Weinstock setzen

Hallo,

ich möchte mir demnächst im Vorgarten einen Weinstock setzen (einen Amerikaner), den ich über die Terrasse ranken lassen möchte. Wann ist denn dafür die beste Setzzeit?

Danke Antal

hallo antal,
für wein gilt nichts anderes wie für die meisten gehölze: herbst ist am besten, weil sich vor einbruch der sommerlichen trockenheit schon genug feinwurzeln gebildet haben. wenn du jetzt im frühjahr noch pflanzen willst, geht das natürlich auch, musst halt im sommer mehr giessen. wein geht mit seinen wurzeln sehr tief (wenn er die möglichkeit dazu hat), so dass giessen ansonsten (wenn er eingewachsen ist) nicht notwendig ist.
wichtig ist, dass du den weinstock tief genug pflanzt (bis zwei daumen unter der veredelung, so weit ich mich erinnere)
viele grüsse von muschel
*die letztes frühjahr auch noch einen an die terrasse gepflanzt hat*

Danke Dir für die Info. Ich wohne im ersten Stock, hatte mich mit einem Nachbarn unter mir geeinigt, daß ich den Weinstock in seinem Vorgärtchen setzen darf, und als ich anfangen will, ist da ein mächtiger Betonsockel unter wenigen cm Erde versteckt. Wußre niemand.

Den durchzubohren haben wir erst gestern endgültig geschafft, der Beton war ca 1 m tief/dick (sonst hätet cih das ohnehin schon im letzten Herbst gemacht gehabt. Ich habe ein Loch von 80 mm Durchmesser bohren lassen, unten kommt normaler Boden, und ich denke, das Stöckchen wird schon seinen Weg finden.

Das habe ich vergangenen Winter aus einem Reis gezogen, ist gut angegangen, hat noch einen nur kleinen Wurzelballen/stock, und ich will kommendes Wochenende das Loch mit Blumenerde auffüllen, das Stöckchen reinsetzen und dann soll es sich mal helfen.

Antal

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ergänzungshinweise
hallo antal,
na, hoffentlich hast du recht mit deinem optimismus. das problem ist, dass beton alkalisch ist und pflanzen somit häufig nicht so gut wachsen (siehe rasengitter). zusätzlich zieht er trotz allem wasser. du solltest also a) im sommer giessen, bis die wurzeln es bis nach unten in die normale erde geschafft haben und b) vielleicht auf das loch eine mulchschicht aufbringen, dass nicht noch mehr wasser verdunstet. schaden kann es jedenfalls nicht.
und nimm nicht reine blumenerde für das loch. das hat folgenden hintergrund: es ist in deinem fall sehr wichtig, dass die wurzeln schnell den weg nach unten finden. das heisst, dass du durch nahrhafte, lockere erde die pflanze dazu reizt, dass sie genau DA bleibt (zumindest länger da bleibt als nötig), wo sie keine ‚arbeit‘ hat. die struktur von blumenerde ist lockerer, die wurzeln wachsen leichter. das führt zum sogenannten ‚blumentopfeffekt‘, die wurzeln wachsen dann an der grenze, wo es härter und schwieriger wird, einfach nicht weiter, kringeln sich auf ewig im weichen erdreich und irgendwann treten mangelerscheinungen auf. ich würde dir also raten, dass du zwei drittel normalen gartenboden nimmst und den dann mit blumenerde mischst. sand würde ich in diesem fall nicht nehmen, denn der sorgt für eine schnellere entwässerung und das ist im beton doch eher unerwünscht.
was das reis angeht… hm… da hab ich zu wenig erfahrung und wissen. ich weiss eigentlich nur, dass unsere reiser von reben auf amerikanischen unterlagen gepfropft werden. wie es ist, wenn NUR die unterlage weiterwächst oder ob das überhaupt das gleiche ist… keine ahnung, sorry. kann halt sein, dass die rebe im schlimmsten fall nicht trägt, aber dann wächst sie umso besser.
viele grüsse und viel glück! muschel

hallo antal,
na, hoffentlich hast du recht mit deinem optimismus. das
problem ist, dass beton alkalisch ist und pflanzen somit
häufig nicht so gut wachsen (siehe rasengitter). zusätzlich
zieht er trotz allem wasser. du solltest also a) im sommer
giessen, bis die wurzeln es bis nach unten in die normale erde
geschafft haben und b) vielleicht auf das loch eine
mulchschicht aufbringen, dass nicht noch mehr wasser
verdunstet. schaden kann es jedenfalls nicht.
und nimm nicht reine blumenerde für das loch. das hat
folgenden hintergrund: es ist in deinem fall sehr wichtig,
dass die wurzeln schnell den weg nach unten finden. das
heisst, dass du durch nahrhafte, lockere erde die pflanze dazu
reizt, dass sie genau DA bleibt (zumindest länger da bleibt
als nötig), wo sie keine ‚arbeit‘ hat.

Ahhh, pfifig, hätte ich nicht dran gedacht.

die struktur von

blumenerde ist lockerer, die wurzeln wachsen leichter. das
führt zum sogenannten ‚blumentopfeffekt‘, die wurzeln wachsen
dann an der grenze, wo es härter und schwieriger wird, einfach
nicht weiter, kringeln sich auf ewig im weichen erdreich und
irgendwann treten mangelerscheinungen auf. ich würde dir also
raten, dass du zwei drittel normalen gartenboden nimmst und
den dann mit blumenerde mischst. sand würde ich in diesem fall
nicht nehmen, denn der sorgt für eine schnellere entwässerung
und das ist im beton doch eher unerwünscht.
was das reis angeht… hm… da hab ich zu wenig erfahrung
und wissen. ich weiss eigentlich nur, dass unsere reiser von
reben auf amerikanischen unterlagen gepfropft werden. wie es
ist, wenn NUR die unterlage weiterwächst oder ob das überhaupt
das gleiche ist… keine ahnung, sorry.

Habe mir sagen lassen, und das auch slbst erlebt, dieser „Amerikaner“, das sei eine Rebe, die man zum draufpropfen nimmt, weil resistenter gegen Krankheiten. Man kann die Plfanze aber auch selbst an sich nehmen, die trägt auch nicht schlecht, und bringt gute, geschmacklich beste Trauben. Ich hatte vor zwei Jahren drei Pflanzen in Kübeln auf dem Balkon, voll mit Trauben, so daß wir einen Monat lang tollen Nachtisch hatten, und ich noch Freunde und Nachbarn ein wenig mitbedenken konnte.

Letztes Jahr war es weit weniger, und ich weiß nicht genau warum. Aber ein Grund könnte eben sein, daß so ein Pflanzkübel eben doch recht limitierend ist. Deswegen das Loch beim Nachbarn ein Stock tiefer.Also, noch mal besten Dank Antal

ann halt sein, dass

die rebe im schlimmsten fall nicht trägt, aber dann wächst sie
umso besser.
viele grüsse und viel glück! muschel

hi antal,
danke dir … wieder was gelernt ;o)
kann schon sein, dass beim ersten versuch der kübel ‚schuld‘ war. so eine rebe wurzelt bis zu 10 meter tief, drum sind reben egal wo, auch im sommertrockenen mittelmeerraum, den ganzen sommer über grün ohne dass einer giesst.
viele grüsse und nach wie vor… viel glück :smile: muschel