Weiblichkeit verboten!

Genauso könnten die Österreicherinnen
sagen, in Israel würden die Frauen zu modischem Auftreten
gezwungen.

Ja, so sieht es wohl von außen aus. Von innen betrachtet ist es aber eine Befreiung. Ich kenne keine Frau, die die Verwandlung von der mitteleuropäischen grauen Maus zum attraktiven Weib, nach dem sich alle umdrehen (ich sage extra Weib, und nicht Frau) als negativ erlebt hätte. Und davon kenne ich etliche (nämlich Auswanderer in den Süden und die USA). Keine von denen könnte jemals wieder zurück in den alten „Stil“! Es ist ein Entwicklungssschritt, den man nicht mehr rückgängig machen kann.

Die Wahrheit ist wohl, dass sich die Frauen in
beiden Ländern so kleiden, wie es ihnen am besten gefällt.

Mir fällt auf, daß ich von Frauen abschätzige Blicke ernte, die auf Neid schließen lassen. Viele würden halt gerne auch so rumlaufen. Sie dürfen halt nicht, trauen sich nicht, wollen nicht den falschen Eindruck machen usw.

Und
einige legen Wert auf modisches Aussehen, andere nicht. Zudem
sind die Geschmäcker verschieden.

Nö eben nicht. Es gibt da einen ganz erheblichen Unterschied in der Kultur und Mentalität. Weibliche, körperbetonte, modische, bunte Kleidung, sowie überhaupt das Aussehen an sich, gilt im Süden als Statussymbol. Auch zb. kosmetische Eingriffe. Daß jemand diese Dinge nicht kauft bzw. tut hat nur einen Grund: Daß er kein Geld hat. Daß es jemand nicht WILL, ist fast undenkbar. Im Norden ist es genau umgekehrt: Diese Dinge sind Zeichen der Unterschicht, von Primitivität, Oberflächlichkeit, Protzerei und Unreife.

In Deutschland ganz bestimmt nicht, wer dies behauptet, muss
eine verzerrte Wahrnehmung haben. Richtig ist tatsächlich,
dass ETLICHE Frauen (übrigens junge wie ältere) keinen großen
Wert auf ihr Äusseres legen. Aber dass nur Proleten, Ausländer
und Jugendliche sich gut kleiden, kann ich auf keinen Fall
unterschreiben. Ich schätze eher auf halbe-halbe.

Ich bin das ganze Jahr über eben 100-0 gewohnt, sodaß es mir jetzt so ins Auge springt.

Woher weisst Du, dass dies an Deiner Kleidung liegt?

Als ich noch hier gewohnt habe (bis 24), bin ich nicht mehr geduzt worden, seitdem ich 14 war!

Vielleicht wirst Du ja auch wegen Deiner Zahnspange für
jugendlich gehalten?

Ich laufe nicht mit einem Grinsen durch die Straßen :X

Woher weisst Du übrigens, dass Du in
Israel nicht auch überall geduzt würdest (da es im Hebräischen
die Unterscheidung zwischen Du und Sie nicht gibt, kannst Du
das doch gar nicht überprüfen.)

Doch natürlich weiß man das. Die Ebene der Anredeformen erkennt man an den verwendeten Begriffen wie „meine Dame“. Ich werde eher selten für einen Teenager gehalten. Daß Erwachsene Zahnspangen tragen ist in Israel keine Seltenheit, besonders Keramik.

Die Mädche in der Pubertät laufen doch fast alle bauchfrei und
in enganliegenden Hüfthosen herum, denen wird bestimmt keine
unweibliche Kleidung bewusst eingetrichtert.

Doch, von den Eltern, von den Lehrern, von der Bilungselite eben. Wer als jugendlicher Schüler schon „reif“ und „erwachsen“ sein möchte und schon Studenten als Bekannte hat, der tut bei der Bauchfreimode eben nicht mit.

