Weg aus Deutschland!

Ja hi!

Hmm momentan gehe ich noch zur Schule, aber ich würde gern studieren gehen (Informatik, Multimedia oder so). Ferner habe ich das Ziel auszuwandern. (So der Traum von einer grossen Karriere, zB gern in Amerika)

Hat jemand einen Ansatz wie man das geschickt unter einen Hut bekommen könnte?! Einfach in Deutschland studieren und dann auf gtu Glück bei einer amerikanischen Firma bewerben? Ein Auslandsstudium wäre wahrscheinlich hilfreich?
Das ist ja alles auch gar nicht so einfach, auch mit der Green Card und so.
Bin für jede Hilfe dankbar.

Matze

Hallo,

habe da erstmal ein paar Rückfragen, bevor ich meine subjektive Meinung zum Besten gebe…

  1. Warst du schon mal im Ausland (für längere Zeit)?

  2. Wie steht es um deine Englischkenntnisse? Hast du ggf Nachweise über deine sprachlichen Fähigkeiten (z.B. TOEFL- oder APIEL-Test)?

  3. Hast du schon genauere Infos zu „Informatik, Multimedia oder so“? Auf dem Gebiet habe ich nämlich absolut keine Ahnung…

Also: wer ins Ausland will oder einen Teil des Studiums im Ausland verbringen will, der ist meiner Ansicht nach mit einem Bachelor-Studiengang gut bedient. Ich weiß nicht, wie gut du dich da schon auskennst, daher eine kurze Erläuterung: der Bachelor ist ein in den meisten englischsprachigen Ländern gängiger Studienabschluss. Seit letztem Jahr wird er auch in Deutschland verstärkt eingeführt, die deutschen Abschlüsse (Staatsexamen, Magister), werden dafür abgeschafft. Ich studiere beispielsweise Germanistik und Anglistik als Bachelor (6 Semester Regelstudienzeit), mit einer anschließenden Masterphase (2 oder 4 Semester) in Pädagogik habe ich dann einen Abschluss, der dem ehemaligen Staatsexamen für Lehramt gleichgestellt ist. Das Studium ist sehr strukturiert und daher übersichtlich. Vorteile: man ist relativ schnell fertig, man behält den Überblick und man „sammelt auf dem Weg Punkte“ (das heißt, es gibt keine große Examens- oder Abschlussprüfung mehr, sondern man macht von Anfang an benotete Scheine, die dann nachher die Endnote ausmachen). Teilweise im Ausland zu studieren ist jetzt unproblematischer, weil alle Kurse mit „Credit Points“ bewertet werden, einem System, das mit dem amerikanischen und englischen kompatibel ist. Bewerbungen im Ausland sind nachher dann logischerweise auch einfacher.

Soviel dazu. Meine Tipps:

* informier dich, ob, wo und unter welchen Bedingungen man deine gewünschten Studienfächer studieren kann. Wenn du ganz sicher ins Ausland willst, schau gleichzeitig schon nach Partner-Universitäten oder Richtlinien zum Studieren im Ausland der jeweiligen Universität (Akademisches Auslandsamt).

* mach dir bewusst, was im Ausland leben bedeutet (das kann man nur, indem man es ausprobiert) und was deine Sprachkenntnisse so hergeben (kannst du einer Informatik-Vorlesung auf Englisch folgen?).

* wenn du sicher ein Auslandssemester machen willst, bereite dich auf den TOEFL-Test vor und informier dich, wo du ihn in deiner Nähe machen kannst. Dieser oder ein vergleichbarer (APIEL existiert als Institution nicht mehr) ist normalerweise Bedingung für die Einschreibung ausländischer Studierender an englischsprachigen Universitäten (=> im Einzelfall genau informieren oder nachfragen!).

* guck mal, ob es in deinem Gebiet bilinguale Studiengänge gibt!

Ich wünsche viel Erfolg bei der Studienwahl.

Hanna

Hi Matze,

über Studium und so weiter kann man lang reden, aber für die GreenCard gibt es auch die jährliche GreenCard-Verlosung irgendwo unter http://travel.state.gov, glaube ich. Mein Bruder hat seine GreenCard so bekommen. Allerdings muss man irgendwelche minimalen Berufsvoraussetzungen erfüllen.

