Hallo,
ich habe vor einiger Zeit Löwenzahnwein angesetzt.
Vor ca 2 Wochen hat er aufgehört zu blubbern (gären). Ich kucke seither immer mal wieder ob ich ihn abziehen kann, aber er ist immmernoch trüb.
wie lange dauert es denn bis sich die Hefe absetzt? Oder muß ich ihn filtrieren?
Grüße
Andrea
Hi, normalerweise zieht man den Wein nach der Gährung von der Hefe ab, damit es keine Geschmackseinbußen durch abgestorbene Hefe gibt.
Also mit einem Schlauch per Stechheber-Prinzip in einen zweiten Ballon umfüllen. Alle verwendeten Instrumente müssen sterilisiert sein (z.b. mit kochendem Wasser),der ballon wird geschwefelt, damit Du keine Keime reinträgst.
Aufpassen, dass der Hefesatz im alten Ballon bleibt!
Der neue Ballon muss randvoll sein, ggf. mit Glassteinen o.ä. auffüllen. Ich hab früher auch ausgekochte Quarzkiesel genommen (Achtung, andere Steine gegen nicht, nur reiner Quarz)
So, dann dauert es eine ganze Zeit, bis sich die im Wein schwebende Hefe absetzt (3-4 Wochen), dann das ganze noch einmal wiederholen.
nach weiteren 3-4 Wochen muss der Wein blank sein.
A.
Hallo,
Vielen Dank für die Erklärung. In meinem Rezept stand leider nichts von mehrmaligem abziehen und auch nciht wie lange das dauert!
So, dann dauert es eine ganze Zeit, bis sich die im Wein
schwebende Hefe absetzt (3-4 Wochen), dann das ganze noch
einmal wiederholen.
nach weiteren 3-4 Wochen muss der Wein blank sein.
Was passiert denn, wenn doch etwas Luft im Fass ist? Essig???
Mein Gärfass war nämlich auch nur halbvoll.
Grüße und Sternchen
Andrea
Hi,
Weinhefe gedeiht nur unter Sauerstoffabschluss richtig, bwei Sauerstoffzutritt wird sie von z.B. essigsäurebildenden Mikroben verdrängt.
Man muss bei der Gährung einen ausreichenden Raum frei lassen, damit der entstehende Schaum aufgenommen werden kann. Man setzt aber oben auf den Ballon ein Gährröhrchen, was das entstehendes CO2 raus lässt, aber keine Luft rein. Beim abgezogenen Wein gibt es aber keine CO2- Bildung mehr = der Ballon muss jetzt voll sein, bzw. man nimmt einen kleineren Ballon.
Bei Gährung in einem offenen Bottich über mehrere Wochen ist es wahrscheinlich, dass alles andere als Wein entstanden ist. Also am besten mal kosten, bevor Du weitere Arbeit rein steckst.
Manchmal lässt man Weinrohstoffe in einem offenen Behälter „maischen“ , das aber nur für Stunden oder wenige Tage, um entweder die Zellwende aufzulösen (z.B. Pflaumen) oder Farbstoffe aus der Fruchtschale zu lösen (Rotwein).
Gruss
A.