Wechsel von gesetzlich zu privat

Hallo,
ich bin nun i.g. über 50 Jahre bei der DAK (obwohl ich Beamter bin, denn es ist so herrlich einfach, nur den Krankenschein abgeben zu müssen)- allerdings habe ich nun zu einer Privaten (Debeka) aus finanziellen Gründen gewechselt (DAK 540 Euro - als Beamter muss ich den Arbeitgeberanteil mitbezahlen - plus 40 Euro Zusatzversicherungen, Debeka 290 Euro incl. Zusatzversicherungen). Ich habe allerdings nun noch fast 10 Tage Widerspruchsrecht, so dass ich Euch eine Frage stellen möchte:

  • früher war es so, dass die Kosten der Gesetzlichen nach der Rente/Pensionierung drastisch zurückging, während die Kosten der Privaten bei vielen Menschen 50% ihres Nettoeinkommens schluckten.

  • die Kosten der Gesetzlichen gehen nun nicht mehr wesentlich zurück,

aber wie ist es bei den Privaten. Mich macht stutzig, dass viele befragte Pensionäre ca. 200 Euro zahlen.
Dies sind 30 Prozent, Rest zahlt die Beihilfe.
Bei 50 Prozent müßten sie 333 Euro zahlen.
Ich als Späteinsteiger muß in einigen Fällen 30 Prozent Risikozuschlag bezahlen und bin für 50 Prozent versichert. Trotzdem zahle ich nur 290 Euro.
Wenn ich das für mich hochrechne, dann wird der Beitrag im ALter doch ganz schön hoch -

und nun konkret gefragt: höher dann als bei der Gesetzlichen?

Wer kann mir da hilfreiche Auskünfte geben?

MFG
hagen

Hallo,
da ich bei der DAK beschäftigt bin kann und will ich dazu
nix schreiben.
Mir ist nur aufgefallen - zu wann endete die DAK-Mitgliedschaft ??

Gruß

Czauderna

Risikozuschlag bezahlen und bin für 50 Prozent versichert.
Trotzdem zahle ich nur 290 Euro.

Wie sieht denn Dein Beihilfeanspruch nach der Pensionierung aus ? 50 oder 70 % ?

Wenn ich das für mich hochrechne, dann wird der Beitrag im
ALter doch ganz schön hoch -

Was hast Du in der GKV für Zusatzkosetn ? Zuzahlungen, Praxisgebühr etc. ?

Hallo,
70 Prozent.
Zusatzkosten? Nur 4 Mal 10 Euro und bei einigen Privatrezepten muß ich die Hälfte zahlen, sind im Schnitt 16 Euro im Monat. Das wars.
MFG
Hagen

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Hallo,
sie endet Ende Juni. Warum?
MFG
Hagen

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70 Prozent.

Das spricht für die private.

Zusatzkosten? Nur 4 Mal 10 Euro und bei einigen Privatrezepten
muß ich die Hälfte zahlen, sind im Schnitt 16 Euro im Monat.
Das wars.

Damit wirst Du nicht auskommen, zumindest nicht auf Dauer.

wer kann noch helfen? Dringend!
Kannst Du das präzisieren?
Und wird die Beihilfe in Zukunft alles anerkennen? Die schrumpft ja auch immer mehr.
Und: die 70 Prozent, wer garantiert mir das?

Iregndwie werde ich das Gefühl nicht los, beim Wechsel von der Gesetzlichen zu einer Privaten einen Riesenfehler zu machen. Auch wenn ich jetzt ca. 3tsd im Jahr spare,wie, und das war die Ausgangsfrage, sieht es aber im Alter aus? Soll ich nicht doch besser in der Gesetzlichen bleiben?
Bitte noch mal alle um Hilfe.
MFG
Hagen

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Hallo,
70 Prozent.
Zusatzkosten? Nur 4 Mal 10 Euro und bei einigen Privatrezepten
muß ich die Hälfte zahlen, sind im Schnitt 16 Euro im Monat.
Das wars.

Zuzahlungen bei Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln. 50%-65% Kostenübernahme als Festkostenzuschuss beine Zahnersatz, 0% für Sehhilfen, usw. Insb. im Zahnbereich kann als GKV-Patient auch die Beihilfe schnell an Ihre Grenzen kommen.

Hallo!

wirst Du nicht auskommen, zumindest nicht auf Dauer.

Kannst Du das präzisieren?
Und wird die Beihilfe in Zukunft alles anerkennen? Die
schrumpft ja auch immer mehr.
Und: die 70 Prozent, wer garantiert mir das?

