Michael Crichton beschreibt in seinem Buch timeline ein physikalishes Experiment. :
Stellen Sie zwei Wände auf, eine vor die andere.In der ersten Wand befinden sich zwei vertikale Schlitze. Richten Sie eine Lichtquelle darauf und auf der dahinterliegenden Wand sehen Sie eine Reihe von dunklen und hellen Streifen. Also ein Interferenzmuster. Dies läßt sich leicht durch die Wellenstruktur des Lichtes verständlich machen. Jetzt beschäftigen wir uns mit einem e i n z e l n e n Photon. Das wurde im Experiment bereits gemacht. Mit äußerst empfindlichen Detektoren misst man, wo dieses einzelnen Photonen landen. Nach ein paar Stunden erhält man das gleiche Interferenzmuster. Aber der Versuch ging ja davon aus, dass nur einzelne Photonen durch den Schlitz durchkommen. Es gibt keine anderen Photonen, mit denen sie interferieren könnten. Trotzdem das Interferenzmuster.
Was also? Da es in diesem Universum keine anderen Photonen gibt, mit denen sie interferieren könnten, müssen sie in einem anderen Universum sein. Und es muss Wechselwirkungen zwischen ihnen geben.
Frage : Ist diese Versuchsfolge real durchgeführt worden mit diesem Ergebnis?
Wenn ja :Ist die Schlussfolgerung herrschende Meinung oder gibt es auch noch andere Erklärungen?
Die Antwort auf deine Frage ist viel einfacher, als du denkst - nur unbequemer in der Konsequenz:
Licht besteht genausowenig aus Teilchen wie Wellen. Man kann schon alleine deshalb keine einzelnen Photonen durch einen Spalt schicken, weil es sie nicht gibt. Ebensowenig Licht-Wellen. Beides sind NUR MODELLPVORSTELLUNGEN die wir haben, welche bestimmte Eigenschaften und Beobachtungen gut erklären, andere aber wieder nicht. Frag aber nicht, WAS Licht nun WIRKLICH ist - das können wir (noch?) nicht beantworten.
Zu den anderen Universen: Ein Universum ist ein geschlossenes System. Wenn es KONTAKT zu einem „anderen“ Universum hat, ist das ganze per Definition ein einziges Universum. Gedanken über parallele Universen sind müßig; wenn es sie gibt, können wir NICHTS davon haben, wir können sie nicht messen, sie haben keinen Einfluß auf irgendwas in diesem Universum. Kann es irgendwie doch irgendwas in „unserem“ Universum beeinflussen, ist es kein „anderes“ Universum mehr. So what?
das Experiment ist gemacht worden und hatte auch das Ergebnis (es gibt sogar noch viel merkwürdigere Varianten).
Aber die Schlußfolgerung war nicht ein Kontakt mit anderen Universen, sondern die Quantenmechanik, in der viele Regeln gelten, die dem „gesunden Menschenverstand“ zuwider laufen - unter anderem auch die „Selbstinterferenz“.
Ja, das Experiment ist genauso gemacht worden, wie Du es geschildert hast.
Über die Interpretation gibt es aber nach wie vor verschiedene Meinungen, wovon Du auch schon zwei kennengelernt hast:
Welle und Teilchen sind beides Modellvorstellungen, die aber beide nicht zutreffen. Es gibt nur verschiedene Experimente, in denen einmal das eine und das andere Mal die andere Vorstellung besser passt.
Zur Beschreibung der Vorgänge ist die Quantenmechanik zu nehmen, diese liefert korrekte Ergebnisse und basta.
Es gab aber auch andere Interpretationen, insbesondere auch die sogenannte Viel-Welten Theorie, die Du zitiert hast. Das Problem mit dieser Theorie ist, das sie zwar auf ein so schön einfaches Experiment passt, wie dem Doppelspaltexperiment, aber wie das Ganze in der hoch komplizierten Realität aussehen soll, hat noch niemand beschrieben. Im Grunde ist das eine vage, nicht ausgegorene und unbeweisbare Theorie und damit leider nicht sehr wissenschaftlich.
Die Lehre, die man daraus ziehen kann ist, daß einem Wissenschaftler Grenzen in der Erkenntnis gesetzt sind, die er nur überwinden kann, wenn er die Wissenschaft verlässt. Aber er sollte dann zumindestens so ehrlich sein, zuzugeben, daß er dies getan hat und den Boden der Metaphysik, der Religion oder der Mystik betreten hat.
Ja, das Experiment ist genauso gemacht worden, wie Du es
geschildert hast.
Über die Interpretation gibt es aber nach wie vor verschiedene
Meinungen, wovon Du auch schon zwei kennengelernt hast:
Es war mir durchaus klar, dass es hier um die Quantentheorie geht. Diese scheint sich unserem Verständnis weitgehend zu entziehen, wird aber immer wieder in Versuchen und Rechnungen bewiesen.
Auch ich kann mir schlecht unendlich viele, teilweise nur sehr gering von dem unseren sich unterscheidende Universen vorstellen, welche durch die geringe „Distanz“ Wechselwirkungen miteinander haben sollen… Schließlich können sich die verschiedenen Universen schon aus ihrer Definition nicht berühren.
Genausowenig kann ich mir eine „Eigeninterferenz“ vorstellen. Und weshalb sollte sich eine solche, definiert durch den Spaltabstand, in gleicher Weise wie eine Welle verhalten? Der Spaltabstand beschreibt ja das sich abbildende Interferenzmuster.
Wenn schon Eigeninterferenz, dann sollte diese doch auch schon mit einem Spalt auftreten. >Kommt mir jedenfalls genau so unsinnig vor> Aber bei einem Spalt auch hier keine Interferenz.
Vielleicht wird das Teilchen ja zurückgeworfen, trifft dann auch die Lücke, mal auch die Wand, je nach Einfallsrichtung und kollidiert dort quasi mit sich selbst ( Kausalumkehr bei Quantenmechanischen Ereignissen versucht mitzudenken )
Hmm. Auch nicht gerade sehr einsichtig.
Halten wir uns denn an Richard Freymann : Niemand versteht die Quantentheorie…
von Beth (6.12.2000 00:17 Uhr, gelesen: 0 mal)
Interferenz rührt nicht von der Wechselwirkung zwischen den Photonen her.
Lösung des Problems:siehe Unschärfenrelation.
Experiment am Doppelspalt mit einem Photon. „Heisenberg wies darauf hin, daß es sich beim Nachweis dessen, durch welchen Spalt das Photon gegengen war, im wesentlichen um eine Messung des Ortes des Photons zu dsem Zeitpunkt handelt, an dem es durch die Leinwand tritt, während hingegend die Beobachtung der Interferenz der Messung eines Impulses ähnelt. Daher folgt aus dem Wellen-Teilchen-Dualismus, daß es unmöglich ist, gleichzeitig Ort und Impuls eines Quantenobjekts,…, zu messen.“
(Alastair Rae, Quantenphysik: Illusion oder Realität, Reclam, ISBN 3150096073 Buch anschauen [Buch bestellen])
Das Buch ist sehr zu empfehelen und gibt auf deine Frage eine direkte Antwort.