Weihnachtsmann - die Wahrheit soll ans Licht

Hallo,

eine Frage meiner Schwägerin aus Mexiko.
Ihr Sohn (fast 9) glaubt immer noch fest an den Weihnachtsmann. Wie soll sie ihm erklären, dass er nicht existiert?

Hallo,
darf er nicht man ihn an glauben, weil das seiner Mutter peinlich ist? oder ziehen ihn andere Kinder damit auf?
Wenn ER noch an ihn glauben möchte/das Bedürfnis hat, an ihn zu glauben, warum nicht?
Ich dachte, das ergibt sich irgendwann von selbst, warum also zwingen?

Viele Grüsse,
Deborah

Hallo!

Hallo,
darf er nicht man ihn an glauben, weil das seiner Mutter
peinlich ist? oder ziehen ihn andere Kinder damit auf?
Wenn ER noch an ihn glauben möchte/das Bedürfnis hat, an ihn
zu glauben, warum nicht?
Ich dachte, das ergibt sich irgendwann von selbst, warum also
zwingen?

Mal was Allgemeines:
Ich finde ja auch nicht, dass Kinder nicht an ihn glauben sollen, sprich man sollte es Ihnen nicht „verbieten“.
Meistens bekommen sie ja auch früh mit, was wirklich abgeht…

Aber sobald ein Kind fragt, ob es den Weihnachtsmann gibt, dann würde natürlich sofort die Wahrheit sagen.

Außerdem würde ich Kindern niemals so ein Mist erzählen, von wegen Weihnachtsmann, Christkind, Blumen und Bienen usw. Ich habe mich immer schon gefragt was sowas soll! Kinder sollten von Anfang an an die Realität herangeführt werden.

Gruss
Thomas

P.S.: Und bitte: Sprecht mit den Kindern vernünftig. Ich will nie wieder kuddi-kuddi, „scheißerle“ und Sätze in denen das Kind in der dritten Person angesprochen wird, hören :wink:

Gratwanderung
Hi zusammen,

ich empfinde das Thema als Gratwanderung, weil ich denke, daß die kindliche Phantasie doch irgendwie darunter leiden könnte…

War es für Euch als Kinder nicht ein ganz besonderes Gefühl, auf den Nikolaus, Osterhasen oder das Christkind zu warten? Geht nicht viel von dieser geheimnisvollen Stimmung und Phantasiewelt verloren, wenn man sie genauso nüchtern erzieht, wie wir Erwachsenen sind? Brauchen Kinder nicht solche Illusionen?

Die andere Seite ist natürlich die Sache mit den Lügen…bringt man den Kleinen denn nicht bei, daß man nicht Lügen darf? Zählt Ehrlichkeit nicht als erstrebenswerte Tugend? Kommen sich Kinder angelogen vor, wenn sie herausbekommen, daß es die Eltern sind, die Geschenke kaufen?

Fragen Fragen…8-/

Mein Kleiner hat letztes Jahr den Nikolaus schon als seinen Papa identifiziert…da bin ich also wahrscheinlich eh raus :smile:

Aber es gibt ja auch mittlerweile viel zu viele N. zur gleichen Zeit…ZB vor Kaufhäusern.
Da ist doch viel von dem Zauber verlorengegangen…

Wie sieht es denn in den Kinderseelen aus, die an die wunderbaren Geschenkebringer glauben…und in denen, die nicht mehr glauben? geht der Zauber, die geheimnisvolle Spannung dann ganz verloren??

*grübel*

Gruß Maja

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Hallo Thomas,

wenn Dir diese Frage nicht zu indiskret ist: Wie viele Kinder hast Du?

Aber sobald ein Kind fragt, ob es den Weihnachtsmann gibt,
dann würde natürlich sofort die Wahrheit sagen.

Neulich habe ich meinen Sohn (auch 9) gefragt, ob er eigentlich glaubt, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Er hat eine Weile überlegt - das tut er öfter *g* - und dann gemeint: „Keine Ahnung, gesehen hab ich ihn ja noch nicht! Und Du?“ Und darauf ich, schulterzuckend: „Ich hab ihn auch noch nicht gesehen.“

Habe ich jetzt gelogen?
Oder noch weiter ausholend: Wissen wir Erwachsenen wirklich immer alles und ganz genau? Und wo fängt die Lüge, wo die Fantasie an??

