Weisheitszahn OP Dringlichkeit

Hallo,

am Samstagabend musste ich feststellen das am Unterkiefer ein Weisheitszahn durchgebrochen ist.
Ganz im Sinne neuzeitlichen Halbwissens habe ich mich natürlich sofort im Internet schlau gemacht und diagnostizierte: „Dentitio difficilis“ - der Zahn hat hinten nicht genug Platz, eine Hauttasche liegt etwas darüber, lässt sich aber weitgehend wegschieben, die anliegende Schleimhaut der Wange ist leicht entzündet. Ausserdem war ein wenig Eiter auf dem Zahn.
Ich las das dieser Befund lebensbedrohlich sein kann und unter anderem innerhalb von 6-8 Stunden der Atemstillstand eintreten kann ohne das für den Betroffenen eine Verschlechterung feststellbar ist?

Frage: kann ich es riskieren erst Mitte der nächsten Woche einen Zahnarzt aufzusuchen? Oder anderes gefragt: wird eine Verschlimmerung der Situation für mich feststellbar sein so das ich im Notfall einen Notdienst aufsuchen kann?

Ich putze mir nun täglich 4-5 mal die Zähne und spüle mit Nelkenwasser. Ich kann keinen Eiter mehr sehen und auch geruchlich ist selbst an den Borsten nichts festzustellen nachdem ich den Zahn und zugänglichen Bereich der Tasche mit der Bürste gründlich gereinigt habe.

Ich habe eigentlich keine Schmerzen mehr, die Wange ist fast nicht sichtbar geschwollen und auch die Schleimhaut scheint inzwischen deutlich weniger entzündet als anfänglich.

Gruß

PS: Wichtig evtl. noch, das ich das ganze anfänglich sogar für Herpes gehalten habe da der Schmerz an der Schleimhaut der Wange war und nicht sonderlich stark - im Zahnbereich spürte ich gar nichts. Das war ca. drei Tage bevor ich am Samstag den Weisheitszahn entdeckte.

Hallo,

am Samstagabend musste ich feststellen das am Unterkiefer ein
Weisheitszahn durchgebrochen ist.
Ganz im Sinne neuzeitlichen Halbwissens habe ich mich
natürlich sofort im Internet schlau gemacht und
diagnostizierte: „Dentitio difficilis“ - der Zahn hat hinten
nicht genug Platz, eine Hauttasche liegt etwas darüber, lässt
sich aber weitgehend wegschieben, die anliegende Schleimhaut
der Wange ist leicht entzündet. Ausserdem war ein wenig Eiter
auf dem Zahn.

Servus KariesundBaktus,
woher weißt Du, daß es Eiter ist? Gesehen hast Du wahrscheinlich etwas weißlich-schmieriges. Das wäre kein Wunder, weil beim routinemäßigen ‚so-la-la-Putzen‘ die Schleimhautgegend hinter dem letzten vorhandenen Zahn selten wirklich sauber wird. Stichwort für den Internet-Forscher: „materia alba“.

Ich las das dieser Befund lebensbedrohlich sein kann und unter
anderem innerhalb von 6-8 Stunden der Atemstillstand eintreten
kann ohne das für den Betroffenen eine Verschlechterung
feststellbar ist?

Schon das Leben ist lebensbedrohlich, was aber die spezifische Bedrohung in Deinem Fall anbelangt, würden Schmerz und Entzündung (die sich bei Dir ja wohl in engen Grenzen zu halten scheinen) Dich schon rechtzeitig zum Zahnarzt treiben.

Frage: kann ich es riskieren erst Mitte der nächsten Woche
einen Zahnarzt aufzusuchen? Oder anderes gefragt: wird eine
Verschlimmerung der Situation für mich feststellbar sein so
das ich im Notfall einen Notdienst aufsuchen kann?

ja, siehe oben

Ich putze mir nun täglich 4-5 mal die Zähne und spüle mit
Nelkenwasser. Ich kann keinen Eiter mehr sehen und auch
geruchlich ist selbst an den Borsten nichts festzustellen
nachdem ich den Zahn und zugänglichen Bereich der Tasche mit
der Bürste gründlich gereinigt habe.

Fahr’ Deinen neu erworbenen Hygieneifer auf ein Niveau 'runter, das eine Chance auf Bestand hat und mach keine Hektik mit der Terminvereinbarung. Besser ein ‚normaler‘ Termin, wo Zeit für eine Übersichtsaufnahme und deren Erläuterung besteht. Mit den erhaltenen Therapievorschlägen kannst Du ja dann wiederkommen, wenn Zweifel aufkommen sollten.

Ich habe eigentlich keine Schmerzen mehr, die Wange ist fast
nicht sichtbar geschwollen und auch die Schleimhaut scheint
inzwischen deutlich weniger entzündet als anfänglich.

Gruß

PS: Wichtig evtl. noch, das ich das ganze anfänglich sogar für
Herpes gehalten habe da der Schmerz an der Schleimhaut der
Wange war und nicht sonderlich stark - im Zahnbereich spürte
ich gar nichts. Das war ca. drei Tage bevor ich am Samstag den
Weisheitszahn entdeckte.

Solche Diagnostiker brauchen wir in der Zahnheilkunde :wink:), Dein Nick scheint kein Zufall zu sein.

