Weihnachtsmarkt organisieren

Hallo!

Ich habe eine Frage, die man so pauschal evtl. gar nicht beantworten kann, ich stelle sie jedoch trotzdem!

Ein kleiner Verein in einem kleinen Ort (1500 Einwohner) möchte, um die Vereinskasse aufzubessern und einen weiteren kulturellen Höhepunkt des Ortes zu gründen, einen Weihnachtsmarkt ins Leben rufen!

Da es in diesem Ort noch nie so was gab, die Mitglieder sowas auch noch nie gemacht haben, wurde ich beauftragt, nach sowas im Internet zu schauen! Brauchbares habe ich jedoch nicht gefunden!

Drum frage ich bei Euch heute an, was man alles an Behördengängen, mal abgesehen von Bürgermeister, Lebensmittelüberwachung, Gema, GEZ) gibt, die man beachten sollte bzw. muss!

Vielleicht kann mir auch jemand helfen, bzw. mir eine Art „Ablaufplan“ senden??

Ich würde mich sehr darüber freuen!

Grüße

Tom

Teilantwort
Läuft Mucke, dann => Gema, sonst nichts

Läuft Glotze oder Radaudio, dann => GEZ, sonst nichts

Gruß

Stefan

Hallo,

da würde ich mich mal an eine EVENT-Agentur wenden…

Diese haben die enstprechende Erfahrung und auch Kontakte zu Behörden,Versicherungen usw.

Hallo Tom,

bei uns im Ort gibt es seit einigen Jahren an einem Adventswochenende einen sogenannten Hobbykünstlermarkt.

Veranstalter ist die Gemeinde, weil der Markt im Gemeindehaus stattfindet. (Öffnungszeit, Stromanschlüsse, Tische, Kosten usw.)
Die Organisation hat eine Privatperson übernommen, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. (was soll angeboten werden, wer bekommt welchen Stand, Organisation des Cafes, der dortigen Helfer usw.)

Die Kosten für Hausmeisterdienst, Wasser, Strom, Reinigung der Gemeindehalle wird über einen Kuchenverkauf erwirtschaftet. Jeder Aussteller zahlt eine geringe „Tischmiete“ an die Gemeinde und bringt 2 Kuchen mit, die im ‚Cafe‘ verkauft werden. Das Cafe ist ein kleiner abgetrennter Bereich mit Tischen und Sitzgelegenheiten, in dem es Kaffee, Tee und Kaltgetränke und eben Kuchen oder Gebäck gibt.

Je mehr Aussteller, desto interessanter für die Besucher.

Bei unserem Hobbykünstlermarkt gibt es z.B. Stände mit Weihnachtsdeko, Öl-, Aquarell- und Seidenmalerei, Holzspielezug, Vogelhäuschen, Trockenblumengestecke, Duftöle, Kräutertöpfe und -kissen, Weihnachtsgebäck, Kerzen, Socken und andere Handarbeiten, gestickte Tischdecken, Kinderkleidung, Norwegerpullover, Silberschmuck, Emaillearbeiten, selbstgebastelte Weihnachtskarten usw. Alle Teilnehmer sind Privatpersonen oder Vereine aus unserer oder einer Nachbargemeinde!

Ob die einzelnen Leute/Vereine daran verdienen, kann ich nicht sagen. Als regelmäißge Besucherein (und Kundin) habe ich aber jedes Jahr sehr viel Freude an diesem Weihnachtsmarkt.

Grüße
Maralena

Hallo,
hat die Gemeinde (oder ggf. die darüber angesiedelte Ordnungsbehörde - Kreis o.ä.) keine Liegenschaftsverwaltung o.ä. ? Die sollten da bestens Bescheid wissen.

Sofern der Eigentümer es nicht selbst bewirtschaftet, pachtet ein Veranstalter ein Gelände an und vermietet es dann unter. Der Veranstalter steht in der Regel im Rahmen der jeweils landesabhängigen Vorschriften in der Haftung. In NRW sind es die Veranstaltungsverordnung, ggf. die Landesbauordnung (wegen der „Bretterbuden“) und ggf. örtliche Satzungen (Lärmschutz und Ruhezeiten z.B.) .

Ausserdem benötigt man für öffentliche Plätze in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis nach dem jeweiligen Straßen- und Wegegesetz. Das alles klingt furchtbar kompliziert, ist aber für eine (zugegeben größere :smile: ) Gemeindeverwaltung ein Tagesgeschäft. Eine Eventagentur damit zu beauftragen ist - sofern man nicht die wirtschaftliche Betätigung dieser Agenur fördern will :wink: - ziemlich überdosiert :wink:

Schönen Gruß vom
Schnabel