Wechselschaltung mit Taster und Wechselschalter

Hey ihr,

könntet ihr mir vielleicht weiterhelfen ?
Habe folgendes Problem:

Ich habe auf der einen Seite einen Taster mit Stromstoßrelais ( Wechsler ), der mit 8 Volt über einen Trafo betrieben wird und auf der anderen Seite einen Wechselschalter. Mit diesen beiden Komponenten muss ich eine Wechselschaltung zusammenstellen. Also theoretisch weiß ich schon, wie das alles funktionieren soll, nur wollte ich euch mal fragen, ob ihr mir die Schaltung aufzeichnen könntet, da ich mir nicht sicher bin, ob das alles so korrekt is…

Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe im Vorraus !

Liebe Grüße,

Stefan

Hallo Stefan,

wehe Dir wenn der MOD kommt, der mag es gar nicht gerne, wenn Laien an 220V (der Wechselschalter !!) herumbasteln und dann noch fragen, was sie tun sollen. Ich wüsste schon wie es geht, sage es Dir aber bewusst nicht.
Wenn Du Dir die Kosten für den Elektriker sparen willst, dann solltest Du an dem 8 Volt- Strang so viele Taster parallel schalten wie Du eben brauchst, natürlich hat Dein 8V- Klingeldraht nichts in Kabelrohren zu suchen, wo 220V- Leitungen laufen.
Eine für Laien ungefährliche Lösung mit Funkschaltern der Firma Knopp (sorry für die Schleichwerbung) dürfte ungefähr 60 bis 80 Euro kosten.

Ein Elektriker, der für seine Arbeit geradesteht, dürfte sich im selbem Preisrahmen bewegen.

Gruß Gerold

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

MOD: abgeschlossen.
Hallo Stefan,

Gerold hat mich scheinbar verstanden. :wink:

Wenn man als MOD nicht aufpasst bekommst du z.B. folgende Antwort:

„du musst den schwarzen Draht an Klemme 4 des Stromstossrelais anschliessen“

Daraus ergibt sich nun folgende Problematik:

  1. Bei einem bestimmten Stromstossrelais kann Klemme 4 die richtige sein, bei deinem könnte aber Klemme 4 z.B. die Spule sein und dann hast du 230V sekundärseitig auf deinem Klingeltrafo. Die Klingelanlage kann dann sogar fehlerfrei weiterarbeiten … Bis einmal jemand klingelt und der Klingelknopf nass ist …

  2. Das mit dem schwarzen Draht, stimmt auch in den meisten Fällen, allerdings sind es meist zwei schwarze Drähte bei einer Wechselschaltung, aber es können auch andere Farben verlegt worden sein.
    Das grösste Problem ist aber, wenn z.B. vor dir schon jemand gebastelt hat welcher keine Ahnung von den gültigen Normen hatte !
    Aus physikalischer Sicht spielen die Drahtfarben keine Rolle.
    Das ist aber wie bei den Wasserhähnen. Blau ist kalt und rot ist heiss. Zudem ist kalt immer rechts. Bei einem Waschbecken bei welchem die Anschlüsse vertauscht sind, verbrüht man sich aber ganz schnell die Hände.

Ein Fachmann erkennt solche Fehler, zumindest sollte er es, wenn er nicht klein und schwarz als leitender Angestellter enden will.
Wenn z.B. ein gelb/grüner Draht an einem Schalter angeschlossen ist, klingelt ein ganzer Glockenturm, auch wenn man erst auf den zweiten Blick erkennt warum …

Dann gibt es noch unterschiedliche Regionale Vorschriften, was die Drahtfarben anbelangt. Zudem haben sich diese Vorschriften noch im Verlauf der Jahrzehnte geändert.

Hier Basel war z.B. der Neutralleiter früher rot (so bis in in die 30er/40er Jahre) dann wurde er Gelb und seit etwa 15-20 Jahren ist er hier, wie international üblich, auch blau.

Als der Neutralleiter gelb war, war es allgemein üblich für den ungeschalteten Aussenleiter einen roten Draht zu verwenden. Blau verwendete man für einen geschalteten Aussenleiter, z.B. für eine Deckenlampe.

Wenn man also nicht erkennen kann aus welcher Periode eine Anlage stammt, kann man ganz gefährlich mit den Farben daneben liegen.

Praktisch hat man hier ein helleres blau für den heutigen Neutralleiter genommen, als dasjenige welches früher verwendet wurde, aber alte Farben können ausbleichen …
Weiterhin ist es so, dass wenn neue Anlagenteile erstellt werden, diese nach den aktuellen Normen erstellt werden müssen, also mit einem blauen Neutralleiter. Wenn man nun eine gemischte Anlage hat, also der alte Teil noch einen gelben Neutralleiter verwendet, muss man, zwingend an den Übergängen, am blauen Draht einen gelben und am gelben einen blauen Kabelbinder befestigen. Damit ist jedem Fachmann klar, dass der Farbwechsel kein Verdrahtungsfehler ist.
Wie dies in D geregelt ist, weiss ich nicht.

Zumindest seit der Wiedervereinigung ist das mit den unterschiedlichen Farbnormen auch ein Problem in D.
Wenn man nicht weiss wo jemand wohnt, weiss man auch nicht ob er einen blauen oder einen roten Neutralleiter vorfinden wird. In Regionen mit möglicherweise roten Neutralleiter muss man dann auch noch wissen, wann die Elektroanlage erstellt wurde.

MfG Peter(TOO)