Cheers, Felix

über Studium und so weiter kann man lang reden, aber für die
GreenCard gibt es auch die jährliche GreenCard-Verlosung
irgendwo unter http://travel.state.gov, glaube ich. Mein
Bruder hat seine GreenCard so bekommen. Allerdings muss man
irgendwelche minimalen Berufsvoraussetzungen erfüllen.

… aber die Chancen zu den glücklichen Gewinnern zu zählen, sind relativ gering… mein Opa hätte auch gerne eine, nimmt seit Jahren teil, bisher ohne Erfolg.

Hi,

… Hat jemand einen Ansatz wie man das geschickt unter einen Hut
bekommen könnte?! Einfach in Deutschland studieren und dann
auf gtu Glück bei einer amerikanischen Firma bewerben?

Das dürfte eher schwierig sein.

Ein
Auslandsstudium wäre wahrscheinlich hilfreich?

Klar.

Das ist ja alles auch gar nicht so einfach, auch mit der Green
Card und so.

Brauchst Du die?

Mit Deinem Berufswunsch wärest Du hier ganz gut aufgehoben:
http://www.mit.edu/
http://web.mit.edu/admissions/www/undergrad/index.html
Aber Vorsicht, die nehmen nicht jeden.

Kurz noch ein Ratschlag: Geh’ nicht an „irgendeine“ US-Uni. Was die Bildung angeht sind die USA nicht ein Land wo nur Milch und Honig fliessen, sondern ein Land der grossen Gegensätze. Der Wettberwerb um einen Platz an einer guten Uni ist deshalb hart, aber der Einsatz lohnt sich.

Eine Alternative wäre ein Informatikstudium an einer guten europäischen Uni (z.B. hier: http://www.ethz.ch/) bis zum Bachelor und dann ein Master-Abschluss an einer guten US-Uni. (Auch hier brauchst Du gute Noten/Zeugnisse, damit das klappt)

Noch etwas: Ein „Bachelor“ ist in meinen Augen kein Abschluss sondern eher als Zwischenzeugnis zu sehen (vgl. hier: http://www.google.com/u/ethwww?hl=de&ie=ISO-8859-1&d… erster Artikel), das einen Hochschulwechsel erleichtert (vom Stellenwert vergleichbar mit einem klassischen Vordiplom + ein Fortgeschrittenen-Praktikum). In klassischen Ingenieursdisziplinen würde ich deshalb zum Masterabschluss raten, ein Bachelor dürfte in konservativen Unternehmen eher als billige Arbeitskraft angesehen werden. Im Bereich Informatik/Medien könnte es anders sein. Da die Entscheidung für dich ja noch nicht drängt, kannst Du die Entscheidung BA/MA ja noch aufschieben.

Ciao
Rossi

das mit der verlosung ist in meinen augen ein witz! da verdienen wieder jede menge nichtnutzige typen geld dran.

ich kenn fälle, in denen die amerikanische firma dem deutschen arbeiter die green card besorgt hat. dauert manchmal ein wenig, aber bis dahin kommt man auch mit nem z.B. 5-jahres visum hin.
Fazit: Green Card ist unwichtig! Erst mal nen Job finden, dann kommt der rest von selbst…

good luck

The Dude

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

die Green Card Verlosung an und für sich ist gratis und seit diesem Jahr auch nur noch online möglich.

www.greencardgratis.de

hilft.

Im Moment erfüllst Du für die Teilnahme noch nicht die Bedingungen, was Schulbildung/Ausbildung angeht – kommt ja sicher noch.

Auf der Seite der US-Botschaft gibt es ebenfalls Infos zur Greencard-Verlosung.

Eine Agentur, die Geld verlangt, benötigt man im Grund nicht.

Weg Nr. 2

Studium an einer deutschen Uni/FH, die eine Partnerschaft mit einer US Uni unterhält – das haben mittlerweile viele Unis. Das befreit einen von den Studiengebühren in den USA und ein Auslandsjahr ist meist möglich. (FH Augsburg hat z.B. Kansas City)

Dann gezielt dafür sorgen, daß einem möglichst viele Scheine aus den USA anerkannt werden.