Außerdem würde ich Kindern niemals so ein Mist erzählen, von
wegen Weihnachtsmann, Christkind, Blumen und Bienen usw.

Genau!! Wenn der 7-Jährige aus dem ersten Sexualkundeunterricht nach Hause gelaufen kommt und fragt, aus welchem Loch bei der Mama eigentlich das Kind rausgefallen kommt, stelle ich mich hin und zeige ihm gleich alles! Oder? Es gibt doch auch Dinge, die verniedlicht werden, weil die Kinder eines bestimmten Alters die „ganze Wahrheit“ weder wirklich bis ins Kleinste wissen wollen noch verkraften könnten.

Ich
habe mich immer schon gefragt was sowas soll! Kinder sollten
von Anfang an an die Realität herangeführt werden.

Womit ich noch einmal auf meine Frage von ganz am Anfang zurückkommen möchte!

:wink:

Viele Grüße
Jana (die an die Wahrheit irgendwo in der Mitte glaubt)

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Auf jeden Fall

War es für Euch als Kinder nicht ein ganz besonderes Gefühl,
auf den Nikolaus, Osterhasen oder das Christkind zu warten?
Geht nicht viel von dieser geheimnisvollen Stimmung und
Phantasiewelt verloren, wenn man sie genauso nüchtern erzieht,
wie wir Erwachsenen sind? Brauchen Kinder nicht solche
Illusionen?

Genau, da sollte man mal drüber nachdenken. In meiner Kindergartenzeit „klärten“ mich unsere Nachbarn „auf“, dass mein Papa der Osterhase ist. Diesen Moment hab ich nie vergessen, ich war nämlich ganz geschockt darüber, dass all die schönen Sachen im Osternest unter dem Apfelbaum doch nicht vom Osterhasen kommen. Das mag uns als Erwachsenen sehr lächerlich vorkommen, aber das ist es für ein vierjähriges Kind nicht. Auch so kann „Heranführen an die Realität“ aussehen - ob das so toll ist, weiß ich nicht. Versetzt Euch doch mal ein bischen in die Kinder hinein.

Gruss
Anna

wahrscheinlich für uns phantasielose Erwachsene!
Hallo Thomas,

Außerdem würde ich Kindern niemals so ein Mist erzählen, von
wegen Weihnachtsmann, Christkind, Blumen und Bienen usw. Ich
habe mich immer schon gefragt was sowas soll! Kinder sollten
von Anfang an an die Realität herangeführt werden.

In einer Geo-Zeitung habe ich einmal gelesen, dass es heute immer mehr Erwachsene gibt, die an Engel glauben, aber immer weniger glauben an Gott. Man vermutet, dass der Glaube an Engel den Leuten mehr Trost gibt, als der Glaube an Gott, der eher globalen Schutz über die Menschheit bietet, und nicht so sehr individuellen Schutz wie ein Schutzengel. Und es sollen gar nicht so wenig Akademiker unter den Engelsgläubigen geben.

Ich meine damit, dass erstens es auch Erwachsene gibt, die in ihrer Phantasie sich eine metaphysische Gestalt vorstellen, die ihnen Geborgenheit oder Trost geben könnte - da darf man nicht von sich auf andere schließen. Und zweitens sei den Kindern eine freundliche Märchengestalt erst recht gegönnt, wenn sie diese für ihren Alltag brauchen.

Und noch etwas. Meine neun-jährige Tochter ist im absoluten Harry-Potter-Fieber. Eines Tages will sie auch auf einem Besen fliegen und wie Hermine eine tüchtige Hexe sein.
Mit Sicherheit weiß sie, dass sie unseren Schrubber in der Besenkammer nie zum Segeln bekommt, und dennoch erzählt sie mir solche Storys mit einem Brustton der Überzeugung, wahrscheinlich dem grauen Alltag zum Trotz.
Diese Phantasie-Reisen lasse ich ihr, weil das ein Kanal sein kann, um den kleinen Schulfrust zu vergessen, weil solche Figuren (Hermine, Engel oder Nikolaus) für eine positive Lebenseinstellung herhalten müssen, wenn es an Idolen in der Realität mangelt, weil Phantasiebilder so etwas wie Hirnjogging ist (Erwachsene geben für solche Seminare richtig Geld aus).

