Hallo,
Also einerseits war meine Antwort, wie du selbst bestätigst,
nicht falsch - man hat definitiv bis zur Musterung Zeit. Und
sogar noch länger.
OK, stimmt, das Problem ist, dass es so klang, als ob danach jeder Zug abgefahren ist.
Zu beachten ist andererseits, dass eine nach einem gewissen
Zeitpunkt abgegebene Verweigerung auf eine eventuell vor der
Anerkennung erfolgende Einberufung keine aufschiebende Wirkung
mehr hat. Dieser Zeitpunkt war der Musterungstag, wenn ich
mich recht entsinne.
Dazu kann ich nichts sagen, jedoch ist die Musterung eigentlich in all den mir bekannten Fällen zeitlich so gewesen, dass man wenn man es nicht „verpennt“ genügend Zeit hat und einen Aufschub theoretisch nicht benötigt.
Und eine KDV nach der Einberufung bzw. im aktiven Dienst ist
wesentlich schwieriger als vorher. Man muss mit einer
mündlichen Anhörung rechnen.
Wenn man im Grundwehrdienst verweigert werden m. W. keine mündlichen Anhörungen mehr vorgenommen - wozu auch? Die mündlichen Anhörungen werden so wie es uns erklärt wurde nur noch gemacht wenn Leute denken so schnell aus einer längeren Verpflichtung/Offiziersdienst etc. herauszukommen. In diesen Fällen wird das „Gewissen“ noch einmal ordentlich überprüft.
Wenn man sicher ist, dass man verweigern will, macht doch eher
das Abwarten keinen Sinn. Es sei denn, eine Ausmusterung ist
wahrscheinlich (was ja heute auch deutlich öfter vorkommt als
zu meiner Zeit).
Das ist schon ein Punkt, wenn du ins KWEA gehst, sagst dass du Zivi machen willst wirst du maximal ausgemustert wenn du komatös angeliefert wirst, für nen Zivi ist man eigentlich immer tauglich.
So kann man hin und sich die Mühe der Verweigerung erst einmal sparen. Wenn man zum KWEA kommt und sagt dass man Zivi machen will bekommt man einen Infozettel zur Verweigerung, Form, Inhalt etc. Dann tippen, unterschreiben und ab nach Köln damit, denn damit kann auf dem KWEA niemand was anfangen, dafür ist da auch niemand zuständig, das läuft dann alles über das BAZ.
Wenn man vor oder bei der Musterung verweigert, spart man sich
die Tests, mit denen die Bundeswehr entscheidet, wie sie einen
einsetzen möchte.
Da hat bei mir auch ein Anruf genügt, in dem ich gesagt hab, dass ich verweigern werde und darum zu dem Termin nicht antreten werden. Das hat die betreffende Dame zur Kenntnis genommen und damit war das gebongt.
Grüße