Wechsel- oder Dreh-Strom

Hallo,

kann mir einer den Unterschied zu Wechselstrom und Drehstrom erklären?
Da meine Elektoanlage in der Wohnung neu verlegt wurde muß ich mir jetz überlegen was ich nehmen soll.

Danke für die Unterstützung
Mario

Hi Mario,

Wechselstrom heißt der Spannungsverlauf an einer Versorgungsleitung. Drehstrom bedeutet, dass Wechselstrom 3mal ins Haus kommt, aber jeweils um 120° verschoben. Im Haushalt wird meist nur der Herd an alle 3 Phasen angeschlossen. In der Industrie ist das nochmal anders, aber das lassen wir erstmal. An den Kosten sollte es nicht scheitern, dem Elektriker ist es egal, ob das Kabel 3 oder 6 Leiter hat. Würde mich wundern, wenn dir überhaupt jemand einen 1-phasigen Anschluss legt; das E-Werk hat lieber ausgeglichene Last auf allen Strängen.

Gruß Ralf

Drehstrom ist auch Wechselstrom.
Wechselstrom ist das, womit wir leben. Jede Lampe, Fernseher, Radio, …
Aber aus technischen Gründen ist es erforderlich, den Strom vom Kraftwerk auf drei Phasen zu verteilen.
Diese drei Phasen sollten möglichst gleich belastet sein.
Eigentlich ist die Frage überaltert: geh mit der Zeit - Drehstrom

cu Kalle

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Hallo Ralf,

danke für deinen Rat. Aber was kannst du mir denn nun empfehlen? Funktioniert der E-Herd mit Drehstrom besser oder ist es egal?

Danke
Mario

Hi Mario,

mit 3 Phasen bist du auf der sicheren Seite, die Mehrkosten sind vernachlässigbar. Vielleicht stellt der Weihnachtsmann eine Kreissäge unter den Baum, dann bist du froh drum. Mit dem Herd kenne ich mich nicht so aus, ich habe aber schon Küchenfachpersonal vom „schlechten Strom“ grummeln hören.

Zu den Mehrkosten: Stell dir den Sicherungskasten vor. Von dem gehen xyz Leitungen ab, egal ob du eine Phase ins Haus führst oder drei (wie gesagt, vermute ich, dass du sowieso drei ins Haus bekommst). Die drei Phasen sicherst du mit je einem Fehlerstrom-Schutzschalter ab. Sollte mal einer von denen abschalten, stehst du nicht gleich ganz im Dunkel.

Gruß Ralf

Hallo Mario,

also mal aus der Praxis von einem Häuslebauer:
Drehstrom kommt sowieso mit dem Anschluss vom E-Werk ins Haus. Das sind, wie schon von den anderen erwähnt, 3 mal Wechselstrom je 220-230 Volt. Durch eine Phasenverschiebung kann man 380-400 Volt erreichen.

Richtig ist, dass heutzutage in einem Privathaus eigentlich nur der E-Herd Drehstrom braucht, das heißt aber nicht, dass er 380 V benötigt, sondern 3 mal 220 V, da eine einzige Leitung von der benötigten Stromstärke überlastet wäre. Typischerweise wird die Sicherung für eine Phase auf 16 Ampère beschränkt, damit die Kabel für die Wandinstallation nicht übermäßig dick ausfallen.

Falls Du keine Wohnung, sondern ein Haus hättest und jetzt Deine Installation sowieso erneuert wird, könntest Du Dir allerdings nebenbei irgendwo, z.B. im Keller, eine Drehstromsteckdose legen lassen. Das war bei mir ganz hilfreich, da der Verputzer für seine Maschinen Drehstrom benötigte. Es gibt allerdings auch „haushaltsübliche“ Geräte für Drehstrom (z.B. Tischkreissägen oder Schweißgeräte).
Die Drehstromsteckdosen gibt es in zwei Ausführungen: 16 A und 32 A, wobei die 32 A halt doppelte Stromstärke liefern kann, allerdings auch ein stärkeres Versorgungskabel braucht.

Gruß
Thomas

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Hallo, erstmal zu `„drambeldier“

man sollte doch hier nur antworten, wenn man auch Ahnug von der Sache hat, denn mit Strom ist nicht zu spassen!!

nun meine eigentliche Antwort:

wenn Du mit Strom kochen willst, kommt nur Drehstrom in Frage,da dies auch für Elektroherd Vorschrift ist. Etwas nderes wird dir der Elektriker aber auch ganz bestimmt nicht machen.

mfg Eddy

Hallo Eddy,

man sollte doch hier nur antworten, wenn man auch Ahnug von
der Sache hat, denn mit Strom ist nicht zu spassen!!