Ich bin davon überzeugt, dass ein Kind mit 9 Jahren normalerweise ein gewissen Sinn für die Realität hat. Wenn es an den Weihnachtsmann glaubt, dann mit einer gewissen Ambivalenz, mit dem es wahrscheinlich besser zurecht kommt, als wir Erwachsene. Und nur weil wir die Stärkeren sind, sollen wir sie zu einer eindeutigen Einstellung veranlassen? Diese Mühe würde ich mir erst machen, wenn ich merke, dass das Kind mehr in seinen Träumen als in der Realität lebt.

viele Grüße
Claudia

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Hallo!

Irgendwie habe ich geahnt, dass meine Meinung zu Diskussionen führt :wink:

wenn Dir diese Frage nicht zu indiskret ist: Wie viele Kinder
hast Du?

Du wirst erstaunt sein: Ich habe keine Kinder. Jetzt sagst Du vielleicht, dass ich dann schon gar nicht mitreden kann… Ich kenne halt viele Freunde, die haben schon Kinder, mit denen ich natürlich auch viel zu tun habe (aufpassen usw.)

Neulich habe ich meinen Sohn (auch 9) gefragt, ob er
eigentlich glaubt, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Er hat
eine Weile überlegt - das tut er öfter *g* - und dann gemeint:
„Keine Ahnung, gesehen hab ich ihn ja noch nicht! Und Du?“ Und
darauf ich, schulterzuckend: „Ich hab ihn auch noch nicht
gesehen.“

Habe ich jetzt gelogen?

Nein, dass hast Du natürlich nicht. Ich habe ja auch geschrieben dass Kinder natürlich ruhig glauben können, ja sollen, dass es z.B. den Weihnachtsmann gibt. Allerdings wenn sie schon konkret fragen, dann werde ich sie nicht in diesem Glauben lassen.

Es hat vielleicht negative Auswirkungen auf die Phantasie des Kindes, allerdings -da kommt es natürlich auf das Kind an-, könnten sie sich auch später verarscht vorkommen, wenn sie die Wahrheit erfahren…

Oder noch weiter ausholend: Wissen wir Erwachsenen wirklich
immer alles und ganz genau? Und wo fängt die Lüge, wo die
Fantasie an??

Die Lüge fängt da an, wenn man seinem Kind in diesem Fall vorsätzlich was falsches erzählt!

Wenn der 7-Jährige aus dem ersten

Sexualkundeunterricht nach Hause gelaufen kommt und fragt, aus
welchem Loch bei der Mama eigentlich das Kind rausgefallen
kommt, stelle ich mich hin und zeige ihm gleich alles! Oder?

Einem 7-Jährigen kannst Du es auf jeden Fall zeigen, also ich meine nicht bei Dir natürlich, sondern anhand von Schaubildern aus der Biologie oder ähnliches.
Außerdem wissen die meisten 7-Jährigen heute ganz genau wo es rauskommt, und sei wissen auch wie es da rein kommt *gg*

Es gibt doch auch Dinge, die verniedlicht werden, weil die
Kinder eines bestimmten Alters die „ganze Wahrheit“ weder
wirklich bis ins Kleinste wissen wollen

Kinder wollen immer alles bis ins kleinste Detail wissen!

noch verkraften könnten.

Die hier genannten Dinge verkraften sie glaube ich ganz gut.

Richtig Schlimme Sachen verschweigt man natürlich…

(die an die Wahrheit irgendwo in der Mitte glaubt)

kann schon sein, muss ja auch jeder selber wissen, war halt nur meine bescheidene meinung :smile:

Gruss
Thomas

P.S.: Ich bin ein 100%iger Realist, vielleicht erklärt das meine Meinung. :wink:)

Da hätt ich jetzt gern…

…ein Sternchen verteilt…geht aber bei mir noch nicht :frowning:

Hi!

