Weidmüller Installationsklemmen

Hallo!

Die Weidmüller (auch die von Phönix) Installationsklemmen verbinden die PE Leiter der einzelnen Schaltkreise mit der Hutschiene auf der sie sitzen. Wie werden die einzelnen Hutschienen mit dem PE verbunden? Ist es zulässig einfach eine 4 mm^2 Flexleitung an zwischen Hutschiene und PE Schiene (die aber mit 10 mm^2 von außen angefahren wird) zu legen? (Immerhin ist ja der PE mit dem gleichen, bzw. größeren, Querschnitt wie die einzelnen Schaltkreise weitergeführt)

Oder muss die Hutschiene mit einer 16 mm^2 Erdungsklemme verbunden und dann mit mindestens 10 mm^2 an die PE Schiene??

Danke im Voraus!

Hallo,

Die Weidmüller (auch die von Phönix) Installationsklemmen
verbinden die PE Leiter der einzelnen Schaltkreise mit der
Hutschiene auf der sie sitzen. Wie werden die einzelnen
Hutschienen mit dem PE verbunden?

Das ist ein Thema wo die Meinungen auseinander gehen :s
Ich gehe mal davon aus der du von einer Unterverteilung sprichst oder einen Schaltschrank? Sollte zweiteres sein, waere interessant zu wissen, von welchen Hersteller, denn …

Jeder Hersteller prüft seine Schränke und ich daechte mich zu erinnern das Rital sagt das die Hutschienen einen Strom von bis zu 100A leiten können. Das heisst , sobald der Strom grösser wie 100A werden kann , muss zusaetzlich eine Leitung gelegt werden :wink:

Ist es zulässig einfach eine
4 mm^2 Flexleitung an zwischen Hutschiene und PE Schiene (die
aber mit 10 mm^2 von außen angefahren wird) zu legen?

Wieviele Klemmen sitzen denn auf der Sammelschiene. Bzw. wie viele Stromkreise haengen denn daran? Erechne dir daraus der max. fliesende Strom und lege daraufhin die Leitung aus.

(Immerhin ist ja der PE mit dem gleichen, bzw. größeren,
Querschnitt wie die einzelnen Schaltkreise weitergeführt)

Oder muss die Hutschiene mit einer 16 mm^2 Erdungsklemme
verbunden und dann mit mindestens 10 mm^2 an die PE Schiene??

Nein

Danke im Voraus!

MfG Alex

Hallo,

Die Weidmüller (auch die von Phönix) Installationsklemmen
verbinden die PE Leiter der einzelnen Schaltkreise mit der
Hutschiene auf der sie sitzen. Wie werden die einzelnen
Hutschienen mit dem PE verbunden?

Das ist ein Thema wo die Meinungen auseinander gehen :s
Ich gehe mal davon aus der du von einer Unterverteilung
sprichst oder einen Schaltschrank? Sollte zweiteres sein,
waere interessant zu wissen, von welchen Hersteller, denn …

Es handelt sich um die typischen Hauptverteiler in Wohnhäusern. Rittal, hauptsächlich.

Jeder Hersteller prüft seine Schränke und ich daechte mich zu
erinnern das Rital sagt das die Hutschienen einen Strom von
bis zu 100A leiten können. Das heisst , sobald der Strom
grösser wie 100A werden kann , muss zusaetzlich eine Leitung
gelegt werden :wink:

Wenn ich nun 10 Klemmen auf eine Schiene setze, und jede Klemme mit B16 abgesichert ist, könnte doch im schlimmsten Falle ein Strom von 160 (sogar eigentlich mal Faktor 5…) fließen. Kann man also davon ausgehen, dass immer nur ein Schaltkreis zu einer Zeit einen Erdschluss haben könnte? Ansonsten müsste man doch schon bei 6 Klemmen ein wesentlich dickeres Kabel benutzen (wenn man mal die Vorabsicherungen außer Betracht lässt)

Ist es zulässig einfach eine
4 mm^2 Flexleitung an zwischen Hutschiene und PE Schiene (die
aber mit 10 mm^2 von außen angefahren wird) zu legen?