Stimmt. Gilt aber natürlich für alle hier…

wenn Du mit Strom kochen willst, kommt nur Drehstrom in
Frage,da dies auch für Elektroherd Vorschrift ist.

Quatsch. Das hängt vom Energieversorger ab. Sowie von den vorhandenen Gegebenheiten. Nicht umsonst kann man Elektroherde auch an ein 230V-Netz anschließen. Schau einfach mal in den Klemmenkasten hinten am Herd. Natürlich muß man dann ggf. mehr als eine Ader mit Querschnitt 1,5mm^2 anschließen.

Etwas anderes wird dir der Elektriker aber auch ganz bestimmt nicht
machen.

Wenn er sein Handwerk versteht, wohl nicht. Denn empfehlen tut es sich. Bei Drehstrom wird am Herd nämlich die Spannung zwischen zwie Phasen von 400V ausgenutzt. Und das führt im Vergleich zur Nutzung von 230V zwischen Phase und Nullleiter entweder zu höherer Leistung oder zu kleineren Strömen.

Gruß
Axel

Hallo alle
ich wundere mich, was hier alles für Märchen über den Elektroherd und den Drehstrom erzählt werden.

Quatsch. Das hängt vom Energieversorger ab. Sowie von den
vorhandenen Gegebenheiten. Nicht umsonst kann man Elektroherde
auch an ein 230V-Netz anschließen.

Richtig, aber was jetzt kommt …

Bei Drehstrom wird am Herd nämlich die Spannung
zwischen zwie Phasen von 400V ausgenutzt. Und das führt im
Vergleich zur Nutzung von 230V zwischen Phase und Nullleiter
entweder zu höherer Leistung oder zu kleineren Strömen.

stimmt auch wieder nicht. Die Herdplatten werden bei Drehstrom lediglich auf die drei Phase so gleichmäßig verteilt wie es sich eben machen läßt. Jede Platte hängt bei entsprechender Schaltund nur an die dafür zugelassenen 230 Volt, sonst würde sie bald durchbrennen.
En besonders trotteliger Elektriker oder wagemutiger Hausmann könnte sie allerdings auch am Drehstromnetz so anschließen daß sie auf 400V läuft…
Kurz gesagt laufen die Herdplatten jede für sich auf ihrem Anschluß mit normalem 230 V-Wechselstrom.

Rein funktionell wird echter Drehstrombetrieb nur für Drehstrommotoren gebraucht, die damit besonders effektiv sind.
gruß qilo-bit

Hallo Mario

Nicht das in den anderen Antworten nur mit der Spannung gespielt wird auf die Last verteilung ist bisher kein einziger eingegangen. Denn ein moderner E-Herd hat bis zu 9,6KW Anschlußwert das sind 41A wenn zu Weihnachten oder Ostern volle Leistung gefahren wird, Und 13A pro Ader klingt doch weit aus sympathischer. Somit verhält es sich mit dem gesamten Haus, du solltest also Drehstrom nehmen, dann brauchst du im Keller auch keine Kupferstangen als Leitung verarbeiten, das E-Werk freut sich über gleichmäßigere Auslastung, und wenn bei dir mal eine Störung im Haus auftritt sind die Chancen gut das nur 1/3 der Anlage ausfällt.

Gruß Erhard

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Hallo Axel,

über Deine Antwort kann ich nur noch lachen,
denn im Gegensatz zu dir habe ich als Elektromeister Ahnung von der Materie
aber du kannst ja gerne mal eine Herdplatte an 400v anschließen

Eddy

Hallo Thomas,

Richtig ist, dass heutzutage in einem Privathaus eigentlich
nur der E-Herd Drehstrom braucht, das heißt aber nicht, dass
er 380 V benötigt, sondern 3 mal 220 V, da eine einzige
Leitung von der benötigten Stromstärke überlastet wäre.

Du hast die Waschmaschine vergessen.
Hier ist es allerdings so, dass die Heizung wirklich mit 400V betrieben wird, wodurch dann die Kochwäsche schneller fertig ist als bei einem Anschluss an 230V.

MfG Peter(TOO)

Du hast die Waschmaschine vergessen.
Hier ist es allerdings so, dass die Heizung wirklich mit 400V
betrieben wird, wodurch dann die Kochwäsche schneller fertig
ist als bei einem Anschluss an 230V.