Diese Phantasie-Reisen lasse ich ihr, weil das ein Kanal sein
kann, um den kleinen Schulfrust zu vergessen, weil solche
Figuren (Hermine, Engel oder Nikolaus) für eine positive
Lebenseinstellung herhalten müssen, wenn es an Idolen in der
Realität mangelt, weil Phantasiebilder so etwas wie
Hirnjogging ist (Erwachsene geben für solche Seminare richtig
Geld aus).

Genau meine Meinung!!!

Solange sie die Realität kennt, sich nicht irgendwann mit dem Besen aus dem Fenster stürzt, ist gegen eine solche Phantasiereisie gar nichts einzuwenden.

Das sollen und müssen Kinder ja auch, sie sollten aber wissen wie die Realität ist. Und wenn das Kind viel Phantasie hat, dann kann es sich seine eigenen Welten schaffen.

Gruss
Thomas

Hallo J.S.,

da soll Deine Schwägerin mal kein großernstes Aufklärungsgespräch veranstalten, sondern sich mit dem Buben an der Vorbereitung einer vorweihnachtlichen Weihnachtsmann-Feier für andere Kinder beteiligen. Vielleicht mag er ja sogar als Weihnachtsmann-Gehilfe auftreten.

Gruß,

Wolfgang Berger

Genau so einen „Schock“ will die Mutter verhindern.

Genau, da sollte man mal drüber nachdenken. In meiner
Kindergartenzeit „klärten“ mich unsere Nachbarn „auf“, dass
mein Papa der Osterhase ist. Diesen Moment hab ich nie
vergessen, ich war nämlich ganz geschockt darüber, dass all
die schönen Sachen im Osternest unter dem Apfelbaum doch nicht
vom Osterhasen kommen. Das mag uns als Erwachsenen sehr
lächerlich vorkommen, aber das ist es für ein vierjähriges
Kind nicht. Auch so kann „Heranführen an die Realität“
aussehen - ob das so toll ist, weiß ich nicht. Versetzt Euch
doch mal ein bischen in die Kinder hinein.

Gruss
Anna

Guten Morgen Thomas,

Irgendwie habe ich geahnt, dass meine Meinung zu Diskussionen
führt :wink:

Ist doch schön so, dazu ist dieses Forum ja wie geschaffen…

wenn Dir diese Frage nicht zu indiskret ist: Wie viele Kinder
hast Du?

Du wirst erstaunt sein: Ich habe keine Kinder.

Ich hab’s geahnt (weibliche Intuition?) :wink:

Jetzt sagst Du
vielleicht, dass ich dann schon gar nicht mitreden kann…

Soweit würde ich nicht gehen. Persönliche Erfahrung ist wichtig, aber sie ist nicht alles. Ein Mr C. S. Lewis hat mal gesagt: „Wenn persönliche Erfahrung alles wäre, dann wäre Lesen sinnlos.“ Von daher…

Ich
kenne halt viele Freunde, die haben schon Kinder, mit denen
ich natürlich auch viel zu tun habe (aufpassen usw.)

Ich weiß nicht, wie ich es anschaulich beschreiben soll. Aber die Kinder Anderer und das eigene Kind - das sind zwei völlig verschiedene Welten. Ich hätte es früher auch nie geglaubt, doch es ist tatsächlich so. Viele gute Vorsätze sind dahin, wenn es um das Wohl, das Glück des leiblichen Kindes geht. Vielleicht erklärt das ja ein wenig, wieso viele Eltern plötzlich unsicher ihren Kindern gegenüber werden, wenn es um das „real life“ geht?

Habe ich jetzt gelogen?

Nein, dass hast Du natürlich nicht. Ich habe ja auch
geschrieben dass Kinder natürlich ruhig glauben können, ja
sollen, dass es z.B. den Weihnachtsmann gibt. Allerdings wenn
sie schon konkret fragen, dann werde ich sie nicht in diesem
Glauben lassen.

