Wechsel von PKV zu GKV möglich? Alter 57!

Hallo und eine Frage an die Experten:
ein 57-jähriger Selbständiger findet seine PKV zu teuer und fragt die AOK nach einem einkommensabhängigen Tarif. Er wurde aber eigentlich nur ausgelacht- (nicht so wörtlich natürlich) man sagte ihm also, er sei einfach zu alt und man müsse ihn als freiwilliges Mitglied sicher nicht aufnehmen.
Ich zitiere noch das Schreiben, aus dem hervorgeht, dass die GKV den Herrn nicht mal als Arbeitnehmer aufnehmen würde…
((Zitat: Leider ist es Ihnen nicht möglich in eine gesetzliche Krankenkasse zu wechseln, da Sie die benötigte Vorversicherungszeiten für eine Freiwillige Versicherung nicht erfüllen. Auch bei einer Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ist eine Rückkehr wegen Überschreitung der Altersgrenze vom 55 Lbj. in die gesetzliche Krankenversicherung nicht möglich. Zitat Ende))
Handhaben das alle GKVs so? Weiß da jemand was näheres?
Danke für die Mühen!! WL

Hm, auch wenns jetzt blöd klingt, aber ich hoffe doch das die GKVs das so handhaben. Das war auch einer der Gründe weshalb ich mich gegen die PKV entschieden hatte.
Wenn ein 57-jähriger sein ganzes gesundes Leben nichts in die GKV einzahlt und dann wenn er älter (und kranker) ist in die „Soziale“-Krankenkasse will, dass andere für ihn mit zahlen und somit sein Beitrag schön niedrig bleibt dann ist das nicht im Sinne des Erfinders.

Wer sich in jungen Jahren dazu entscheidet Geld mit der PKV zu sparen trifft diese Entscheidung bewusst, und im Alter muss er mit den Konsequenzen leben.

Viele Grüße und der Tipp: Bei der PKV nach Beitrags-/ und Tarifsenkung nachfragen.

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Hallo,
jau, m.E. korrekt. Jetzt fangen die Umstufungsspielchen an. Geringere Leistungen mit weniger Beitrag (Vorsicht: Altersrückstellungen beachten!!) Gesellschaftswechsel???noch möglich nur wenn gesund…
Grüsse
A.

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Handhaben das alle GKVs so? Weiß da jemand was näheres?

So steht es im SGB V, da haben die KKs keinen Entscheidungsspielraum. Wenn der Betreffende seine PKV zu teuer findet, sollte er vielleicht mal mit seiner PKV darüber sprechen.

Hallo,

Hm, auch wenns jetzt blöd klingt, aber ich hoffe doch das die
GKVs das so handhaben. Das war auch einer der Gründe weshalb
ich mich gegen die PKV entschieden hatte.

du hättest nicht auf die PKV verzichten müssen, du hättest es nur richtig handhaben müssen.
Ein Selbständiger hätte nur Teile der Beitragsersparnis in z.B. eine priv. RV legen müssen, dann hätte er über evtlle. Differenzen im Alter gelacht. I.d.R. bessere Leistungen, Beitragsrückerstattungen und Beitragsvorteile wären ihm trotzdem gewiss gewesen!
Vielleicht hat der Selbständige auch seine Altersversorgung aufgrund der Beitragsersparnis aufgebaut!? Nur denkt er nach zig jahren oftmals nicht dran!
Hätte er eine hohe Staatsrente oder Betriebsrente müsste er auch ganz ordentliche GKV-Beiträge als Rentner zahlen.Da er aber keine RV-Beiträge entrichtet hat, ist natürlich seine Beitragsbelastung gering, da auch keine oder mickrige Rente.
Nur, alle Vorteile bis kurz vor Buffallo ausnutzen und dann wieder in die GKV - das ist allerdings nicht gewünscht!

Gruß cooler

P.S. Ich bin jetzt über 20 Jahre PKV-versichert (als Angestellter), zahle weniger als bei der GKV (bei extrem besseren Leistungen), habe immer wieder eine hohe Beitragsrückerstattung (um die 1.600 EUR)und habe mir mit der Beitragsersparnis eine wunderbare zus.Altersversorgung geschaffen.
Der damalige Entschluss war perfekt!

Wie du richtig bemerkt hast, gibt es immer noch beitragssenkende Möglichkeiten. Wenn man es richtig anstellt, sind anschl. die Leistungen immer noch eine Ebene besser als die der GKV!