Die Beihilfeverordnungen bzw. das Alimentationsprinzip. Die 70% sind jedenfalls wesentlich sicherer, als die Höhe der GKV-Beiträge!

Iregndwie werde ich das Gefühl nicht los, beim Wechsel von der
Gesetzlichen zu einer Privaten einen Riesenfehler zu machen.

Ich sehe es neutraler, weil ich an Ihrem Vertrag wahrscheinlich keinen Cent verdienst habe. Aus meiner Sicht, kommt ein Beamter (Gesundheit, extrem hohe Kinder-/Ehegattenanzahl oder deutlich über 60 Jahre)an der PKV nicht vorbei.

Auch wenn ich jetzt ca. 3tsd im Jahr spare,wie, und das war
die Ausgangsfrage, sieht es aber im Alter aus? Soll ich nicht
doch besser in der Gesetzlichen bleiben?

Neben dem Punkt Beiträge, wie sieht es denn mit der Versorgungsqualität aus? Es soll auch Leute geben, die alleine deshalb in die PKV wechseln, weil Sie eine bessere Versorgungsqualität in vielen Bereichen möchten!

Bitte noch mal alle um Hilfe.
MFG
Hagen

Gruß
CM

Moin, Hagen!

Iregndwie werde ich das Gefühl nicht los, beim Wechsel von der
Gesetzlichen zu einer Privaten einen Riesenfehler zu machen.
[…]
Bitte noch mal alle um Hilfe.

Also, den großen Fehler, den Du möglicherweise begehen könntest, wäre, die Gesetzliche vorzeitig gekündigt zu haben, bevor Dir ein verbindliches Angebot der Privaten vorliegt. (In diesem Falle würde ich sofort einen Weiterversicherungsantrag bei der GKV stellen!)

Verbindlich ist das Angebot dann, wenn die Risikoprüfung bzw. in der KV auch Gesundheitsprüfung genannt, abgeschlossen ist und der Versicherer „das Risko“ tarifieren (kalkulieren) konnte und es Dir in schriftlicher Form zur Unterzeichnung vorlegt.

Ich würde Dir empfehlen, bei - meinetwegen ruhig - drei Privaten KVs je einen sog. „Probeantrag“ einzureichen, vollständige und gewissenhafte Beantwortung aller im Antrag gestellten Fragen (insbes. der zu Gesundheit und Vorerkrankungen!) inklusive. Nenne auch Deinen (langjährigen) Hausarzt, so dass die Versicherung Gelegenheit hat, dort rückzufragen und eine fundierte Auskunft einzuholen…, ggf. auch eine Nachuntersuchung zu veranlassen.
Auf dem Antragsformular sollte ausdrücklich „Probeantrag“ stehen, ggf. auch unter „Zusätzl. Angaben/Besondere Vereinbarungen“.

Suche Dir halt drei der angeblich besten PKVs z.B. bei Stiftung Warentest heraus. (Aber bedenke auch das Preis-/Leistungsverhältnis; „Test“ ist da manchesmal entweder zu oberflächlich auf den Preis fixiert oder klatscht unter seine Tests zu viele Fußnoten, was verwirrt.)

Ich persönlich würde mir dann einen (sog. Klassischen) Versicherungsmakler aus den Gelben Seiten heraussuchen, ggf. auch wiederum zwei oder drei… diese(n) dann befragen, ob er die „obengenannten“ PKVs bedient, und dann (ggf.) zur Tat schreiten!

Muss ich jetzt noch dazu sagen, dass ich bei einem der ersten großen Versicherer für Soldaten/Beamte in der KV gelernt habe und schätzungsweise für rund XXXXXXX D-Mark[1] Risiken geprüft bzw. Versicherungssummen im Durchlauf hatte?

Naja. Macht nix. - Ich hoffe, meine vergangene Erfahrung hat Dir in dieser Form ein wenig weiter geholfen! :wink:

LG, DannyFox64

[1] Betrag gestrichen, weil nur Prahlerei. :wink:

PS: Das Schlimmste, das wem beim Wechsel in die PKV passieren kann, ist, dass der Versicherer (VR) wegen einer lapidar NICHT beantworteten Frage zur Gesundheit vom Vertrag nach ein, zwei Jahren zurücktritt, nachdem der VR merkt, dass er sich ein „schlechtes Risiko“ eingefangen hat. (Die PKV würde nichts mehr bezahlen… und zurück in die Gesetzliche ginge dann auch nicht mehr so ohne weiteres.)

PPS: Weniger schlimm ist ein Riskozuschlag; und schlimm genug eine Ausschlußklausel, z.B. für „Erkrankungen der Wirbelsäule, des Halteapparates und Folgen“. - q.e.d.