Es hat vielleicht negative Auswirkungen auf die Phantasie des
Kindes, allerdings -da kommt es natürlich auf das Kind an-,
könnten sie sich auch später verarscht vorkommen, wenn sie die
Wahrheit erfahren…

Fühltest Du Dich verarscht, als Du herausgefunden hast, dass es den Weihnachtsmann offensichtlich gar nicht gibt??? War es nicht vielmehr eine fließende Erkenntnis, weniger ein prägendes Aha-Erlebnis, aus dem es Dir wie Schuppen aus den Haaren fiel? In derlei Geschichten wird immer - meiner Meinung nach - viel zu viel hineingedacht. Aber Kinder ticken da völlig anders. Sie denken nicht so viel, zergrübeln weniger als Erwachsene.

Oder noch weiter ausholend: Wissen wir Erwachsenen wirklich
immer alles und ganz genau? Und wo fängt die Lüge, wo die
Fantasie an??

Die Lüge fängt da an, wenn man seinem Kind in diesem Fall
vorsätzlich was falsches erzählt!

Aber das tue ich, wenn ich vom Weihnachtsmann erzähle…

Wenn der 7-Jährige aus dem ersten
Sexualkundeunterricht nach Hause gelaufen kommt und fragt, aus
welchem Loch bei der Mama eigentlich das Kind rausgefallen
kommt, stelle ich mich hin und zeige ihm gleich alles! Oder?

Einem 7-Jährigen kannst Du es auf jeden Fall zeigen, also ich
meine nicht bei Dir natürlich, sondern anhand von Schaubildern
aus der Biologie oder ähnliches.

Diese Bilder sieht er in der Schule. Er will es aber vielleicht unbedingt und gleich sehen (Thema: Aufklärung, die nächste Etappe im Kinder-Erziehungs-Kampf *g*).

Außerdem wissen die meisten 7-Jährigen heute ganz genau wo es
rauskommt, und sei wissen auch wie es da rein kommt *gg*

Davon auszugehen, hat manche junge Mutter zur Oma gemacht. Du glaubst gar nicht, was für wilde Fantasien durch die kleinen Kerlchen geistern. Mir schlackern da oft die Ohren…

Es gibt doch auch Dinge, die verniedlicht werden, weil die
Kinder eines bestimmten Alters die „ganze Wahrheit“ weder
wirklich bis ins Kleinste wissen wollen

Kinder wollen immer alles bis ins kleinste Detail wissen!

q.e.d.

noch verkraften könnten.

Die hier genannten Dinge verkraften sie glaube ich ganz gut.

Ansichtssache. Du kennst meinen Sohn nicht :wink:) Würde ich ihm erzählen, dass StarWars nur ein Film ist, alles erstunken und erlogen, er würde in verzweifelte Wutausbrüche verfallen… Warum also in die reale Welt zurückholen, wenn es eigentlich unnötig ist, nicht wirklich schadet?

Richtig Schlimme Sachen verschweigt man natürlich…

Aha…

(die an die Wahrheit irgendwo in der Mitte glaubt)

kann schon sein, muss ja auch jeder selber wissen, war halt
nur meine bescheidene meinung :smile:

Meine auch :wink: Du klangst jedoch sehr resolut und absolut. Da fühlte ich mich prompt herausgefordert!

Viele Grüße
Jana

P.S.: Ich bin ein 100%iger Realist, vielleicht erklärt das
meine Meinung. :wink:)

Du bist ein Mann :wink:

Passiert von allein!

Wie soll sie ihm erklären, dass er nicht existiert?

Gar nicht! Das regelt sich von allein. Wenn die Mitschüler nur oft genug darüber gelacht haben, wird der Sachverhalt neu und kritisch hinterfragt. Ein Kind ist lernfähig und kann die einfachen Dinge ruhig selbst herausfinden. Der Persönlichkeit des kleinen Menschen dürfte das nur förderlich sein. Die Eltern müssen nicht alles vorbeten. Besonders dann nicht, wenn das Kind den Beteuerungen keinen Glauben schenkt.
Mit der Mär vom Klapperstorch verhält es sich ähnlich. Du zweifelst doch nicht daran, daß spätestens der pupertierende Knabe weiß, woher die Babies kommen?

