Wein-nachten

Schenken an Weihnachten.
Man will aus Freude über die Geburt Jesu seinen Lieben (wie es in der Werbung heißt) eine KLEINE!! Freude machen.

Wie stehen jetzt, deswegen meine Frage hier in diesem Fest, gläubige Christen zu dieser extremen „konsumorientierten Vergwaltigung“ von Weihnachten?

Hallo legionär,

gibts bei mir nicht, diesen Geschenke-Horror. Kleine Geschenke und wenige.

Hat für mich noch nichtmal was mit Glauben zu tun, sondern einfach, dass ich für mich diesen Konsumterror vor Weihnachten so dermaßen stressig finde und das für mich persönlich jede Besinnlichkeit schon im Ansatz tötet.

Mache ich seit ein paar Jahren so. Meine Geschwister und ich schenken uns seit Jahren sogar gar nichts, meine Eltern bekommen von uns eine nette Kleinigkeit: ein spannendes Geschichtsbuch für meinen Vater oder eine Musik-CD, einen Theatergutschein o.ä…- wohlgemerkt, wir schenken das dann gemeinsam (zu dritt) und mehr gibt es nicht.

Nur mit einer einzigen Freundin schenke ich mir etwas (und das hat andere Gründe), mit allen anderen habe ich das schon vor Jahren abgeschafft und mich auch nicht dadurch beirren lassen, dass sie mir oft noch was schenkten. Das haben sie dann, als sie gemerkt haben, das ich es ernst meine, mittlerweile alle gelassen.

Ich schenke lieber mal was größeres zum Geburtstag oder bringe meinen Geschistern und Eltern oder auch mal einer Freundin aus dem Urlaub ein größeres Mitbringsel mit oder so.

Viele Grüße,

barbara

Hallo

Der Konsum vor Weihnachten hat nichts mehr mit Christentum zu tun und ist auch von der Unchristlichkeit unserer Gesellschaft hervorgerufen, für die das Geld der Gott ist.

Das bedeutet nicht, daß Christen nicht in diesen gesellschaftlichen Sog mit hineingeraten. Insbesondere als Familie mit Kindern ist es sehr schwer, den Konsumterror in Grenzen zu halten.

Gruß
Thomas

Wir feiern zwei mal Weihnachten!
Weihnachtsbaum - Kekse - Krippe - Geschenke - Weihnachtsmann oder wahlweise Christkindl…

Wir haben die beiden Feste fein säuberlich auseinander geklaubt.

Der Nikolaus, der für uns ein Vorbild sein kann, weil er seine Habe mit den Armen geteilt hat, wird bei uns am 6. Dezember gefeiert. (Organisationstechnisch haben wir das Fest auf den 8. Dezember verlegt, weil da in Österreich Feiertag ist).
Da wir keinen Weihnachtsbaum haben, kommen wir auch mit der Tradition nicht allzu quer - wer würde schon verstehen, dass wir den Baum schon zwei Wochen vorher „einweihen“. Aber wir haben eine sternförmige Deckendekoration; das Holzgestell wird je nach Jahreszeit anders geschmückt und behängt; kurz vor dem ersten Advent kommt dort eine grüne Kunststoff-Tannen-Girlande hinauf, die mit Lichterkette und allem möglichen (großen) Baumschmuck behängt wird. Wir backen Kekse, zünden Kerzen an, hören Weihnachts-CDs (die wenigsten Lieder handeln von der Geburt Christi!), sehen uns einen Weihnachtsfilm an, und am Abend ist die Bescherung. Die Kinder sind aufgeregt wie andere Kinder am 24. Dezember. Es duftet weihnachtlich, und wir alle sind in richtiger Geschenke-Weihnachts-Stimmung.

Am Heiligabend feiern wir dann den Geburtstag Jesu.
Wir reden darüber, warum er gekommen ist und was das für uns heute bedeutet. Die Stimmung ist nicht so extrem weihnachtlich wie zu Nikolaus - einfach anders, aber trotzdem schön. Die Kinder lieben Kekse, deshalb gibts auch zu Heiligabend welche, ansonsten würde ich eine Geburtstagstorte für Jesus backen. Damit hätte ich kein Problem.

Wir halten das nun schon seit Jahren so, und unsere Kinder (mittlerweile 7 - 19) haben noch nie ein Problem damit gehabt.

Überraschender Weise haben sich bis jetzt unsere Verwandten und Bekannten nicht negativ darüber geäußert, dass wir Weihnachten einfach vorziehen.

Ach ja, positiver Nebeneffekt: Für mich ist der Weihnachtsstress am 8.12. vorbei. Wenn ich dann durch die Straßen gehe, kann ich die Weihnachtsbeleuchtung und den schönen Schmuck einfach genießen, ohne Stress oder Hektik zu haben.

Für mich ist die Adventzeit viel schöner geworden!

Hanna

Tach,

Weihnachten ist in Wirklichkeit gar nicht vom christentum, sondern eine alte germerische Tradition, nur das Christentum hat eben eines Tages gemeint, alles was schön und Gut ist muss eben christlich sein, und so ist der glaube vom christlichen Weihnachten entstanden :smile:
Weihnachten macht also Spass… aber Jesu kann an Weihnachten komerziell, also ethisch nicht vergewaltigt werden :smile: Viel Schlimmer ist es doch, dass der Menschentrieb und die Gefühle der Menschen in Werbung etc… ausgenützt und vermarktet werden, oder sieht man in der Werbung nicht die ganze Zeit knutschene Paare, oder hübsche sexy Frauen, oder irgendwelche Clerasil Werbung, wo Mädls oder Jungs über das andere Geschlecht lästern, weil der grad pickel hat :smile:) Das ist wesentlich schwerwiegender, als son blöder Satz von nem Einkaufsmarkt oder sowas…:smile:)

Cu,
Daniel

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konsum ist normal und kommt überall vor. rate mal wie es in israel vor pesach zugeht!

gruß!

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konsum ist normal und kommt überall vor. rate mal wie es in
israel vor pesach zugeht!

Konsum ist normal, Konsumterror ist es nicht.

Und ich hab nirgends behauptet, daß die Juden (oder Moslems) mit ihren religiösen Festen besser dran sind.

Gruß
Thomas

hallo!

Konsum ist normal, Konsumterror ist es nicht.

das fatale ist, daß die geschäftsbetreiber jammern, sie müßten diesen kitsch mitmachen, weil die kunden es so wollten, und die kunden jammern über „konsumterror“. das leben ist erheiternd!

gruß!

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Hallo Legionär,

dazu ein Ausspruch von Carl Sonnenschein, einem Seelsorger aus Berlin in den dreißiger (!) Jahren (da war es also auch schon nicht viel besser):

„Der Marzipan, den die bürgerliche Welt um die Krippe stellt, ist diskutabel.
Die Krippe nicht.
Sie ist das große Ereignis.“

Dem stimme ich voll zu.

Lieben Gruß
Martin