Dann gezielt eine Firma suchen, deren Hauptsitz in den USA ist (wie wär es mit Microsoft, Siebel, Oracle, SAP). Dann gezielt darauf hinarbeiten, über die Firma in die USA zu kommen. Die Firma beantragt dann auch erst das Arbeitsvisum und bezahlt den Anwalt für die Green Card Beantragung. Das ist nicht ganz billig – also kannst Du Dir vorstellen, daß man ziemlich gut sein muß, damit die Firma dich so braucht.

Das kann gehen – genau diesen Weg hat eine gute Freundin beschritten und arbeitet mittlerweile seit gut 5 Jahren in Californien. Green Card kommt bald….

Derzeit ist es schwieriger geworden, da es auch in USA der IT-Branche schlecht geht, aber nachdem es bei Dir noch ne Weile dauert, bis das Thema spruchreif ist, sollte eigentlich sich der Markt wieder erholt haben.

Du solltest jedenfalls nicht Dein Ziel aus den Augen verlieren. Ich empfehle als Studiengang technische Informatik – Wirtschaftsinformatiker sind in den USA eher nicht gefragt.

Wendy

Hallo Wendy,

sehr in formativ und gut, Dein Artikel, schade, dass er durch einen (Flüchtigkeits-?)Fehler entstellt wird:

Dann gezielt eine Firma suchen, deren Hauptsitz in den USA ist
(wie wär es mit Microsoft, Siebel, Oracle, SAP).

SAP hat seinen Hauptsitz in Walldorf, Deutschland…

SCNR

Karin

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Hi,

aber sie haben eine Niederlassung und Leute (Deutsche) in den USA…
ich weiß von mehreren…

Wendy

Hallo Wendy,

aber sie haben eine Niederlassung und Leute (Deutsche) in den
USA…
ich weiß von mehreren…

richtig, da gibt es aber mehrere dt. Firmen davon (z.B. DaimlerChryler), davon wird deine Ausgangsaussage nicht richtiger.

Tschuess Marco.

ich mein komplettes Posting durch eine falsche Aussage verdorben habe, indem ich SAP den Firmen mit Stammsitz USA zugeordnet habe, obwohl ich es doch besser weiß…

Ich frag mich zwar, was das an meinem Artikel mit einer empfohlenen und durchaus richtigen Vorgehensweise ändern soll, aber nachdem hier so großer Wert darauf gelegt wir, betone ich hier und heute, daß SAP natürlich ein urdeutsches Unternehmen ist, daß mittlerweile Erfolg in den USA hat und darum deutsche Mitarbeiter auch dort stationiert. Dies machen selbstverständlich auch andere deutsche Unternehmen, als da zu nennen wären Daimler-Chrysler (jaaaaaa - der Chrysler-Teil ist amerikanisch…), BMW, MAN, MAN-Roland.

Ich entschuldige mich auch schon im Vorfeld bei allen ungenannten Unternehmen…

Wendy

MOD: Auch hier bitte Ende!
Hallo Wendy et al,

Karin hat dein Posting doch als informativ und gut bezeichnet und dich nur auf einen „Flüchtigkeitsfehler“ aufmerksam gemacht (der Titel ist wohl ironisch gemeint).
Lassen wir es doch einfach darauf beruhen…

Gruß Alex (MOD)

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Bereitschaft zu Auslandeinsätzen
Eine beliebige international vertretene
Deutsche Firma bewerben.

Beim Bewerbungsgespräch „Bereit zu Auslandeinsätzen“
fallen lassen, und Du bist erstens schnell beliebt, und
zweitens schnell im Ausland.

Falls Du noch eine Fremdsprache sprichst
(Englisch zählt nicht als Fremdsprache),
dann bist Du fast schon in Japan. … oder Amiland,
wo auch immer.

Gruss, Marco

Hallo Matze!

(So der Traum von einer grossen
Karriere, zB gern in Amerika)

Zu den von Dir gestellten Fragen kann ich Dir keine Antwort geben, obwohl ich als Deutsche im Ausland (Österreich) lebe.

Was mich nun interessiert: warum möchtest Du so gerne in die USA? Warum nicht mit dem europäischen Ausland anfangen?

Fühl Dich nicht verpflichtet, mir zu antworten-ich bin einfach nur neugierig :wink:

Viele Grüße
Frauke
*die lieber in good old europe bleibt*