ich hab mal eine Frage zum Thema „Öffnen einer Weinflasche“.
Unten sind zwar schon Wein-Foren verlinkt, aber ich will mich nicht extra dort anmelden, wo ich doch nur die eine Frage habe.
Nun zum Punkt:
Ich beobachte immer wieder, dass einige Menschen beim öffnen des Weines, den Korken komplett durchbohren, teilweise sogar „hochschrauben“.
Ich persönlich halte das für eine Unart. Da meines erachtens beim Durchbohren des Korkens, Korkstücke in den Wein fallen. Ich glaube besser ist: reinbohren und rausziehen.
Aber ich bin kein Kenner. Das ist nur meine persönliche Theorie.
Aber was sagen die Leute dazu, die sich mit dem „richtigen“ Servieren vom Traubensaft wirklich auskennen?
Immerhin geht man beim Hochschrauben nicht die Gefahr ein, dass der Korken abreißt/bricht. Oder das man etwas zu kräftig zieht und Wein über die Dame im weißen Kleid verschüttet.
Darf man also durchbohren oder nicht?
Hallo
Ich bin Südfranzose und bei uns gehört der Wein zu unserer Kultur. Ich kann dir sagen, dass niemand bei uns den Korken komplett durchbohrt. Beim Durchbohren liegt die Gefahr vor, einige winzige Korkenstücke könnten in den Wein fallen, was immer ein Problem ist. Nein, ich denke, du musst den Korken einfach reinbohren und dann rausziehen, das ist die angepasste Methode. (Entschuldigung für meine Fehler, aber Deutsch ist nicht meine Muttersprache…)
Beste Grüsse
Ich behaupte mal, daß es auf den Wein und die Gesellschaft ankommt.
In einer Runde von feiernden Studenten mit einer 99Cent-Flasche von Aldi ist es bestimmt nicht schlimm, wenn man durchbohrt und den „edlen“ Saft dann durch ein Kaffeesieb kippt, um die Korkbrösel rauszufischen.
Normalerweise soll/darf man den Korken aber nicht durchbohren.
Eigentlich soll die Flasche auf dem Tisch stehen und der Korkenzieher muß sich drehen und nicht so wie der Kellner, der mich in einem Londoner Hotel bedient hat, der schaukelte die Flasche beim reindrehen, klemmte sie dann zwischen die Beine und der Korken ploppte beim rausziehen.
Aber auch bei teurem und/oder gutem Wein kann es passiern, daß der Korken bröselig ist und sich beim Ziehen in Wohlgefallen auflöst. Wenn der Wein unter dem Korken nicht gelitten hat, kann man ihn decantieren und läßt so neben dem „dépot“ (Ablagerungen) auch die Korkbrösel in der Flasche.
hey danke für die schnellen und informativen Antworten.
Am Schönsten ist natürlich, dass Ihr meine Vermutung bestätigt habt.
Ganz nett.
Und den Franzosen, die hier etwas Angst wegen eventueller Fehler haben, kann ich nur sagen: Meine Rechtschreibung ist auch nicht so brilliant und über mein Französisch sprechen wir lieber nur in Deutsch (aber ich arbeite dran).
Ein grosses Dankeschön an alle, für eure Ermutigungen. Ich werde mich bemühen, meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Und auch danke für euren Empfang in diesem Forum…
Aber auch bei teurem und/oder gutem Wein kann es passiern, daß
der Korken bröselig ist und sich beim Ziehen in Wohlgefallen
auflöst. Wenn der Wein unter dem Korken nicht gelitten hat,
kann man ihn decantieren und läßt so neben dem „dépot“
(Ablagerungen) auch die Korkbrösel in der Flasche.
bist Du sicher? Als ich das letzte mal nachschaute, schwamm Korken noch auf Wasser/Wein.
bin kein Profi, fahre aber auch mit Screwpull und durchbohre somit.
Wichtig ist dass der KZ eine Seele hat, das ist hier erläutert. http://de.wikipedia.org/wiki/Korkenzieher
Dann ist die Bröselgefahr minimal, zumal die Spindel bei mir auch antihaftbeschichtet ist und sehr zart in den Korken gleitet.
Vorteil: mit dem Screwpul kannst ich sehr fein den Druck/Zug dosieren und sehr gleichmässig ziehen.
Sollte der Korken sehr porös sein, kann er sich auch zerlegen wenn nicht „durchstochen“ wird.
Ich habe auch ein Laguiole und so ein Druckluftpumpdings, aber nutze am liebsten das einfache Screwpul.