Wieviele Klemmen sitzen denn auf der Sammelschiene. Bzw. wie
viele Stromkreise haengen denn daran? Erechne dir daraus der
max. fliesende Strom und lege daraufhin die Leitung aus.

Angenommen es sind 15 Klemmen, und der Strom wird nur durch die Vorsicherung mit 40A begrenzt. Ist nun ein 10 mm^2 Kabel erforderlich, oder darf’s auch dünner sein?

(Immerhin ist ja der PE mit dem gleichen, bzw. größeren,
Querschnitt wie die einzelnen Schaltkreise weitergeführt)

Oder muss die Hutschiene mit einer 16 mm^2 Erdungsklemme
verbunden und dann mit mindestens 10 mm^2 an die PE Schiene??

Nein

Hallo Namenloser

Wenn ich nun 10 Klemmen auf eine Schiene setze, und jede Klemme mit B16 abgesichert ist, könnte doch im schlimmsten Falle ein Strom von 160 (sogar eigentlich mal Faktor 5…) fließen.

Nein

Kann man also davon ausgehen, dass immer nur ein Schaltkreis zu einer Zeit einen Erdschluss haben könnte? Ansonsten müsste man doch schon bei 6 Klemmen ein wesentlich dickeres Kabel benutzen (wenn man mal die Vorabsicherungen außer Betracht lässt)

Der maximale Erdschlussstrom wird aber genau von dieser Vorsicherung bestimmt. Oder anders ausgedrückt: Es macht keinen Sinn, einen Querschnitt aus formalen Gründen größer zu dimensionieren als den entsprechenden Querschnitt in der zuführenden (einspeisenden) Leitung.

Gruß merimies

Die Weidmüller (auch die von Phönix) Installationsklemmen
verbinden die PE Leiter der einzelnen Schaltkreise mit der
Hutschiene auf der sie sitzen. Wie werden die einzelnen
Hutschienen mit dem PE verbunden?

Zunächst mal: Der Tragrahmen der Hutschienen zählt nicht als sichere Verbindung. Jede Hutschiene muss also mit einer Klemme sicher auf PE gelegt werden.
In der Praxis nimmt man den selben Querschnitt wie die Einspeisung und verbindet die PE Klemmen der Schienen damit.
Hat man mehrere Schienen, dann kann man auch von Reihenklemme zu Reihenklemme gehen, um dann nur noch von einer Reihenklemme zum ankommenden PE zu gehen.
Das sollte man nur machen, wenn man wirklich viele Hutschienen zu versorgen hat, da sonst doch recht viele Klemmstellen = Fehlerquellen dazwischen liegen.

Ist es zulässig einfach eine
4 mm^2 Flexleitung an zwischen Hutschiene und PE Schiene (die
aber mit 10 mm^2 von außen angefahren wird) zu legen?

Der PE muss den Querschnitt der größten abgehenden Leitung haben, aber ICH würde den Querschnitt nicht reduzieren.
(Hintergrund: Ein PE darf mehreren Stromkreisen zugeordnet sein, wenn er diese Anforderung erfüllt).
10mm² flexibel ist ja nun kein Problem.

Hallo XStrom,

Zunächst mal: Der Tragrahmen der Hutschienen zählt nicht als
sichere Verbindung. Jede Hutschiene muss also mit einer Klemme
sicher auf PE gelegt werden.

In Zeiten wo ich noch im Schaltschrankbau gewesen bin, sagte man mir und wurde auch so installiert und abgenommen, das je nach Hersteller
Der Tag Rahmen, sprich die Hutschienen etc. für einen gewissen Strom ausgelegt sind. Bei Rital waren es glaube 100A. Hat man diese Grenze nicht erreicht, so brauchte man nur den Schutzleiter auf einer Hutschiene auflegen und nichts weiter :wink:

Kritsch wurde es wenn man ueber Anlagen > 100A spricht. Da musste man etwas anders vorgehen.

In der Praxis nimmt man den selben Querschnitt wie die
Einspeisung und verbindet die PE Klemmen der Schienen damit.

Bei einer Anlage mit einen Nennstrom von 400A , möchte ich dann mal sehen, wie du jede Schiene die mind. 1 Schutzleiterklemme beinhaltet verbindest :s

Hat man mehrere Schienen, dann kann man auch von Reihenklemme
zu Reihenklemme gehen, um dann nur noch von einer Reihenklemme
zum ankommenden PE zu gehen.