MfG Peter(TOO)

*kopfkratz* kannst Du mir mal den Hersteller Deiner Waschmaschine nennen? War ja wohl etwas offtopic! *immernochkopfkratz*

cu Kalle

Armes Deutschland, bei diesen Aussagen eines angeblichen Meisters muss man sich nicht wundern, wenn der Meisterzwang abgeschafft werden soll.

quilo-bit hat die richtige Aussage gemacht.
Natürlich ist bei einer Neuinstallation Dreiphasen-Wechselstrom (wie der Drehstrom offiziell heißt) zu empfehlen.

Muss mich doch wundern, was für Aussagen über diesen - für Leute vom Fach - doch so einfachen Sachverhalt von angeblichen Fachleuten gemacht werden.

Und leider wird auch heute nicht jede Wohnung dreiphasig angefahren, wie ich in einer Neubauwohnung entsetzt feststellen musste.
Wenn der Elektroplaner und -installateur auch so ein „Fachmann“ ist, wie hier manche großspurig tönen, dann wundert mich das nicht.

Gruß

Matthias S. (ohne Meistertitel)

PS: Auch sind für Dreiphasen-Wechselstrom nur 5-adrige Leitungen nötig.

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Nullleiter
Hallo,

ich hätte da jetzt auch eine Frage: Die drei Phasen werden also normalerweise verwendet um die Stromstärke zu verteilen?! Wieso muss aber dann der Nullleiter nicht 3x so dick sein, da er ja den Strom der drei Phasen zurückführen muss???

Uli

Hallo alle Zusammen,

hier einige Definition:

Wechselstrom bzw. -spannung
Hier ist die Rede von einem Strom bzw. einer Spannung die ihre Größe und Richtung periodisch ändern. Die Länge der Periode ist abhängig von der Netzfrequenz in Europa sind dies 50Hz ( z.B. in Amerika 60Hz ).
Bei Drehstrom bzw „-spannung“ handelt es sich um drei der oben genannten Spannungen bzw. Ströme die „elektrisch“ um 120° versetzt sind. Die schriftliche Erklärung von „elektrisch um 120° versetzt“ ist schwer zu formulieren. Die Erklärung ist in grafischer Form einfacher.

Zur Netzspannung:
Seit ca. 17 Jahren beträgt die Netzspannung bei uns seit einer Harmonisierung 400V / 230V 50Hz.
Keine Panik selbst Geräte mit der Spannungsangabe 220V bzw. 380V funktionieren ordnungsgemäß.

Zur Lastverteilung:
Die Hausanschlüsse werden als Drehstromanschlüsse ausgelegt. In der Regel wird dieser Drehstromanschluss in die Niederspannungshauptverteilung(Altbauten evtl. nur Wechselstrom)weitergeführt.
Durch eine symetrischen Verteilung der Lasten auf die drei Phasen wird erreicht das der Neutralleiter nicht dicker im Querschnitt sein muss als der Leiter einer Phase. Bei idealer symetrischen Belastung ist der Strom im Neutralleiter null. Dies kommt davon das die Augenblickswerte der drei Phasenströme nicht gleich sind. Grund dafür ist,das sie „elektrisch um 120° versetzt“ sind.
Bei der Wahl des Leitungsquerschnitt ist nicht nur der Strom zu berücksichtigen sondern auch die Entfernung von der Niederspannungshauptverteilung damit der Spannungsfall nicht zugroß wird.

Gruß Peter

Hallo Uli

Die Phasen sind gegeneinander zeitlich um 120° verschoben. Daher wird bei gleicher Auslastung gar kein Null benötigt z.B. Motor oder große Heißwasserbereiter. Sondern nur bei unterschiedlicher Belastung der Phasen z,B. bei einem ganzen Haus im Hausanschluss.

Gruss Erhard

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Hi

Rein funktionell wird echter Drehstrombetrieb nur für
Drehstrommotoren gebraucht, die damit besonders effektiv sind.
gruß qilo-bit

Eines wird jedoch oft vergessen. Die Verluste. Bei Drehstrom sind die Verluste in den Leitungen 6 mal kleiner als bei 1-phasigem Wechselstrom. Daher möchte der Energieversorger soweit wie möglich Drehstrom legen und nur das letzte Stück Wechselstrom.

Gruß Stefan

Hallo!

Also ich hab auch gehört das E-Herde auch mit 230V funktionieren.

Es ist nur so dass man dann nur Teile des Herdes gleichzeitig benutzen kann.
D.h. nur eine Kochplatte und das Backrohr. Bei mehr ist dann schluss durch die Sicherung.

Kann aber auch sein dass ich da falsche Infos bekommen hab.

Ich würde mir auf jeden Fall Drehstrom legen lassen.

Mfg Roman