Übrigens könnte dieses Thema für etliche auch eine Geldfrage

Achwas. Es gibt hier überall türkische und fernöstliche Bekleidungsimporter, die modisches Zeugs zu Dumpingpreisen anbieten. (Wenn ich sie betrete, steigere ich das Durchschnittsalter von 14 auf 20.) Die altvatrischen graubraunen Säcke, die die verheiratete Dame ab 25 zu tragen hat, werden dagegen für dreistellige Eurobeträge angeboten.

Gruß
dataf0x

ALLES findet sie schrecklich

Man nennt das auch selffulfilling prophecies.

Ich finde jedenfalls gar nicht alles schrecklich, und schon gar nicht das Essen!! :wink:)) Was meinst warum ich soooo lange hier bin? Ich wollte nicht meckern, sondern bin eher traurig über diesen Zustand.

Natürlich sehe ich schlechtgekleidete Frauen, aber ich
sehe auch sehr schicke Frauen, übertrieben gekleidete
Frauen, unvorteilhaft angezogene Frauen, schlampige Frauen,
elegante Frauen…

Ja natürlich… Allaussagen sind immer falsch. Aber das ist trotzdem wahr: Derartige Kleidung wie ich sie hier auf den Straßen ständig sehe, sieht man südlich von Kroatien höchstens beim Unkrautjäten im Garten.

Gruß
dataf0x

Jetzt bist Du in deiner neuen Heimat in eine neue Haut
geschlüpft und schämst dich deiner alten Haut.

Ja wie wahr! Wenn ich alte Fotos anschaue, tut mir das Herz weh. Ich war damals eine junge Frau, schlank und schön, und hatte mich nicht getraut, Frau zu sein, weil ich es nicht durfte, wenn ich in der Welt der reifen, intelligenten und guten Menschen sozial akzeptiert werden wollte.

Aber zum Glück erweitern manche Menschen ihren Horizont und legen destruktive Verhaltensweisen ab, und entwickeln sich weiter! Jetzt bin ich immer noch reif, intelligent und gut, und darf fraulich sein! Und das ist wunderbar, ich bin dafür unendlich dankbar.

„Wer seine Vorurteile loswerden will, der sollte reisen“ - wer sagte das nochmal? Wie wahr!

Ein bisserl prüde bist Du aber immer noch:
"Überall Sexshops, Porno im Fernsehen, Beata
Uhrse, ÜBERALL Kondomautomaten in jedem Lokalklo,
„Kabinenerotik“ "

Nein Karin, da bist du ebenfalls in deinen Vorurteilen gefangen. Erotik und guter Sex haben nichts mit Käuflichkeit und einer vorgetäuschten Plastikwelt der Pornos zu tun. Je mehr pornografischer eine Welt, desto mehr Sexprobleme gibt es.

Gruß
dataf0x

1 „Gefällt mir“

Das Kleiderproblem bei den Südländern entspringt einer
allgemeinen Eitelkeit, den ich auch als protzig empfinde.

Wahrscheinlich, weil du in deinem Land bestens integriert bist! Wenn es anders wäre, wäre es doch schlimm für dich. Ich denke nämlich, daß es dazugehört, daß man sich an die Kleidergewohnheiten eben anpaßt.

Man
hat ganz anderen Bezug zur Kleidung. Es wird ähnlich wie Auto
etc. als Statussymbol gesehen.

Ja.

Du wirst zb sehr viele türkische Arbeiterfamilien finden, wo
jeder einen handy hat und nen dicken Auto fährt super
gekleidet ist. Demgegenüber würdest du dasselbe AUto fast nie
bei einer deutschen Arbeiterfamilie finden.

An sich könnten es sich beide leisten. Aber die Prioritäten
sind halt anders. Ich weiss nicht wo das Geld bei den
Deutschen hinfließt aber sie könnten es sich leisten aber
machen es nicht.

Die deutsche (? ich rate mal) Mentalität dürfte eher sein, daß man den Nachbarn, der seinen Sportwagen mal falsch geparkt hat, genüßlich der Polzei meldet und so dem Neid und unterdrückten Wünschen Ausdruck verleiht. Stimmts, oder?