Gruß!
Tino

Hallo, J.S.!

Gegenfrage: Ist sich deine Schwägerin ganz sicher, daß ihr Sohn noch an den Weihnachtsmann glaubt? Und warum ist ihr daran gelegen, daß er das nicht mehr tut? Mein Ältester (heute 11) fragte mich in etwa dem Alter ganz ernsthaft, ob ich an den Weihnachtsmann glauben würde. Noch bevor ich meine Antwort genau überlegt hatte, fügte er augenzwinkernd hinzu: „Ich weiß ja eigentlich, daß es den nicht gibt, Mama. Aber es ist so schön, so zu tun, als ob. Also glaub ich noch ein bißchen dran.“ Ihm war also einerseits durchaus bewußt, daß an der Geschichte vom Weihnachtsmann nicht soviel Wahrheit ist, daß da ein rotbemäntelter, langbärtiger Herr die Geschenke heimlich unter den Weihnachtsbaum legt. Andererseits wollte er aber auch nicht die Entzauberung, daß er nüchtern zugestand, daß seine Eltern die Päckchen dort verteilen. Diese Zwischenphase hat er für sich elegant gelöst mit obigem Satz. Sein jüngerer Bruder ist jetzt neun. Bedingt durch den älteren Bruder hat er früher nicht mehr an den Weihnachtsmann geglaubt, allerdings stellt auch er fest, daß er gar nicht so genau wissen möchte, wie denn nun die Geschenke dahin kommen.

Ich würde deiner Schwägerin raten, einfach abzuwarten. Weder den Glauben an den Weihnachtsmann durch zu deutliche Aktionen/Gespräche unterstützen, noch ihn nüchtern und sachlich darüber aufklären, daß es den netten Herrn gar nicht gibt. Schau, es ist dieses Jahr nicht mehr lang hin bis zum Weihnachtsfest; im nächsten Jahr kann sich das Ganze schon anders darstellen. Kinder, die felsenfest an etwas glauben möchten, sollte man meiner Meinung nach darin belassen. Sie haben ihre eigenen Gedankengänge bzw. Gründe dafür.

Eine geheimnisvolle Weihnachtszeit wünscht
Sams

Moin!

P.S.: Ich bin ein 100%iger Realist, vielleicht erklärt das
meine Meinung. :wink:)

Du bist ein Mann :wink:

Hm, äh, ja, aber das hat wenig damit zu tun denke ich.
Sind alle Männer so? :wink:

Mein (eventuelles) Problem:
Ich kann nicht lügen, ich bin Realist, glaube nur das was ich sehe oder was 100%ig bewiesen ist. Der Beweis einer Sache ist aber dann wiederrum nur in von Menschen geschaffenen Systemen und Annahmen gültig, was wiederrum bedeutet, dass es kein allgemeingültiger Beweis ist… Dazu hinterfrage ich Sachen auch noch philosophisch und interessiere mich für Psychologie.

Realismus - Philosophie… ja ich weiss, eigentlich widersprüchlich… aber das würde jetzt zuweit führen… *gg*

Gruss
Thomas

Hi Thomas,

P.S.: Ich bin ein 100%iger Realist, vielleicht erklärt das
meine Meinung. :wink:)

Du bist ein Mann :wink:

Hm, äh, ja, aber das hat wenig damit zu tun denke ich.
Sind alle Männer so? :wink:

Viele… Zumindest in Bezug auf Pragmatismus. Habe ich zumindest oft das Gefühl. Sage ich - beispielsweise - so etwas in der Art wie: „Och, der arme kleine Kerl, jetzt grübelt er wie verrückt, ob es den Weihnachtsmann nun tatsächlich gibt oder nicht!“ und werde bald wahnsinnig ob der Tatsache, dass ich meinem Sohn diese, in meinen Augen, äußerst schwere seelische Last nicht abnehmen kann, sagt mein Mann (im gleichen Tenor wie es mein Bruder, mein Schwager oder mein Kumpel sagen würden): „Da muss er jetzt einfach durch!“

Frauen sind emotionaler!??!

