherung aufgrund des vermittelten Volumens wesentlich mehr als der Marktdurchschnitt. Der eigene Gewinn ist alles - Kundenintressen zählen wenig.

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mich würde interessieren ob es sinnvoll ist dass man mit mitte
30 in die private Krankenversicherung wechselt.

Das ist keine Frage des Alters.

Versicherungsmenschen werben ja damit dass man dann unter´m
strich mehr Netto hat, und der Schutz auch besser ist.

Das erste sollte einen nicht interesssieren, denn das kann sich sehr schnell ändern. Dass zweite ist das eigentliche Argument.

könnte ja auch automatisch wieder zurück in die gesetzliche
wenn man irgendwann in zukunft einen schlechter bezahlten Job bekommt.

Aber auch nur dann.

Ich frage mich halt wo der Haken ist, oder ob´s wirklich
erstmal nur „Pro´s“ gibt weil es dann doch ein oder
zweihundert euro pro monat sind die man sich dadurch einfach
wegsparen kann.

Wegen der Ersparnis sollte man nicht in die PKV wechseln, das ist eine System-Entscheidung.