Hier findest du Professoren die wie Penner rumlaufen, grün mit
ROt kombinieren…in der Türkei wahrscheinlich auch Italien
etc. wird man solche Professoren/innen nicht finden. Aber mir
sind die mit dem schlechten geschmack lieber, weil ich
verbinde es mit „Mehr Substanz“.

Ja genau so sieht man das eben.

Hast du Hochzeit? Dann gehst du lieber zum Türken/italienier
als zum deutschen Friseur. Weil selbst die besten deutschen
Friseure sind nicht in der Lage eine schöne Hochsteckfrisur
hinzukriegen, wie es ein ganz stinknormaler türkischer
Dorf-Friseur hinkriegen würde.

Ich glaubs dir :wink:

Gruß
dataf0x

Das Kleiderproblem bei den Südländern entspringt einer
allgemeinen Eitelkeit, den ich auch als protzig empfinde.

Wahrscheinlich, weil du in deinem Land bestens integriert
bist! Wenn es anders wäre, wäre es doch schlimm für dich. Ich
denke nämlich, daß es dazugehört, daß man sich an die
Kleidergewohnheiten eben anpaßt.

Nein eigentlich nicht so sehr. Bin eher ein Mittelding. So ganz aus den eigenen kulturellen Gewohnheiten kommt man nicht raus. Aber ich bewundere Menschen, die Professoren sind zb sich so einiges leisten könnten es aber lassen. Das zeugt finde ich von Selbsbewusstsein. Ich empfinde diese Menschen als freier, da sie ein von der Modernen Kleidungsindustrie, Modegurus vorgeschobenes Anziehverhalten eben nicht nachahmen.

Man
hat ganz anderen Bezug zur Kleidung. Es wird ähnlich wie Auto
etc. als Statussymbol gesehen.

Ja.

Und findest du das nicht schlimm und primitiv? Das ist doch das Problem was ich darin sehe. Dass Menschen sich schön kleiden ist völlig in Ordnung. Aber da es Statussymbolik darstellt wird es zu einer Substanzlosigkeit.

Du wirst zb sehr viele türkische Arbeiterfamilien finden, wo
jeder einen handy hat und nen dicken Auto fährt super
gekleidet ist. Demgegenüber würdest du dasselbe AUto fast nie
bei einer deutschen Arbeiterfamilie finden.

An sich könnten es sich beide leisten. Aber die Prioritäten
sind halt anders. Ich weiss nicht wo das Geld bei den
Deutschen hinfließt aber sie könnten es sich leisten aber
machen es nicht.

Die deutsche (? ich rate mal) Mentalität dürfte eher sein, daß
man den Nachbarn, der seinen Sportwagen mal falsch geparkt
hat, genüßlich der Polzei meldet und so dem Neid und
unterdrückten Wünschen Ausdruck verleiht. Stimmts, oder?

Ja ok das gibts.

Hier findest du Professoren die wie Penner rumlaufen, grün mit
ROt kombinieren…in der Türkei wahrscheinlich auch Italien
etc. wird man solche Professoren/innen nicht finden. Aber mir
sind die mit dem schlechten geschmack lieber, weil ich
verbinde es mit „Mehr Substanz“.

Ja genau so sieht man das eben.

An sich ist es das doch auch objektiv so oder nicht? Ich meine Statussymbole brauchen doch nur Leute, denen an Substanz fehlt.

Ich meine jetzt mal weg von der persönlichen Schiene. Ich meine nicht dich, bin auch nicht grad mit rot/grün Sachen unterwegs.

Allgemein. Ist der Grund dafür, dass man jetzt zb an bestimmten Stellen die Klediung frei trägt wirklich Freiheit oder suggerierte Freiheit (was dann ja keine Freiheit wäre)?

Kauft man zb bestimmte Schuhe weil man sie schön findet, oder weil der eigene Geschmack dahingetrimmt wurde durch Medien etc.