Das sollte man eigentlich nicht machen! Denn was passiert wenn es an der ersten Klemme schmort, nicht richtig Kontakt gibt, der Draht weggerissen ist etc. Was du aber machen kannst, ist ein Ring bauen.

Das sollte man nur machen, wenn man wirklich viele Hutschienen
zu versorgen hat, da sonst doch recht viele Klemmstellen =
Fehlerquellen dazwischen liegen.

Auch dann nicht. Dann bietet sich eher ein Ring an

Der PE muss den Querschnitt der größten abgehenden Leitung
haben, aber ICH würde den Querschnitt nicht reduzieren.
(Hintergrund: Ein PE darf mehreren Stromkreisen zugeordnet
sein, wenn er diese Anforderung erfüllt).
10mm² flexibel ist ja nun kein Problem.

Das stimmt schon. Aber bei Anlagen wo man halt mit einem 95mm² reinkommt, ist es schon eine ziemlich Sau Arbeit dort nen 95mm² lang zu legen :wink:

Man sagt auch das , ich glaube ab 35mm² der Schutzleiter nur noch 0,5 * Aussenleiter sein muss.

MfG Alex

Moin,

… Wie werden die einzelnen
Hutschienen mit dem PE verbunden?

Zunächst mal: Der Tragrahmen der Hutschienen zählt nicht als
sichere Verbindung. …

@maschbauer schrieb Datum: 5.8.2010 02:10 Uhr:
im Re^2: … typischen Hauptverteiler in Wohnhäusern. Rittal, hauptsächlich.

Dazu lies mal dies:
Stromtragfähigkeit von System-Montageteilen
http://www.rittal.de/downloads/TechInfo/Schutzleiter…

In der Verpackungseinheit der
Schaltschränke liegt in der
Regel Erdungsmaterial (Schrauben,
Muttern, Scheiben) bei. Die
Montageanleitung gibt Empfehlungen
zur Montage des Schutzleiteranschlusses.

[Quelle S.1172 Rittal Handbuch 32: http://www4.rittal.de/PDF/Download_PDF.asp?PageAdd=0… ]

In der Praxis nimmt man den selben Querschnitt wie die
Einspeisung und verbindet die PE Klemmen der (Hut-/Tragschiene)Schienen damit. ?(edit_W.)

Das hab ich in über 35 Jahren Praxis noch nie gesehen
und wird auch „so“, nicht gefordert.
Im übrigen sehe ich das auch so, wie @Anno74 schon dazu schreibt.

Wenn andere Schaltschranksysteme genutzt werden,
sollte man auf „Kontaktscheiben“ oder „Fächerscheiben“,
beim Befestigen der Tragschienen achten.

mfg
W.

Moin,

… Wie werden die einzelnen
Hutschienen mit dem PE verbunden?

Zunächst mal: Der Tragrahmen der Hutschienen zählt nicht als
sichere Verbindung.

Tja.
Ich weiß nur, dass ich mal einen Schaltschrank mit auf Tragrahmen aufgeschraubten Hutschienen installiert habe, bei dem nur eine der Hutschienen mit dem ankommenden PE kontaktiert wurde.
Das hat mir bei der Abnahme durch den TÜV (war vom Bauherren so gefordert) Minuspunkte bescheert. Der hat damals - ich hab das nicht mehr schriftlich - etwa so argumentiert, dass die Verbindungsschrauben von Hutschiene und Tragrahmen nicht als elektrische Verbindungspunkte anzusehen seien sondern nur als mechanische Befestigung, die man lösen kann (kann man mit PE Klemmen aber auch!) und die sich u.U. von alleine, da nicht auf elektrische Sicherheit hin geprüft/konstruiert, lockern könnten.
Ich habe das mal einfach so hingenommen, da das mit 3 PE Klemmen und nem Meter Leitung zu ändern war.

In der Praxis nimmt man den selben Querschnitt wie die
Einspeisung und verbindet die PE Klemmen der (Hut-/Tragschiene)Schienen damit. ?(edit_W.)

Das hab ich in über 35 Jahren Praxis noch nie gesehen
und wird auch „so“, nicht gefordert.

