Weiche Lippen

Hallo,

Dass Urin schon seit Menschengedenken als Heilmittel verwendet wird,
ist jedoch nicht abzustreiten.

nein, warum auch? Das sagt doch nichts. So mancher Aberglaube ist Jahrhunderte alt. Die Anwendung sagt nichts über die Wirksamkeit. Jahrhunderte lang wurden Menschen mit Aderlass zu Tode behandelt und der Aderlass galt trotzdem als Allheilmittel.

Bei vielen Hausmittelchen sind keine
wissenschaftlichen Beweise erbracht, und trotzdem gab es bei Mama
immer Hühnerbrühe bei einer Erkältung oder Kamillentee zum Augen
ausspülen.

Da lässt sich die Wirkung nachweisen. Bei ‚Eigenurin‘ vermute ich aber, daß sich da vor langer Zeit Jemand einen schlechten Scherz mit einem Mitmenschen erlaubt hat und der hat den Scherz ernst genommen, anderen Leichtgläubigen weiter erzählt …

Hausmittel mögen nicht bei jedem wirken und dennoch behaupte
ich, sie sind immerhin weniger gefährlich als chemische
Zusammensetzungen von Stoffen, die wir nicht kennen und deren
Auswirkungen wir nicht kennen.

Und ich behaupte, eine nachgemessene Dosierung und nachgewiesene Wirkung ist besser. Hausmittel können schon schädlich sein, besonders, wenn der Anwender nichts über die Inhaltsstoffe weiß. Die Wirkung anderer Hausmittel beruht ausschließlich auf dem Glauben, also dem Placeboeffekt. Wenn das funktioniert, ist nichts dagegen einzuwenden.

Ich habe Urin noch nie für Lippen benutzt und weiß daher auch nicht,
ob es wirkt. Ich benutze es manchmal bei offenen Wunden, die dadurch
(für mich nachweisbar) schneller heilen, bzw. auch der Schmerz
beruhigt wird.

Das ist sehr gut für Dich und ich will Dir das auch gar nicht ausreden. Du kennst das Sprichwort: ‚Der Glaube versetzt Berge‘? Wenn es Dir hilft, ist es gut. Wenn Jemand Kopfschmerzen mit Traubenzucker wirkungsvoll bekämpft ist es auch gut.

Ich frage mich nur, warum auf einen Vorschlag, der ein ewig bekanntes
Hausmittel propagiert, gleich so angewidert reagiert werden muss, und
ich frage mich immer noch, warum der Mensch der Pharmaindustrie so
blind Glauben schenkt,

Weil die Prüfungen inzwischen sehr streng sind. Die Pharmaindustrie wird überwacht, die Hausmittel nicht.

doch sich gleichzeitig vor einem körpereigenen Stoff ekelt.

Das ist ein natürlicher Reflex. In Anbetracht der Tatsache, daß der Körper über diese Ausscheidungen Gifte, Abfälle, Bakterien und Viren entsorgt, ist der Reflex auch verständlich und sinnvoll.

Ich finde sowieso, dass wir unsere Vorstellungen von
„was ist eklig und was nicht“ überdenken sollten, da sie eh anerzogen
sind

Nur zum Teil. Wenn das nur anerzogen wäre, gäbe es das bei wild lebenden Tieren nicht, gibt es aber.

und außerdem epochalen Schwankungen unterliegen. Dass man sich
vor Kacke ekelt, ist aufgrund des Geruchs nachvollziehbar. Urin
riecht jedoch nur dann, wenn man seltsame Sachen gegessen hat.

Und: nein, ich bin kein Gegner der Schulmedizin. Ich nehme auch
normale Medikamente und gehe zum „normalen“ Arzt. Ich bin allerdings
der Überzeugung, dass man manchmal auch auf Medikamente verzichten
kann,

Da stimme ich zu, ich nehme fast nie Medikamente. Ein Schnupfen geht auch von allein wieder weg. Eine Hautabschürfung heilt auch allein, da braucht es die angebotenen Medikamente nicht.

und dass die Schulmedizin und die Homöopathie endlich mal Hand
in Hand gehen sollten.

Ich nicht, aber das passt nun wirklich nicht mehr in dieses Brett. :smile:

Gruß, Rainer

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Hi Mareike,

wenn ich mal Quark im Haus habe, vermische ich einen kleinen Klecks davon mit einem kleinen Klecks Honig. Das schmiere ich mir dann sehr fett auf die Lippen, lasse es ca. 10 - 15 Minuten einwirken. Und zum Schluss schlecke ich es genüsslich ab.

Die Lippen sind danach samtweich und zart.

Wenn du sehr spröde und aufgerissene Lippen hast, mach das für eine Woche lang einmal täglich. Wird dann schon wieder! :smile:

Guten Appetit,

Luzie

Hallo Mareike,

wenn Du nicht so auf Eigen-Pipi stehst: Honig (über Nacht aufgetragen und möglichst nicht abgeschleckt) hilft prima. Alternativ: Vaseline oder Melkfett. Und vieeeeel (wenn die Heizung läuft: mindestens 2 - 2,5 l pro Tag) Trinken nicht vergessen, weil ‚Lippenschmiere‘ zwar vorübergehend den Wasserverlust durch Ausdünstung blockt, aber nicht von Innen ersetzt.

Grüße
Renee

Hallo Mareike,

nach meiner langjährigen Erfahrung: das Problem liegt schlicht darin, dass ich an meinen Lippen lecke, kaue, knabbere, fummele etc. Wenn ich das lasse (und ggf. 1-2 mal täglich - nicht häufiger) einen hochwertigen Pflegestift verwende, löst es sich in Luft auf.