Dein Beispiel zeigt ja gerade, dass der Geschmack des Menschen sich an die Umgebnug richtet. Das wäre dann ja eben nicht Freiheit, sondern adaptation oder integration. Und wenn mans auf deutsch definiert dann wird es noch deutlicher: Anpassung.

MfG

Ich empfinde diese Menschen
als freier, da sie ein von der Modernen Kleidungsindustrie,
Modegurus vorgeschobenes Anziehverhalten eben nicht
nachahmen.

Mode macht aber Spaß. Gut aussehen macht mehr Spaß als mittelmäßig oder langweilig aussehen. Es hebt die Stimmung, fördert das Selbstbewußtsein.

Und findest du das nicht schlimm und primitiv?

Nö sondern einfach ehrlich :wink: Autos (und andere Dinge) SIND Statussymbole (sonst gäbe es dafür keine passenden Werbungen).

An sich ist es das doch auch objektiv so oder nicht? Ich meine
Statussymbole brauchen doch nur Leute, denen an Substanz
fehlt.

Ich schätze, daß es äußerst wenige Menschen gibt, die das tatsächlich auch so meinen. Nicht jeder hat dieselben Statussymbole, aber es gibt sie in jeder Kultur. In Österreich zum Beispiel ist ein akademischer Titel DAS Statussymbol. Jemand kann am Hungertuch nagen und in Lumpen herumlaufen, aber solange er Doktordoktor ist, gehört er zur Elite! In anderen Ländern ist es wieder anders.

Kauft man zb bestimmte Schuhe weil man sie schön findet, oder
weil der eigene Geschmack dahingetrimmt wurde durch Medien
etc.

Mode ist Teil der Gesellschaft. Nicht alles was Mode ist, gefällt jedem.

Dein Beispiel zeigt ja gerade, dass der Geschmack des Menschen
sich an die Umgebnug richtet. Das wäre dann ja eben nicht
Freiheit, sondern adaptation oder integration. Und wenn mans
auf deutsch definiert dann wird es noch deutlicher: Anpassung.

Ja, Anerkennung erreicht man eben dadurch, daß man nach den in der jewiligen Gruppe etablierten Werten strebt. Das ist in jedem Sozialverband so. So leben Menschen nunmal!

Gruß
dataf0x

Hi,

Ja natürlich… Allaussagen sind immer falsch. Aber das ist
trotzdem wahr: Derartige Kleidung wie ich sie hier auf den
Straßen ständig sehe, sieht man südlich von Kroatien
höchstens beim Unkrautjäten im Garten.

Wo treibst du dich auch rum? :wink:
Ich war heute in der Darmstädter Innenstadt und
habe speziell auf die weiblichen Menschen und ihre
Kleidung geachtet.
Es ist mir kein (nicht ein einziges!) unrasiertes
Bein begegnet (weil du das in ähnlichen Threads auch
schon bemängelt hast, die mangelnde Rasierfreudigkeit
der deutschsprechenden Europäerin). Ich konnte leider
keine La-ola auslösen, somit kann ich über Unterarmrasur
nicht berichten (sah aber auch nirgends lange Haare aus
der Achselbeuge hervorkriechen).
Ansonsten sah ich: definitiv mehr Hosen (in verschiedenen
Längen, aber keine Sporthosen, Hotpants oder so, sondern
knielang oder 7/8) als Röcke. Mehr Röcke als Kleider.
Farblich war grau, braun, khaki nicht vorhanden, allerdings
auch keine schreienden Farben.

Und zu den Männern: ich habe mehrere Männer (meist
junge) gesehen mit schwarzen Turnschuhen und dunklen
Socken zu kurzen (kniefreien) Hosen. Nicht so gut.
Ich habe genau einen Mann mit Sandalen und Socken
gesehen und das war - seinem Aussehen sowie der Frau
an seiner Seite nach zu urteilen - mit ziemlicher
Sicherheit ein Südländer (ich tippe Italiener).

