Weisheitszähne Extraktion nötig?

Hallo Freunde der Zahnmedizin,
ich habe im unteren Kiefer 2 normal gewachsene Weisheitszähne.
Im oberen Kiefer keine. Mein neuer Zahnarzt sagt, diese sollten
entfernt werden. Gründe:

  • Zähne verschieben sich und der Biß stimmt nicht mehr
  • weniger Bakterien
  • bessere Behandlungmöglichkeit für einen Zahn davor der teilüberkront
    werden muß.
    Die Weisheitszähne habe ich schon lange ohne jegliche Probleme. Höre
    die Aussage von einem Zahnarzt zum ersten Mal. Meine 2 vorherigen Zahnärzte haben dieses Thema nie angesprochen. Bin 43 Jahre und man
    lernt anscheinend auch auf diesem Gebiet nie aus.

Grüsse
Jochen

Hallöchen
Bin zwar kein Mediziner, aber:

  • Zähne verschieben sich und der Biß stimmt nicht mehr

Das stimmt. Kommt aber auch auf die Zahnform und den Biß an

  • weniger Bakterien

Richtig

  • bessere Behandlungmöglichkeit für einen Zahn davor der
    teilüberkront
    werden muß.

Kann sein (kenne deine Zähne nicht)

Die Weisheitszähne habe ich schon lange ohne jegliche
Probleme. Höre
die Aussage von einem Zahnarzt zum ersten Mal.

Mein Zahnarzt (Verwandter) hat das selbe gesagt. Ich habe noch 1 Jahr gewartet, dann hat sich die Sache von alleine erledigt. Meine Backe hatte die Form eines Basketballs und Eiter war auch reichlich zu sehen :frowning:. Danach gabs eine Woche Antibiotikum (was mit tierisch auf den Magen geschlagen hat) und dann wurde gezogen.
Das ganze (Schmerzen etc.) hätte ich mir sparen können hätte ich auf meinen Zahnarzt gehört.
Allerdings: Nicht jeder Zahnarzt ist gut, nicht alle Zähne sind gleich. Du musst wissen wofür du dich entscheidest.
Ich persönlich lasse mir nun die oberen auch ziehen. Wie vorgewarnt sind die oberen jetzt leicht Kariös (da schlecht zu putzen).
Ich höre also ab jetzt auf meinen Zahnarzt, hat sich bis jetzt leider alles bestätigt.

Greetz, Gley

Servus Jochen,

nicht alles, was man neu dazulernt, muß von Vorteil sein. Wenn ich mit 43 noch keine Probleme mit den nicht durchgebrochenen Weisheitszähnen gehabt hätte, würde ich jedem Zahnarzt was husten, der mit der Zange, oder gar dem Skalpell ankäme. Auch hier bietet die DGZMK Stellungnahmen an.

Es gibt allerdings eine Zahnersatz-Richtlinie, die besagt, daß festsitzender Zahnersatz (ja, eine Teilkrone fällt darunter) am Nachbarn eines ‚retinierten‘ Zahnes nicht angefertigt werden darf. Nachdem ich den neuen Vorschriften zu diesem Thema durch Abtauchen in den Ruhestand ausgewichen bin, kann ich nicht recht einschätzen, ob das ein wirkliches Hindernis für einen Festzuschuß darstellt.
Die Richtlinien sind hier zu finden:
http://www.g-ba.de/cms/front_content.php?idcat=135

Reingeschaut habe ich jetzt auf die Schnelle aber nicht, kann ich aber - auf Wunsch - noch tun.

Kai

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Servus Kai,
danke für deine Ausführungen und Hilfe. Meine Weisheitszähne haben
minimale Füllungen, sind gerade gewachsen und habe ich schon schätzungsweise 20 Jahre und irgendein Problem. Mein Zahnärztin ist absolut top. Sie sagt ich solle mir ruhig eine zweite Meinung
einholen. Sie hätte auch eine Anlaufstelle an der Tübinger Uni.
Und wenn ich die Weisheitszähne behalten will, ist das für Sie auch kein Problem.
Das Hauptargument ist natürlich der Biß. Aber auch da merke ich
jetzt noch keine negativen Auswirkungen. Und wenn eine Änderung eintreten sollte habe ich immer doch noch die Möglichkeit der Extraktion? Bin übrigens Privatpatient. Was ist DGZMK? Hatte noch keine Zeit nach zu schauen. Viel Spaß im Ruhestand.
Der, der nicht so richtig weiß was er tun soll!