woher kommt der Brauch an Heiligabend Wuerstel mit Kartoffelsalat zu essen. Da ich aus Bayern komme, dachte ich der Brauch waere bairisch. Jetzt hoerte ich aber, dass es dieses Heiligabendessen auch in Ostdeutschland gibt.
Helft mir bitte auf die Spruenge.
es ist eher ein Berliner ‚Brauch‘… Hintergrund ist die Tatsache, daß man am Heiligabend schon genug zu tun bzw. noch vorzubereiten hat, also muß eben was schnelles und unkompliziertes auf den Tisch. Am ersten Feiertag wird dann der Völlerei gefrönt.
ja, so habe ich das auch schon öfter gehört; Kartoffelsalat, weils unkompliziert und schnell geht… Ähm, nur frage ich mich immer wieder was daran schnell gehen soll, zumindest bei mehr als 3 Persönchen, was ja zu Heiligabend meisst der Fall ist, muß man ewig viel Kartoffeln abpellen, schneiden, Gurken schneiden, Eier pellen & schneiden, Zwiebeln & Speck schneiden usw (und/oder was man sonst so in den K-salat tut)
Eine Gans/Ente brauche ich z.b nur füllen und in den Ofen schieben, dazu dann noch’n bisschen TK-Gemüse (Rotkohl oder was auch immer, jedenfalls machts mir keine Arbeit) und Kartoffeln oder Knödel (kaufen die meissten ja auch schon fast fertig…)
Naja, ich denke jedenfalls das beides etwa in der gleichen Zeit fertig ist… Aber wir haben auch schon oft Kartoffelsalat gemacht, weil er so lecker ist
lg
Claudia
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ja, so habe ich das auch schon öfter gehört; Kartoffelsalat,
weils unkompliziert und schnell geht… Ähm, nur frage ich
mich immer wieder was daran schnell gehen soll, zumindest bei
mehr als 3 Persönchen, was ja zu Heiligabend meisst der Fall
ist, muß man ewig viel Kartoffeln abpellen, schneiden, Gurken
schneiden, Eier pellen & schneiden, Zwiebeln & Speck schneiden
usw (und/oder was man sonst so in den K-salat tut)
Klar dauert eine „Megaprotion Kartoffelsalat“ schon eine Weile. Nur kann man die Kartoffeln schon am Vortag kochen & pellen und den Salat schon am Vormittag ansetzen (dann zieht er nämlich erst so richtig schön durch).
also, ich weiß nicht, was Du veranstaltest, bei mir ist der Kartoffelsalat jedenfalls blitzschnell zubereitet und in den Kühlschrank geschubst… Zugegeben, ich mache ihn ohne Eier und ohne Speck. Na jedenfalls werden die Kartoffeln (maximal so groß wie ein Ei) schon am Vortag gekocht, gepellt, mit einer Eierharfe geschnitten und landen mit ein paar Zwiebelringen - rote sehen besonders hübsch aus - in einer kräftig abgeschmeckten Joghurt-Mayo-Sauce. Am nächsten Tag kommen entkerne und in ansprechende Stücke geschnittene Gurken und Frühlingszwiebelchen dazu. Nochmals abgeschmeckt, evtl. noch etwas Mayo bzw. Joghurt dazu, ein paar geviertelte Radieschen und Schnittlauch zur Deko drüber, feeeertisch! Dieser Kartoffelsalat dauert bei mir - das letzte Mal habe ich ihn für 20 Personen gemacht - eine Stunde; also reine Arbeitszeit. BTW: niedere Arbeiten, wie Kartoffeln pellen oder Gurken schneiden können auch die Teppichratten übernehmen.