Später war ich noch in ein paar Kleinstädten im
Odenwald unterwegs: auch hier gut gekleidete
Frauen, eher pfiffig, nicht aufgedonnert.
Was total fehlt im Bild war der vor Jahren noch
sehr beliebte Kuttenschurz oder Kittelschurz der
deutschen Hausfrau. Gibt es nicht im Straßenbild.
Mir ist auch nicht ein Teil Spandex (Radlerhosen
o.ä.) begegnet, obwohl ich extra drauf geachtet
habe. Etliches bauchfreies, ja, aber das war
alles junges Gemüse. Viele Jeansröcke in allen
Längen mit den verschiedensten Tops, eher knapp,
keine Bigshirts (die ich zum Schlafen im Winter
aber nicht verachte!).

Also: zumindest hier ist das Modebewusstsein der deutschen Frau
wesentlich besser als (anscheinend) ihr Ruf.

Gruß
Elke

3 „Gefällt mir“

Ich empfinde das was du als feminin bezeichnest als overstylt
und protzig. Und die „grauen deutschen Mäuschen“ sind mir da
viel lieber.

Jeder Frau ist es lieber von „grauen Mäuschen“ umgeben zu sein, das ist psychologisch bedingt :wink:

(Bei Männern ist es genauso, aber nicht so stark)

3 „Gefällt mir“

Ich glaube das liegt am Klima.
Was Du schreibst ist v.a. ein Problem dieser Jahreszeit, bei Männern wie bei Frauen.
Im Süden ist man Wärme gewohnt, aber in Deutschland verlieren manche ab 25° Tageshöchsttemperatur jeden Bezug zu den Errungenschaften der Zivilisation.

Da gehen dann aber auch ältere Damen schon mal bauch-, schulter- und wasweißichnoch-frei, das ist aber nicht feminin, sondern penetranter Nudismus.
Dabei sind mir Socken in richtigen Sandalen immer noch lieber als stinkende Hornkrallen in Flipflops (den Erfinder dieser Badelatschen sollte man …denkt euch was). Manche Rundung sollte doch gnädig verhüllt anstatt stolz zur Schau getragen werden.
Ich finde, genau das können Südländer/-innen besser: Entscheiden was man von seinem Körper zeigen kann und was nicht. Mir persönlich würde nie einfallen eine kurze Hose zu tragen, auch zuhause nicht, die Temperatur ist egal.
Aber soviel ich weiß sind bunte Brillen auch im Süden nicht modisch sondern affig (ebenso wie die Ganzgesichtsverglasungen, mit denen die Damenwelt zurzeit rumläuft). Lackierte Fingernägel müssen nicht unbedingt sein, weil zu 90% eine geschmacklose Farbe gewählt wird.

Dein Urteil, dass Proleten so gut gekleidet wären, kann ich nicht unterstützen, schon deshalb, weil ich einen Proleten auf der Straße je nach Geschlecht an Baggy-Pants bzw. Minirock bis zu Bananenfalte in Kombination mit Muskelshirt bzw. viel zu engem Top erkenne. Auf dem Kopf findet man dann entweder eine Tube Gel (am besten eine Sorte, deren Gestank einem auch in 10m Entfernung noch den Atem nimmt) oder kapputgefärbte Haare.

Ich empfinde das was du als feminin bezeichnest als overstylt
und protzig. Und die „grauen deutschen Mäuschen“ sind mir da
viel lieber.

Jeder Frau ist es lieber von „grauen Mäuschen“ umgeben zu
sein, das ist psychologisch bedingt :wink:

LoL.

Das meinte ich aber nicht. Ich habe eigentlich versucht, wahrscheinlich nicht deutlich genug, dass ich es bei Männern UND Frauen angenehmer finde, wenn sie mir nicht overstylt rüberkommen.

Ich habe so meine Probleme mit der geschlechtertrennung in der deutschen Sprache und bin manchmal zu faul ewig „/innen“-Endungen oder anderes hinzuzufügen. Bei uns im türkischen gibts zum Glück grammatisch diesen unterschied nicht.

