Wehrmachtränge / Rommel in Nordafrika

Im Zuge der Recherche für einen Romen benötige ich Informationen darüber, wie die Truppenzusammensetzung unter Rommel in Nordafrika aussah. Sicherlich war das im ständigen Wandel, aber zumindest ein grober Überblick über die ungefähre Anzahl der vor Ort eingebundenen Offiziere:

  • Generalfeldmarschall
  • Generaloberst
  • General
  • Generalleutnant
  • Generalmajor
  • Oberst
  • Oberstleutnant
  • Major
  • Hauptmann
  • Oberleutnant
  • Leutnant

Ausserdem wäre hilfreich zu wissen, wieviele Männer jeder dieser Dienstränge üblicherweise befehligte (von - bis).

Freue mich über Antworten,

Andreas Wilhelm

Hallo Andreas,

so lässt sich die Frage nicht beantworten, weil eine Einheit oder ein Verband nicht über Dienstgrade sondern Dienststellungen geführt wird.
KpChef kann vom Lt bis zum OTL also fast jeder Offizier sein. Auf Grund der unmenschlichen Verluste an der Ostfront kam dort aber gelegentlich auch ein Fw-Dienstgrad in diese Stellung.

Der GFM ist im Grunde nur ein Ehrentitel, dem kein besonderer Großverband vorbehalten war. Durch den inflationären Gebrauch ab 1940 hatte er ohnehin etwas Glanz verloren.

Außerdem hat z.B. ein Stabsoffizier u.U. gerade mal seinen Schreibstubensoldaten „unter sich“. Der Stabschef des OKH wird kaum mehr als ein Kp an Männern direkt befehligt haben, war aber i.d.R. General oder Generaloberst.

Andreas

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Dass Stabsoffiziere keine oder erheblich weniger Männer „unter sich“ haben, als dienstranggleiche Offiziere an der Front, ist selbstverständlich.

Ich „benötige“ in meinem Fall einen Dienstrang, den jemand zu dieser Zeit dort gehabt haben könnte, der - völlig eigenverantwortlich! - einen kleinen Trupp von 6-10 Mann auf einen nicht genehmigten Sondereinsatz in die Wüste mitnimmt.
Der fragliche Dienstrang soll auch realistisch für eine 40-45-jährige Person sein.

Andreas Wilhelm

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…da käme ja eigentlich nur Hauptmann bis Major in Frage…

Für Sondereinsätze kommen die „Brandenburger“ in Frage. Bei so einem Trupp (kleinste Teileinheit) kann durchaus auch ein Feldwebel-Unteroffizier führen. Vom Alter her ist ein Hauptmann zu jung, es sei denn er war Reservist.

Ich „benötige“ in meinem Fall einen Dienstrang, den jemand zu
dieser Zeit dort gehabt haben könnte, der - völlig
eigenverantwortlich! - einen kleinen Trupp von 6-10 Mann auf
einen nicht genehmigten Sondereinsatz in die Wüste mitnimmt.
Der fragliche Dienstrang soll auch realistisch für eine
40-45-jährige Person sein.