Das zu erreichen ist allerdings nicht ganz einfach, insbesondere, wenn die Lippen durch Trockenheit und Sprödigkeit zum Fehlverhalten einladen. In solchen Fällen hilft mir dann Lippenstift - möglichst intensiv-farbig - der mich zuverlässiger als Willenskraft alleine vom Fummeln abhält. Obwohl die eigentliche Wirkung eher austrocknend sein kann, ist selbst die Bilanz von den extra-langhaftenden, super-austrocknenden Lippenstiften für mich unter dem Strich positiv.

Gruß
Ramona

Hi nochmal,

ich hab keine Lust, über Theorien rumzustreiten, aber ich hab auch
keine Lust, mich als leichtgläubig bezeichnen zu lassen. An
wikipedia-Artikel und an Schulmedizin ohne Skepsis zu glauben, finde
ich tausendmal leichtgläubiger.

Du kennst das Sprichwort: ‚Der Glaube versetzt
Berge‘? Wenn es Dir hilft, ist es gut. Wenn Jemand
Kopfschmerzen mit Traubenzucker wirkungsvoll bekämpft ist es
auch gut.

Ich habe Urin für ein Hautproblem ausprobiert, nachdem es mir
empfohlen wurde, und dabei hat es nicht geholfen. Bei der Anwendung
habe ich aber eben den effekt entdeckt, dass offene Wunden viel
schneller heilen. Man kann gerade in diesem Fall wohl nicht wirklich
von Placebo-Effekt sprechen.

Gruß,
Judith

Ich habe Urin für ein Hautproblem ausprobiert, nachdem es mir empfohlen :wurde, und dabei hat es nicht geholfen. Bei der Anwendung
habe ich aber eben den effekt entdeckt, dass offene Wunden viel
schneller heilen. Man kann gerade in diesem Fall wohl nicht
wirklich von Placebo-Effekt sprechen.

Soetwas kann aber auch ganz individuell sein. Wie ich bereits erwähnte, ich muss durch meine chronische Blasenentzündung jedes Jahr von Oktober bis März Medikamente nehmen die meinen Urin übersäuern. Für mich käme die Eigenurintherapie nie in Frage, auch wenn ich es versuchen wollte. Das selbe Problem stelle ich mir bei Diabetikern vor, oder Leute die ofte Medikamente einnehmen, oder Antibiotikum … oder was weiss ich noch. Das mit dem Eigenurin sollte man vorher doch noch einmal sehr gut durchdenken, einfach mal so ausprobieren kann ganz schön in die Hose gehen :smile:
(ich wusste jetzt wirklich keinen anderen Ausdruck dafür, lol)

Hallo,

ich hab keine Lust, über Theorien rumzustreiten,

nein, streiten wollte ich mich auch nicht.

aber ich hab auch keine Lust, mich als leichtgläubig bezeichnen
zu lassen.

Ich habe ja auch gar nicht von Dir gesprochen. Ich habe nur eine Vermutung geäußert, was ich mir vorstelle, wie das vor Jahrhunderten mal angefangen haben könnte.

Gruß, Rainer

wenn ich mal Quark im Haus habe, vermische ich einen kleinen
Klecks davon mit einem kleinen Klecks Honig.

was genau für quark? ganz normalen? und was für honig? den durchsichtigen? ist es egal, was man für welchen nimmt?
danke für den tipp

gruß.
mareike

wenn ich mal Quark im Haus habe, vermische ich einen kleinen
Klecks davon mit einem kleinen Klecks Honig.

Hi Mareike,

egal, ob du halbfetten oder vollfetten Quark (von mir aus auch Früchtequark!) nimmst, oder welchen Honig: Der Mix zwischen beiden macht’s! :wink:

Und schleck die Leckerei nicht ganz so schnell wieder ab! *grins*

Viel Erfolg,

Luzie

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Eigenurin: frag mal die Kriegsgeneration
Hallo zusammen!

Wer sich mit Menschen unterhalten hat, die den 2. Weltkrieg überlebt haben, wird sich wundern.
Nicht nur Soldaten haben über ihre Wunden gepinkelt, sondern auch die Menschen auf den Flüchtlingstrecks hatten nichts anderes als ihren Urin.

Dass Erfolge durch Eigenurin-Therapie nicht nachgewiesen wurden möchte ich daher so nicht stehen lassen.
In Carmen Thomas´ Büchern über die Eigenurin-Anwendung finden sich dazu diverse (m.E. seriöse)Aussagen.

Ich möchte hier niemand auf Biegen und Brechen davon überzeugen es selbst auszuprobieren, und ob ich nun mein Pipi trinken würde…? Wenn ich alles andere probiert hätte? Versuch macht kluch.

Aber äußerlich angewendet ist es genial!

Man hat es immer dabei, es kostet nix, hat keine Nebenwirkungen und hilft tatsächlich insbesondere bei Hautproblemen!
Die vom Hautarzt verordneten Salben, z.B. bei Störungen des Säureschutzmantels der Haut, enthalten auch Harnstoff (=Urea), wird aber mit weiteren Trägerstoffen versetzt, die ich z.B. nicht gut vertrage.
Wer für die Ureasalben aus der Apotheke nun den Harn spendiert hat weiß ich nicht, aber mein eigener wäre mir um Längen lieber!

Angelika

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Hallo Mareike,
bei ein bisschen Selbstbeherrschung abends beim Fernsehen richtig dick Honig (den durchsichtigen) draufschmieren und einziehen lassen.
Grüße
Almut