Hi Rosa,
Vor diesem Problem stand ich auch, nachdem ich nach meiner
Gebärmutterentfernung mit 50 J., kurz danach die Wechseljahre
stark bekam.
Das ist - verzeih bitte - totaler Unsinn. Durch die Entfernung der Gebärmutter werden keine Wechseljahre ausgelöst, das passiert dann, wenn die Eierstöcke mit entfernt werden.
Nach 6 W. Hormoneinnahme zum Wiederaufbau der Scheidenflora
Wie bitte? Was hat die Scheidenflora mit der Gebärmutter zu tun? Nichts.
betrachtete ich mich im Spiegel. Ich war nicht mehr ich. Busen
und Oberschenkel waren ödemig aufgeschwemmt.
Bei Hormoneinnahme ist das eine „normale“ Reaktion.
Ich reduzierte über einige Tage langsam die Tabl., von einer
auf eine 1/2, dann ließ ich 1 Tag immer aus und hörte damit
auf.
Klingt sehr vernünftig.
Trotzdem plagten mich einen Tag lang tierische
Entzugserscheinungen.
Das wurde ja schon gesagt. Entzugserscheinungen treten dann ein, wenn ein Medikament genommen wurde, das ein mittleres bis hohes Suchtpotential beinhaltet. Das ist aber bei Hormonen nicht der Fall.
Schweißausbrüche, das Gefühl von
niedrigem Blutdruck, Kopfschmerzen, depressieves Gefühl,
Herzrasen.
Wechseljahre - keine Entzugserscheinungen.
Ich war schon fast soweit, wieder damit zu beginnen.
Mit dem pflanzlichen Mittel Pascofemin Trf. 100 ml ca 30 € ( 3x tgl.15 Trf.)
half ich mir.
Hier (schon gar nicht als Laie) Medikamenten-Empfehlungen abzugeben finde ich nicht nur fragwürdig, sondern auch gefährlich.
Ich fuhr viel und schnell Fahrrad (1200 km pro Jahr) und
schwitzte mich dabei aus, denn was ich beim Sport
ausschwitzte, brauchte ich nicht an Hitzewallungen zu
ertragen.
Wurde schon gesagt: Unsinn
Auch Bauchtanz bei der VHS brachten mich in Schwung, und es
bereitet mir bis heute großen Spaß (kann ich allen Frauen sehr
empfehlen, das ist der Kick im Leben).
Da komme ich zum Schluss nochmal zurück.
Zusätzlich ließ ich mir
(…)
wie gesagt: Fremddiagnosen und (individuelle) Heilungs-Tipps sind nicht erwünscht.
Sollten noch Fragen sein, bitte melden.
Mh … bist Du sicher, dass Du die alleingültige Lösung für alle Wechseljahrebeschwerden hast? Dann schreib’ ein Buch und Du wirst steinreich.
hilfreichen Gruß
Sehr selbstbewusst…
Meine persönliche Meinung und/oder Erfahrung ist die, dass die Psyche gewaltig bei der Entwicklung und Ausprägung der Wechseljahrbeschwerden mitspielt. D.h. schon die Einstellung zum Älterwerden kann die Entwicklung der Wechseljahre sowohl im positiven wie im negativen Sinne beeinflussen. Ich habe in meinem näheren Umfeld feststellen können, dass Frauen, die einen Horror vor dem Älterwerden haben, oft stärker unter „Beschwerden“ leiden als solche, die mit sich und ihrer Natur im Einklang stehen und die Wechseljahre als eine Phase im Leben bejahen, die den Übergang von dem gebärfähigen Abschnitt hin zum durchaus sinnvollen „Verlust“ der Fortpflanzungsfähigkeit darstellen.
Von daher sind für mich Hormone entgegen der Natur. Da wird ein Prozess hinausgezögert, der zum einen unaufhaltsam ist, zum anderen in den natürlichen Rhythmus des Körpers eingreift. Das kann nicht Sinn der Sache sein.
Deshalb nochmal zum Bauchtanz: Dass Du ihn als hilfreich empfunden hast, kann ich gut nachvollziehen. Da wird das Bewusstsein für den Körper, sprich: die Bejahung der Körperlichkeit, extrem gefördert. Das noch unter
„D-/Seinesgleichen“, ohne die (mögliche) Beobachtung von Männern, ohne die berühmte Angst „vorm Vergleich“.
Und zum Schluss:
Gegen eine trockene Scheide mit dem Beginn der Wechseljahre hilft eines besonders: viel Sex.
Gruß,
Anja