Weide

Hallo WWW-ler,
habe vor ca. 4 Jahren in eine Blühhecke u. a. Weiden mitgeplanzt. Die Weiden wurden damals in völliger Naivität von mir ca. 50 cm von einem Zaunfundament gesetzt, da die Pflanzen (selbst gezogen) doch noch recht mickrig waren.
Nun haben sich diese Weiden aber trotz jährlich kräftigen Rückschnitt ziemlich stark entwickelt, und ich werde das Gefühl nicht los, das das für das Fundament des Gartenzaunes (Beton) auf Dauer gar nicht gut ist.

Also stehe ich vor der Frage: Weiterhin jährlich radikal runterschneiden/-sägen oder diese Weiden gänzlich roden?

Kann mir jemand einen guten Tipp geben?

Fragende Grüsse von BM

Hallo BM.
Dein Problem kenne ich nur zu gut, da ich selbst alles ziehe und dann…
Wenn es sich um Korkenzieher-Weiden handelt, dürfte es vom Wurzelballen her keine Probleme mit dem Fundament geben, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Bei Weiden, die normalerweise zum Baum werden, ist Deine Sorge berechtigt.
Ich rate Dir also, diejenigen Weiden, die Anlass zur Sorge geben, völlig auszugraben,d.h. mit Wurzeln !!! Wenn Du dabei Wurzeln der anderen Planzen etwas beschädigst, ist das nicht schlimm.
Vielleicht setzt Du die Weiden an einen anderen Platz.
Übrigens, Deine Naivität ist mir auch zu eigen, weswegen ich dann auch immer wieder vor ähnlichen Problemen stehe. Naiv sein ist doch eine liebenswerte Eigenschaft, oder nicht?
Ich schau mal wieder rein, vielleicht hab’ ich Dir geholfen bei Deiner Entscheidung.
Viele Grüsse Uli

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Hallo bommelmops,
wenn Du eine gewöhnliche Silberweide, Salix alba, gepflanzt hast, dann kannst Du damit rechnen, dass sie, lt. Wikipedia, bis 35 m hoch wird und Dir damit recht viel Arbeit macht, wenn Du sie nicht bald eliminierst.
Ich habe mal drei Stecklinge von der Korkenzieherweide in den Hof gepflanzt, die laut Wikipedia bis 8 m hoch wird - aber die Hälfte davon hat sie innerhalb von ca. fünf Jahren erreicht, sodass eine Firma kommen und sie abholzen musste, weil die inzwischen mehr als armdicken Stämme gegen eine Begrenzungsmauer drückten… :frowning:
Also reiß Deine Weiden lieber gleich raus, wenn Mauerwerk etc. in der Nähe ist, und verlege Deine Pflanzaktivitäten auf relativ harmlose, weil kleiner bleibende Gewächse wie Faulbaum etc., die auch von Schmetterlingslarven gebraucht werden. Hab grad eine schöne Seite entdeckt: http://www.derkleinegarten.de/
Grüne Grüße, Susanne

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Danke für die schnelle Antworten.
Genau das habe ich befürchtet, nur mein Holder wollte mir partout nicht glauben.
Also werde ich demnächst (wenn es mal nicht regnet) zur großen Rodungsaktion ansetzen. Ich FREUE mich jetzt schon.
Schönen verregneten Sonntag wünscht BM

Hallo Bommelmops,

Kann mir jemand einen guten Tipp geben?

ich erzähl nur mal, was ich gemacht habe.
Der Vorbesitzer meines Hauses (bzw. dessen Frau) hat an der Wand eines Stalles und als Grenzbepflanzung im Garten mehrere Weiden gepflanzt. Korkenzieher und ‚normale‘.

Die Weiden an der Stallwand habe ich vor fünf Jahren gerodet, weil sie langsam aber sicher der Wand zusetzten. Da war die Weide gute zehn Jahre alt.
Die Grenzbepflanzung hab ich mittlerweile auch zum größten Teil gerodet, weil die Bäume arg groß, dabei aber auch immer bruchgefährdeter wurden. Eine dieser Weiden (Korkenzieher) starb in einem Winter komlett ab und nur durch die Aufmerksamkeit eines Freundes wurde das frühzeitig bemerkt. Beim nächsten Sturm hätte die Baumleiche sonst den Zaun zerdeppert.

In den nächsten Tagen fällt die letzte dieser Weiden.

Gandalf

Hallo Gandalf,
danke für Deine Hinweise. Die Korkenzieherweiden haben beide noch Schonzeit. Aber die normalen Weiden (vermutlich Salweide) werde ich roden.

Das ganze war ja als bunte Blühhecke konzipiert, die auch den Vögeln und Insekten Nahrung und Unterschlupf bietet. Aber die Weide ist (das hätte ich bei den mickrigen Steckhölzern niemals vermutet) extrem raumgreifend. Und da die restlichen Heckenpflanzen mittlerweile für Sichtschutz Richtung des benachbarten Pfades sorgen, ist das auch nicht weiter schlimm.

Allein die bildliche Erfahrung, was aus einen bleistiftdünnen Stöckchen werden kann, war es wert.

Und der Rest (das Roden) verbuche ich einfach als Fitnessübung.
Einen schönen Sonntag wünscht noch BM

roden und aufpassen…
Hallo mops.
Nicht nur roden, sondern ein Auge drauf haben, dass nichts wieder rauskommt. Die sind nämlich sehr hartnäckig und machen aus nichts einen neuen Baum.
Weg damit vom Fundament.

Viel Spaß beim Buddeln
dwW

Hallo dwW,
danke für den Hinweis. Aber unter VIEL SPASS verstehe ich etwas anderes.
Trotz allem: Das Pech ist selbstverschuldet und muß nun behoben werden.
Kannst Du beim Wettergott mal ein gutes Wort einlegen? Im Regen buddeln ist nämlich kein Vergnügen. BM

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