(Bei Männern ist es genauso, aber nicht so stark)

Ne ne. Das gibts bei Männern in der gleichen Stärke bzw. in der gleichen Schwäche. Nur konzentriert sich dieses Konkurrenzdenken eher auf andere Gebiete, wie Geld, Auto oder berufliche Position als Äußeres.

MfG

Mode macht aber Spaß. Gut aussehen macht mehr Spaß als
mittelmäßig oder langweilig aussehen. Es hebt die Stimmung,
fördert das Selbstbewußtsein.

Ja grad darum gehts halt. Aus deiner Sichtweise heraus mag es spaßig sein. Es gibt aber leute, die sich unwohl fühlen in zu femininer Kleidung.

An sich ist es das doch auch objektiv so oder nicht? Ich meine
Statussymbole brauchen doch nur Leute, denen an Substanz
fehlt.

Ich schätze, daß es äußerst wenige Menschen gibt, die das
tatsächlich auch so meinen. Nicht jeder hat dieselben
Statussymbole, aber es gibt sie in jeder Kultur. In Österreich
zum Beispiel ist ein akademischer Titel DAS Statussymbol.
Jemand kann am Hungertuch nagen und in Lumpen herumlaufen,
aber solange er Doktordoktor ist, gehört er zur Elite! In
anderen Ländern ist es wieder anders.

Die Statussymbole sind natürlich nicht nur auf Äußeres beschränkt. Aber es ist nunmal völlig was anderes, wenn jemand einen Doktortitel hat und darauf Stolz ist als jemand, der auf seinen flachen Bauch womöglich operierte Brüste, das Dekollete, die Haarfarbe, Frisur, Kleid u.ä. stolz ist und sich darüber definiert.
Es ist qualitativ was anderes.

Die Nebenprodukte für die gesellschaft sind andere. Wenn ein Arzt mit seinem Beruf „protz“ ist es nunmal nicht schön aber nichts desto trotz darüber hinaus nicht weiter schlimm. Damit verblödet die gesellschaft nicht. Denn Statussymbolik hat es in sich, dass andere es nachahmen. Und es gibt keine Negativität, wenn Menschen akademische Berufe anstreben (auch wenn sie letzlich damit angeben wollen würden)

Erhebt man aber die Äußere Erscheinung zum Statussymbol an sich passiert es eben dass Leute Äußerlichkeiten anstreben. Das ist einfach viel zu oberflächlich. Das führt als positives Nebeneffekt höchstens dazu, dass vielleicht Schönheitsoperationen, Fittnesstudios, Kleidungsindustrie befördert werden und damit in diesen Bereichen ein wirtschaftlicher Aufschwung vorangeht. mehr aber auch nicht.

Ja, Anerkennung erreicht man eben dadurch, daß man nach den in
der jewiligen Gruppe etablierten Werten strebt. Das ist in
jedem Sozialverband so. So leben Menschen nunmal!

Sicher. Aber auch die Werte sind veränderbar und unterliegen Veränderungen. Genau das erkennst du ja auch an. Der Unterschied zwischen mir und dir besteht darin, dass ich eine „Südländisierung“ D´s oder Österreichs nicht als gut empfinden würde, sondern es als erstrebenswert sehe, dass sich die Südländer in diesem Punkt diesen Ländern anpassen. Ist halt Ansichtssache. Bin mir sicher, würde ich ein paar Jahre zuviel in der Türkei leben, würde ich so denken wie du.

Aber für dich gibts eigentlich ein Trost. Denn wenn du die Jugendlichen anschaust, haben sie ein ganz anderes Anziehverhalten. Da hat man sich schon an „südländischem Styl“ angenähert.

MfG

2 „Gefällt mir“

Es gibt aber leute, die sich unwohl fühlen in zu
femininer Kleidung.

Das legt sich, sobald man die Umgebung wechselt (Tip: Urlaub in Italien). Dann schlägt es bald um, daß man sich im Sacklook unwohl fühlt.