Also, den großen Fehler, den Du möglicherweise begehen
könntest, wäre, die Gesetzliche vorzeitig gekündigt zu haben,
bevor Dir ein verbindliches Angebot der Privaten vorliegt.

Hallo Danny,
so blöde bin ich nicht :smile: Ich habe erst gekündigt, nachdem ich den Vertrag der Debeka von denen unterschrieben in Händen hatte.

Ich persönlich würde mir dann einen (sog. Klassischen)
Versicherungsmakler aus den Gelben Seiten heraussuchen,

Ein langjähriger Freund von mir hat seinen Beruf gewechselt und arbeitet bei der Debeka. Durch ihn habe ich auch meinen Wagen, Wohnung, Rechtsschutz etc dort. Dadurch bekomme ich nicht nur Prozente, sondern auch dadurch, dass ich bei der Debeka seit über 20 Jahren Zusatzversicherungen im Gesundheitsbereich habe, einen günstigen Tarif.

Alle angegebenen Krankheiten wurden akzeptiert, allerdings zahle ich dafür 30 Prozent Risikoaufschlag.

Noch eine letzte Frage, denn da hast DU mir Angst gemacht: wie oft geschieht es, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit,dass die Private mich einfach so rausschmeißen kann, wenn ich schwer erkranke?

MFG
Karsten

Hallo Hagen!

Hallo Danny,
so blöde bin ich nicht :smile: Ich habe erst gekündigt, nachdem
ich den Vertrag der Debeka von denen unterschrieben in Händen
hatte.
[…]

Okay, das war mir jetzt soweit nicht (mehr) klar.
Ich darf Dich aber noch drauf aufmerksam machen, dass es unklug ist, seine Rechtsschutz beim selben Konzern zu haben. (…) Das ist wohl die einzige Versicherung, die man „woanders“ haben sollte. Stichwort: Vertragsrechtsschutz. :wink:

Alle angegebenen Krankheiten wurden akzeptiert, allerdings
zahle ich dafür 30 Prozent Risikoaufschlag.

In diesem, Deinem, Fall geht die Wahrscheinlichkeit dann gegen Null, dass man Dich rausschmeißen würde. Nur die Beiträge musst Du immer brav bezahlen.

(Und da Du als Beamter unkündbar bist, sollte das gegeben sein. Alles andere wäre „Weltwirtschaftskrise“. - So also, wovor hast Du Angst? Dass Du Deine Lebenspartnerin als Rentnerin eines Tages mitversichern musst? Und dann der Beitrag zu hoch wird? - Oder wovor? - Vielleicht bist Du auch einfach nur „in Deiner Routine“. Ich will sagen: man kann nie ganz gewiss sein, auch wirklich alle, alle Regeln und Gesetze beachtet zu haben… Und solange man noch nicht „auf der anderen Seite“ angekommen ist, können da schon 'mal Gefühle von Unwohlsein, zusammengefasst als „Angst“ oder dem Bedenken „es sei ein Fehler“, vorkommen. SCNR - http://de.wikipedia.org/wiki/Scnr#S)

Ich wünsch’ Dir jedenfalls alles Gute mit Deiner neuen Versicherung. Ich wünschte, ich hätte dazu auch die Chance.

LG, DannyFox64

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Hallo!

Moin, Hagen!

Iregndwie werde ich das Gefühl nicht los, beim Wechsel von der
Gesetzlichen zu einer Privaten einen Riesenfehler zu machen.
[…]
Bitte noch mal alle um Hilfe.

Also, den großen Fehler, den Du möglicherweise begehen
könntest, wäre, die Gesetzliche vorzeitig gekündigt zu haben,
bevor Dir ein verbindliches Angebot der Privaten vorliegt. (In
diesem Falle würde ich sofort einen
Weiterversicherungsantrag bei der GKV stellen!)

Darf ich fragen, welches Risiko bestehen sollte? Spätestes seit dem 01.04.2007 kann nichts passieren, was in dieser Konstellation zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen kann.

Gruß
CM

Hallo!

Also, den großen Fehler, den Du möglicherweise begehen
könntest, wäre, die Gesetzliche vorzeitig gekündigt zu haben,
bevor Dir ein verbindliches Angebot der Privaten vorliegt.

Hallo Danny,
so blöde bin ich nicht :smile: Ich habe erst gekündigt, nachdem
ich den Vertrag der Debeka von denen unterschrieben in Händen
hatte.

Und wenn nicht, hätte trotzdem nichts passieren können!

Noch eine letzte Frage, denn da hast DU mir Angst gemacht: wie
oft geschieht es, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit,dass die
Private mich einfach so rausschmeißen kann, wenn ich schwer
erkranke?

