Wir feiern zwei mal Weihnachten!
Weihnachtsbaum - Kekse - Krippe - Geschenke - Weihnachtsmann oder wahlweise Christkindl…
Wir haben die beiden Feste fein säuberlich auseinander geklaubt.
Der Nikolaus, der für uns ein Vorbild sein kann, weil er seine Habe mit den Armen geteilt hat, wird bei uns am 6. Dezember gefeiert. (Organisationstechnisch haben wir das Fest auf den 8. Dezember verlegt, weil da in Österreich Feiertag ist).
Da wir keinen Weihnachtsbaum haben, kommen wir auch mit der Tradition nicht allzu quer - wer würde schon verstehen, dass wir den Baum schon zwei Wochen vorher „einweihen“. Aber wir haben eine sternförmige Deckendekoration; das Holzgestell wird je nach Jahreszeit anders geschmückt und behängt; kurz vor dem ersten Advent kommt dort eine grüne Kunststoff-Tannen-Girlande hinauf, die mit Lichterkette und allem möglichen (großen) Baumschmuck behängt wird. Wir backen Kekse, zünden Kerzen an, hören Weihnachts-CDs (die wenigsten Lieder handeln von der Geburt Christi!), sehen uns einen Weihnachtsfilm an, und am Abend ist die Bescherung. Die Kinder sind aufgeregt wie andere Kinder am 24. Dezember. Es duftet weihnachtlich, und wir alle sind in richtiger Geschenke-Weihnachts-Stimmung.
Am Heiligabend feiern wir dann den Geburtstag Jesu.
Wir reden darüber, warum er gekommen ist und was das für uns heute bedeutet. Die Stimmung ist nicht so extrem weihnachtlich wie zu Nikolaus - einfach anders, aber trotzdem schön. Die Kinder lieben Kekse, deshalb gibts auch zu Heiligabend welche, ansonsten würde ich eine Geburtstagstorte für Jesus backen. Damit hätte ich kein Problem.
Wir halten das nun schon seit Jahren so, und unsere Kinder (mittlerweile 7 - 19) haben noch nie ein Problem damit gehabt.
Überraschender Weise haben sich bis jetzt unsere Verwandten und Bekannten nicht negativ darüber geäußert, dass wir Weihnachten einfach vorziehen.
Ach ja, positiver Nebeneffekt: Für mich ist der Weihnachtsstress am 8.12. vorbei. Wenn ich dann durch die Straßen gehe, kann ich die Weihnachtsbeleuchtung und den schönen Schmuck einfach genießen, ohne Stress oder Hektik zu haben.
Für mich ist die Adventzeit viel schöner geworden!
Hanna