Die Statussymbole sind natürlich nicht nur auf Äußeres
beschränkt. Aber es ist nunmal völlig was anderes, wenn jemand
einen Doktortitel hat und darauf Stolz ist als jemand, der auf
seinen flachen Bauch womöglich operierte Brüste, das
Dekollete, die Haarfarbe, Frisur, Kleid u.ä. stolz ist und
sich darüber definiert.
Es ist qualitativ was anderes.

Das siehst DU so, andere eben nicht! Ein Papier ist nichts wert, sondern die Leistung zählt. Schönheit kostet Geld. Wer keines hat, ist notgedrungen häßlich. So die Kurzform. In den USA ist diese Denken glaube ich am deutlichsten ausgeprägt.

Wie gesagt, ich könnte es hundertmal erklären, es würde hundermal auf Ablehnung stoßen, weil es eine andere Kultur ist (die ich selbst erst kennenlernen und verstehen mußte).

Aber für dich gibts eigentlich ein Trost. Denn wenn du die
Jugendlichen anschaust, haben sie ein ganz anderes
Anziehverhalten. Da hat man sich schon an „südländischem Styl“
angenähert.

Ja, aber das hat einen anderen Hintergrund. Diese Jugendlichen laufen deswegen so rum, weil sie sich gegen die Erwachsenenkultur auflehnen wollen.

Gruß
dataf0x

Naja,

Schönheit kostet Geld. Wer
keines hat, ist notgedrungen häßlich.

ich würde mich selbst nicht eben als hässlich betiteln, obwohl ich bisher nie wirklich Geld hatte und eben keine Markenklamotten kaufen kann. Trotzdem ist es doch möglich, auf sein Äußeres zu achten. Zu Schönheit gehört außerdem mehr als die Verpackung - eine Marke täuscht nicht über mangelnde Ausstrahlung hinweg.

Bisher hab ich es jedenfalls geschafft, mich auch ohne Markenklamotten und mit wenig Geld attraktiv zu kleiden. Es gibt ja nicht nur Sack oder Marke.

Davon abgesehen kenne ich genügend Personen mit Geld, die einfach keinen Geschmack haben und wie Nachbars Lumpi rumlaufen (und sei es die Zahnarztfrau in Jogginghose und Nerz).

Ja, aber das hat einen anderen Hintergrund. Diese Jugendlichen
laufen deswegen so rum, weil sie sich gegen die
Erwachsenenkultur auflehnen wollen.

Woher weißt du das?

Gruß
Cess

Hallo,

Das legt sich, sobald man die Umgebung wechselt (Tip: Urlaub
in Italien). Dann schlägt es bald um, daß man sich im Sacklook
unwohl fühlt.

Wieso stehst du aber nicht anderen zu, die beide
Möglichkeiten (und noch ein paar Graubereiche dazwischen)
kennen und sich dennoch anders entscheiden als du?
Es ist ja schön für dich, dass du deine Befreiung
in weiblicher Kleidung etc. gefunden hast,
jemand anderes (sinas Beitrag geht in die Richtung)
empfindet das Gegenteil als eine Befreiung vom Zwang
sich stylen zu müssen.

Gruß
Elke

ich würde mich selbst nicht eben als hässlich betiteln obwohl

Sprach jemand von dir??

gibt ja nicht nur Sack oder Marke.

Es gibt sogar Sack von Marke.

Ja, aber das hat einen anderen Hintergrund. Diese Jugendlichen
laufen deswegen so rum, weil sie sich gegen die
Erwachsenenkultur auflehnen wollen.

Woher weißt du das?

Darüber schrieb schon Platon.

gruß
dataf0x

Im Süden ist man Wärme gewohnt

Nö du, wir haben Klimaananalgen. :wink:)))))) Die Hitze HIER ist unerträglich, weil man sich nirgends davon erholen kann.

Flipflops

Gehören an den Strand. Ende.

Lackierte Fingernägel müssen nicht unbedingt sein,
weil zu 90% eine geschmacklose Farbe gewählt wird.