Wenn alle Gesundheitsangaben korrekt gemacht wurden, besteht keine Chance, rausgeschmissen zu werden (wie in der GKV auch)!

Gruß
CM

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Hallo Hagen!

Hallo Danny,
so blöde bin ich nicht :smile: Ich habe erst gekündigt, nachdem
ich den Vertrag der Debeka von denen unterschrieben in Händen
hatte.
[…]

Okay, das war mir jetzt soweit nicht (mehr) klar.
Ich darf Dich aber noch drauf aufmerksam machen, dass es
unklug ist, seine Rechtsschutz beim selben Konzern zu haben.
(…) Das ist wohl die einzige Versicherung, die man
„woanders“ haben sollte. Stichwort: Vertragsrechtsschutz. :wink:

Woher kommen denn die Binsenweisheiten, tut ja weh beim Lesen! Jeder Rechtschutzversicherer hat die Schadensabwicklung ausgelagert (GmbH oder AG), so dass keine Klage gegen sich selber erfolgen würde.

Gruß
CM

Hallo,
30.06. ist noch okay - wegen Wirksamkeit der Kündigung.
Gruß
Czauderna

vielen Dank
Hallo,
ich möchte mich bei Euch ganz herzlich bedanken - ihr habt mir doch die Restzweifel genommen.
Es ist einfach so die Gewöhnung an die Gesetzliche, die mir den Schritt schwer macht.
Aber ca. 290 Euro weniger im Monat sind schon ein wichtiges Argument.
Die Angaben habe ich übrigens alle wahrheitsgemäß gemacht, alle Vorerkrankungen und alle! Medikamente, die ich regelmäßig nehmen muss, angegeben.

Noch einmal Danke für eure Hilfe,

MFG
Hagen

Guten Abend!

Also, den großen Fehler, den Du möglicherweise begehen
könntest, wäre, die Gesetzliche vorzeitig gekündigt zu haben,
bevor Dir ein verbindliches Angebot der Privaten vorliegt. (In
diesem Falle würde ich sofort einen
Weiterversicherungsantrag bei der GKV stellen!)

Sorry - da muss ich wohl sagen: „Guten Moooooooooooorgen!“ Hast Du in den letzten 12-18 Monaten mal irgendeiner Fachzeitschrift oder Tageszeitung zur Gesundheitsreform gelesen?

Verbindlich ist das Angebot dann, wenn die Risikoprüfung bzw.
in der KV auch Gesundheitsprüfung genannt, abgeschlossen ist
und der Versicherer „das Risko“ tarifieren (kalkulieren)
konnte und es Dir in schriftlicher Form zur Unterzeichnung
vorlegt.

Was soll das sein? Invitatio-Modell? Das macht doch kein Berater mit einem Funken Verstand im PKV-Bereich.

Ich würde Dir empfehlen, bei - meinetwegen ruhig - drei
Privaten KVs je einen sog. „Probeantrag“ einzureichen,

Neeeeeein! Probeanträge sind Altertum!!

Suche Dir halt drei der angeblich besten PKVs z.B. bei
Stiftung Warentest heraus.

Nochmal ein lauteres NEEEEEEEEEEIN!!
Diese Tests sind für die Allgemeinheit so sinnvoll wie die Höhe der Bezüge eines Eckrentners!

Muss ich jetzt noch dazu sagen, dass ich bei einem der ersten
großen Versicherer für Soldaten/Beamte in der KV gelernt habe
und schätzungsweise für rund XXXXXXX D-Mark[1] Risiken geprüft
bzw. Versicherungssummen im Durchlauf hatte?

Da ist schön und ich zolle Respekt vor der bestimmt total großen Summe. Schade ist nur, dass in den letzten 1,5 Jahren das Wissen nicht mit der Entwicklung Schritt halten konnte. ;-(

Frank Wilke

Und nochmal Hallo!

Alle angegebenen Krankheiten wurden akzeptiert, allerdings
zahle ich dafür 30 Prozent Risikoaufschlag.

In diesem, Deinem, Fall geht die Wahrscheinlichkeit dann gegen
Null, dass man Dich rausschmeißen würde. Nur die Beiträge
musst Du immer brav bezahlen.

*bauchhalt* Seit wann ist denn ein Risikozuschlag eine Versicherung gegen Vertragskündigung?? Ob man einen RZ zahlt oder nicht, hat keinerlei Einfluss auf die Bestandsfähigkeit des Vertrags. Gibt man alles an, ist alles okay. Ansonsten eben nicht - fäddich!

Frank Wilke