Eine Gans/Ente brauche ich z.b nur füllen und in den Ofen
schieben,
Falsch! Die Füllung will gut gemacht werden, wenn das Federvieh schmecken soll.
dazu dann noch’n bisschen TK-Gemüse (Rotkohl oder
was auch immer, jedenfalls machts mir keine Arbeit) und
Kartoffeln oder Knödel (kaufen die meissten ja auch schon fast
fertig…)
TK-Gemüse und Fertig-Knödel?! *örks* Knödel kommen bei uns eh nicht auf den Tisch, Rotkohl - OK, muß halt nur ‚nachbearbeitet‘ werden.
aha, also kommt der Brauch einfach vom schnellen Zubereiten der Speisen am Heiligabend.
Ein echt bairischer Kartoffelsalat beinhaltet eigentlich nur speckige Kartoffeln, evtl. angebratenen Speck, Essiggurkerl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Essig, Oel und heisse Bruehe.
Klar kann man ihn abwandeln wie man will.
Gegessen wird er bei uns noch lauwarm, nachdem er etwa 1 Stunde durchgezogen hat.
Es werden gleich die frisch gekochten Kartoffeln geschaelt, in Scheiben geschnitten und mit fast kochender Bruehe uebergossen. Dann werden die uebrigen Zutaten dazugemengt und der Kartoffelsalat nur abgedeckt. Vor dem Servieren nochmals abschmecken und mit kleingeschnittenen Schnittlauch garieren.
bei uns im Rheinland gibt es das auch.
Der Kartoffelsalat wird tags vorher zubereitet, dann schmeckt er sowieso besser und die Würste in heißes Wasser tun ist keine Arbeit.
bei uns im Rheinland gibt es das auch.
Der Kartoffelsalat wird tags vorher zubereitet, dann schmeckt
er sowieso besser und die Würste in heißes Wasser tun ist
keine Arbeit.
Hallo Gandalf,
das ist aber Geschmacksache! Ich finde, er schmeckt am besten, wenn die Kartoffeln noch lauwarm sind. Und das Aufbewahren bis zum nächsten Tag bedingt, dass die Zwiebeln blanchiert sind, sonst gären sie gewaltig (und deine Verdauung mit!).
Ganz wichtig:
das Öl erst, nachdem alle anderen Zutaten drin sind. Das versiegelt sozusagen das Aroma.
das ist aber Geschmacksache! Ich finde, er schmeckt am besten,
wenn die Kartoffeln noch lauwarm sind.
dann ist er auch nicht schlecht, aber auf die Art wie wir ihn bereiten, schmeckt er ganz frisch gut, dann läßt er nach, um am nächsten Tag wieder richtig gut zu sein.
Außerdem stimmt der Spruch von Biloek:
‚Salate sind fünf Minuten bevor sie schlecht werden am besten‘
Und das Aufbewahren bis
zum nächsten Tag bedingt, dass die Zwiebeln blanchiert sind,
sonst gären sie gewaltig (und deine Verdauung mit!).
Hab ich bisher noch nicht festgestellt.
Ganz wichtig:
das Öl erst, nachdem alle anderen Zutaten drin sind. Das
versiegelt sozusagen das Aroma.
Meine Frau hat eine himmlische Soße erfunden, die sehr fettarm ist, irgendwas mit saurer Sahne und Sachen, die sie selbst mir nicht verraten will. Öl ist da keins mit drin und obwohl es kaum Fett enthält schmeckt das Zeug wunderbar.
m.E. ist der einzige Grund, dass er gut vorbereitet werden kann. Es gibt ja oft noch einiges zu erledigen. Hat man etwas in der Bratröhre (wie z.B. Gans, Pute etc.) sollte zumindest eine Person zu Hause sein. Bei uns gibt es seit mindestens 1000 Jahren traditionell Kartoffelsalat und Fisch. Es gibt also auch andere Traditionen. Aber der Kartoffelsalat kann vormittags vorbereitet werden und kurz vorm Essen haut man halt den Fisch in die Pfanne
Wenn noch der Baum geschmückt werden muss, noch kleinere Einkäufe erledigt und zum guten Schluss fehlt ja doch immer noch was, … wenn man da auch noch aufwändiges Essen, das durchgehend bekocht werden will in der Küche lauern hat, dann kann es schon stressig werden.