Nun den grünen und blauen Lack habe ich zuhausegelassen. Ebenso die pinke Handtasche und himmelblaue Sandalen mit Blümchen. :smiley: Soviel Anpassung muß dann doch sein!

Dein Urteil, dass Proleten so gut gekleidet wären, kann ich
nicht unterstützen, schon deshalb, weil ich einen Proleten auf
der Straße je nach Geschlecht an Baggy-Pants bzw. Minirock bis
zu Bananenfalte in Kombination mit Muskelshirt bzw. viel zu
engem Top erkenne. Auf dem Kopf findet man dann entweder eine
Tube Gel (am besten eine Sorte, deren Gestank einem auch in
10m Entfernung noch den Atem nimmt) oder kapputgefärbte Haare.

Was ist eine Bananenfalte? Muskelshirts (meinst du tank tops?) sind jedenfalls besser als Schlabberpyjamas. Am besten finde ich aber Poloshirts bei Männern.

Gruß
dataf0x

Hi,

ich würde mich selbst nicht eben als hässlich betiteln obwohl

Sprach jemand von dir??

ja, du. Du sagtest, „Schönheit kostet Geld. Wer keines hat, ist notgedrungen häßlich.“ Damit hast du jeden angesprochen, der kein Geld hat. Ich hatte lange keins, und auch jetzt leb ich nicht auf so großem Fuß, dass ich mir Markenklamotten kaufen könnte. Also hast du alle ohne Geld und somit u.a. mich angesprochen.

Gruß
Cess

2 „Gefällt mir“

Hi,

ich würde mich selbst nicht eben als hässlich betiteln obwohl

Sprach jemand von dir??

ja, du. Du sagtest, „Schönheit kostet Geld. Wer keines hat,
ist notgedrungen häßlich.“ Damit hast du jeden angesprochen,
der kein Geld hat. Ich hatte lange keins, und auch jetzt leb
ich nicht auf so großem Fuß, dass ich mir Markenklamotten
kaufen könnte. Also hast du alle ohne Geld und somit u.a. mich
angesprochen.

Nach deiner Vika zu urteilen könntest du, glaub ich - wie sagt man so schön - auch`n Kartoofelsack anhaben und trotzdem gut aussehen.

Wirklich schöne FRauen sehen auch in schlichter Kleidung schön aus.

MfG

2 „Gefällt mir“

Es ist qualitativ was anderes.

Das siehst DU so, andere eben nicht! Ein Papier ist nichts
wert, sondern die Leistung zählt.

Was meinst du mit Leistung?
Schönheit kostet Geld. Wer

keines hat, ist notgedrungen häßlich. So die Kurzform. In den
USA ist diese Denken glaube ich am deutlichsten ausgeprägt.

Das ist aber jetzt quatsch. Kleidung, Schminke kostet vielleicht Geld. Schönheit kostet nichts. Ist gottgegeben; für die Atheisten unter uns naturgegeben*g.

Aber für dich gibts eigentlich ein Trost. Denn wenn du die
Jugendlichen anschaust, haben sie ein ganz anderes
Anziehverhalten. Da hat man sich schon an „südländischem Styl“
angenähert.

Ja, aber das hat einen anderen Hintergrund. Diese Jugendlichen
laufen deswegen so rum, weil sie sich gegen die
Erwachsenenkultur auflehnen wollen.

Naja auch die Eltern dieser Jugendlichen wollten sich bestimmt gegen ihre Eltern auflehnen und trotzdem haben sie nicht das südländische Styl gehabt.

MfG

Hallo Datafox,
also ich kann Deine Aufregung nicht verstehen. Hast Du nicht erst vor ein paar Wochen geäussert, dass eine anständige Frau nur mit einer Burkha bekleidet das Haus verlässt? Jetzt habe ich grosse Zweifel, ob ich da doch was falsch verstanden habe.
*tiefduck&weg*
Grüße
Almut
PS. In meinem Büro sind 34°C. Das erklärt so manches… *gggg*