Mein (eventuelles) Problem:
Ich kann nicht lügen, ich bin Realist, glaube nur das was ich
sehe oder was 100%ig bewiesen ist. Der Beweis einer Sache ist
aber dann wiederrum nur in von Menschen geschaffenen Systemen
und Annahmen gültig, was wiederrum bedeutet, dass es kein
allgemeingültiger Beweis ist… Dazu hinterfrage ich Sachen
auch noch philosophisch und interessiere mich für Psychologie.
Realismus - Philosophie… ja ich weiss, eigentlich
widersprüchlich… aber das würde jetzt zuweit führen… *gg*

Das ist doch kein Problem, sondern eine Lebenseinstellung. Übrigens eine ziemlich gute. Aber in Bezug auf Deine späteren Kinder wird sie Dir nicht viel weiterhelfen, glaube ich. Zumindest nicht, solange die Kinder noch klein sind.

Mal sehen, ob das Forum dann noch existiert und wir Erfahrungsaustausch betreiben können :wink:)

Viele Grüße
Jana

Ergänzung
Hier noch ein Detail, dass ich mir auch nicht so klar gemacht habe:
es geht hier um ein mexikanisches Kind (das auch in Mexiko lebt). Die ökonomische Situation der Familie ist nicht gut und in Mexiko ist es allgemein so, dass die Kinder wenn Sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben auch keine Geschenke mehr bekommen.
Er wünscht sich jetzt Plastik-Action Spielzeug, dass für die Familie nicht erschwinglich ist - da würde es natürlich gut passen wenn er nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt.

Liebe J. S.

mir fällt dazu ein kleines Büchlein ein, von dem ich nicht weiß, ob es jetzt noch auf dem Markt ist: „Lieber Weihnachtsmann. Briefe italienischer Kinder“. Dort sind authentische Briefe an Christkind und Weihnachtshexe abgedruckt, die das Problem in aller Tiefe beleuchten. Insbesondere auch deines, etwa wirft dort ein Elfjähriger dem Weihnachtsmann große Dummheit vor, da er immer ausgerechnet den reichen Kindern, die doch eh schon alles haben, die meisten GEschenke bringt. Falls du so etwas bekommen kannst und falls deine Schwägerin die Gelegenheit nutzen möchte, mit dem Kind auf dessen Niveau über Wunsch und Wirklichkeit, Materialismus und kleine Freuden, Hilflosigkeit, Ungerechtigkeit und Poesie zu philosopieren, kann sie die Gelegenheit nutzen. Ich finde, die Weihnachtsmann-Problematik ist eine wunderbare Möglichkeit, zahlreiche gesellschaftlich-theologisch-pilosophische Probleme kindgerecht anzusprechen. Die Kinder können dann merken, was sie vielleicht schon wie bei einem vorher erzählten Beispiel wissen: demgegenüber wird es eher unwichtig, ob es den Weihnachtsmann denn nun „wirklich“ gibt oder nicht.

Das Problem mit dem viel zu teuren Wunsch muss sie eh unabhängig davon lösen. Auch Kinder reicher Familien wünschen sich oft Dinge, die sie nicht bekomme können. Bei uns wird bei solchen Gelegenheiten gebetsmühlenartig wiederholt: Wünschen darf man sich alles, aber ob man es bekommt, ist eine andere Frage. Wir alle wünschen uns oft Dinge, die wir dann leider nicht bekommen.
Wenn das Kind so etwas öfter hört und auch einmal erlebt, dass der Wunsch eines ERwachsenen nicht in ERfüllung geht, kann es sicheher damit abfinden.

Den mexikanischen Brauch mit dem belohnten Glauben finde ich fragwürdig. Er erzieht zu Heuchelei. Den würde ich zu umgehen trachten, je nachdem sogar offen mit dem Kind besprechen, was ich davon halte und warum.

Viele Grüße von der Frau mit den selben Initialen,
Juliane

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Ob und wann man Kindern das mit dem Weihnachtsmann und Osterhasen erklären sollte, halte ich für kein besonders schwerwiegendes Problem, seit ich versucht habe, meiner pubertierenden Tochter klarzumachen, dass es keine Heinzelmännchen mehr gibt.

MfG
Klaus

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