Ich aber - bei vorgefertigten Schaltschränken, zuletzt einer von ABB.
Beim letzten ankommend 35mm² auf der Hutschiene 1, von dort weiter zu 2 und zu 3 weiter mit 35mm²,

Schaden wird es auf jeden Fall nicht.

Wenn andere Schaltschranksysteme genutzt werden,
sollte man auf „Kontaktscheiben“ oder „Fächerscheiben“,
beim Befestigen der Tragschienen achten.

Wahrscheinlich war das bei den Systemen, die ich hatte, nicht so.
Nein, ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass die Hutschienen einfach nur mit Schrauben ohne weitere Kontaktierungsverbesserer am Tragrahmen dran waren.

Moin,

und wird auch „so“, nicht gefordert. (*)

Beim letzten ankommend 35mm² auf der Hutschiene 1, von dort
weiter zu 2 und zu 3 weiter mit 35mm²,

OT:

    • Erfüllt dann aber auch nicht EMV-gerechten Schaltschrankbau.
    • Waren die Einspeisungs-Außenleiter => 70mm², oder warum PE =35mm² ?

Schaden wird es auf jeden Fall nicht.

Stimmt, dann aber auch gleich richtig, EMV-gerecht.
(*)

Die fachgerechte Ausführung der Erdung von Tragschienen besteht darin,
die PE-Klemmen auf den Tragschienen zu installieren 
<u>und diese miteinander und mit der Haupterdungsklemme/-Schiene zu verbinden</u>.

Entsprechend der Forderung aus VDE 0198:2008-02 Abschnitt 5.3.2 ist die
als Schutzleiter verwendete Hutprofilschiene als Schutzleiter zu kennzeichnen.

Deshalb ->

sollte man auf „Kontaktscheiben“ oder „Fächerscheiben“,
beim Befestigen der Tragschienen achten.

… Hutschienen einfach nur mit Schrauben
ohne weitere Kontaktierungsverbesserer am Tragrahmen dran waren.

In dem es z.B. im Pflichtheft, bei der Planung berücksichigt wird,
oder man sieht gleich die Schränke von Rittal vor. :wink:

mfg
W.

Beim letzten ankommend 35mm² auf der Hutschiene 1, von dort
weiter zu 2 und zu 3 weiter mit 35mm²,

OT:

Ich finde, das ist voll on-topic!

    • Erfüllt dann aber auch nicht EMV-gerechten
      Schaltschrankbau.
    • Waren die Einspeisungs-Außenleiter => 70mm², oder warum
      PE =35mm² ?

Einspeisung NYCWY 4*70/35, jawoll.

Schaden wird es auf jeden Fall nicht.

Stimmt, dann aber auch gleich richtig, EMV-gerecht.
(*)

Die fachgerechte Ausführung der Erdung von
Tragschienen besteht darin,
die PE-Klemmen auf den Tragschienen zu installieren
und diese miteinander und mit der
Haupterdungsklemme/-Schiene zu verbinden.

Sind mit Tragschienen das Tragegerüst gemeint oder die Hutschienen?
Wohl eher die Hutschienen, dann verstehe ich den Unterschied zu unseren Schränken nicht. Da wurden ja die die Hutschienen untereinander und von der ersten Hutschiene mit der Einspeisungsklemme verbunden. Oder wollen die:

  1. Verbindung der Hutschienen untereinander
    und
  2. JE eine Verbindung von jeder Hutschiene zur Einspeisung?

Diese Schaltschränke beeinhalteten keine aktiven Störquellen, nur zig Abgangssicherungen, dazu ein paar Schütze für Licht.

hi,

was mir an dem ganzen Thread die ganze Zeit fehlt:

Was war das gleich wieder für eine seltsame Vorschrift, wo die PE-Hutschiene nur ISOLIERT aufs Traggerüst montiert werden darf?

Kenn das leider nur mündlich überliefert, daß es vom TÜV sonst nicht abgenommen wird

Moin,
Findest Du hier.
http://www.elektrofachkraft.de/fachwissen/fachartike…

mfg
W.

…und wären dann damit nicht auch alle anderen Fragen in dem Thread beantwortet?