Kai

hallo

also ich kenne mich nciht genau damti aus. aber ich kann mri vorstell das das wehtun kann. und wenn ich eins gelernt habe zum tehma zähne dann ist es:

Um so länger du wartest um so schlimmer wird es.

geh besser hin ich will dir keine angst oder so machen aber bei mri muste heute ein zahn gezogen werden der entzündet war. das tat trotz beteubung scheisse weh und blutet jetzt noch (gezogen um ca 11 Uhr)

Servus KariesundBaktus,
woher weißt Du, daß es Eiter ist? Gesehen hast Du
wahrscheinlich etwas weißlich-schmieriges. Das wäre kein
Wunder, weil beim routinemäßigen ‚so-la-la-Putzen‘ die
Schleimhautgegend hinter dem letzten vorhandenen Zahn selten
wirklich sauber wird. Stichwort für den Internet-Forscher:
„materia alba“.

Hallo,

und danke für den schnellen fachlichen Rat vorab.

Zum Eiter: 100 % kann ich natürlich nicht sagen ob es sich um Eiter oder „materia alba“ handelt.
Vermuten tue ich es aufgrund des Geruchs. Dem Namen nach zu urteilen riecht „materia alba“ zwar vermutlich auch nicht angenehmer aber der Geruch ist deutlich der von Eiter bekannte. ^^

Ausserdem, wie ich nach meinem Posting feststellte, tritt doch wieder etwas von dem Sekret auf (punktgroß) wenn nach dem Essen ein paar Stunden nicht geputzt wurde. Auch der Geruch ist da wenn man drüber bürstet. Sofortiges putzen und gurgeln nach dem Essen scheinen dies aber zu verhindern.

Hinzu kommt das auch etwas davon an der Schleimhaut der Hauttasche zu finden war. Also vermutlich schon Eiter. Die Hauttasche lässt sich zwar wie gesagt weitgehend zurückklappen aber ganz sicher kann ich natürlich nicht sagen ob dahinter nicht doch noch ein größerer Hohlraum ist der eitert. Dies ist auch meine eigentliche Sorge.
So wie ich es verstehe liegt die lebensbedrohende Gefahr in einer Blutvergiftung ausgehend von einer schweren eitrigen Entzündung bzw. in einer direkten Übertragung der Entzündungserreger auf die Lungenbläschen (im Falle des Atemstillstands)?

Es ist nun ja schwer vorstellbar das ein solcher Entzündungsherd sich nicht durch Schmerzen, Geruch, Schwellung usw. bemerkbar machen würde.

Woher stammen dann aber diese Hinweise das Betroffene von einer derart drastischen Verschlechterung ihres Zustandes nichts bemerkt haben wollen.
Steinzeitliche medizinische Überlieferungen oder hat es doch noch eine andere relevante Bewandnis?

Mir geht es wie gesagt gut. Schmerzen hatte ich nur in den drei Tagen bevor ich den Weisheitszahn bemerkte. Jetzt keine mehr. Das die Wange leicht angeschwollen ist würde man nur merken wenn man davon weiß und genau hinsieht. Eiterbildung ist gering und lässt sich durch putzen bis jetzt unterbinden.

Schon seltsam, hätte ich das nicht gelesen wäre ich völlig unbesorgt gewesen und hätte der Sache einfach noch eine Woche Zeit gegeben - gegen einen neuen Zahn ist ja prinzipell erst mal nichts einzuwenden.
Nun ja, danke soweit erst mal, ich melde mich dann morgen nochmal soweit ich dann noch schnaufen kann und klopfe auf Holz. :wink:

Gruß

Hallo,
nachdem dein Zahn erst seit kurzem sichtbar ist, nehm ich an, er arbeitet noch, bis er komplett durchgebrochen ist. Da ist auch die Schleimhauttasche (da vorübergehend) normal. Es können sich in diesem Schlupfloch immer Speisereste „verkriechen“, die dann auch unangenehm riechen. DIe leichte Entzündung kommt wohl auch daher, dass der Zahn das Zahnfleisch grade „durchlöchert“ hat, und das Zahnfleich deshalb leicht „verletzt“ ist. Vielleicht solltest du tatsächlich etwas weniger extrem putzen, da du sonst mit der Bürste das ganze noch aufscheuerst, was die natürliche Heilung eher beeinträchtigt. (Vielleicht nimmst du vorübergehend eine Bürste mit weichen Borsten für diese Stelle)
Grundsätzlich stimmt es schon, dass Entündungsprozesse am Zahn auch schädliche Auswirkungen auf die Herztätigkeit etc haben könnnen. Aber in deinem Fall, ist die Entzündung vermutlich vorübergehend, und auch noch nicht so lange existent, dass sie soche Auswirkungen hat.
Zur Kontrolle kann es jedoch nicht schaden, einen Termin beim Zahnarzt zu machen, vor allem, weil er die Diagnose unter Sicht und ggf. Röntgenbild treffen kann. Selbst wenn nichts zu machen ist, hast du doch Gewissheit und bist beruhigt.

Alles Gute
Kay

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

bin inzwischen beruhigt, werde mitte kommende Woche einen Termin beim Arzt machen und dann wird das schon passen.

Ich will aber vor der OP eine PZR durchführen lassen um einer Nachfolgeinfektion vorzubeugen. Der Arzt wird mir vor der OP ja vermutlich erst mal Antibiotika geben und warten bis die Entzündung abgeklungen ist. In dieser Zwischenzeit dann eben die PZR damit möglichst geringes infektionsgefahr nach der OP besteht.

Ist das ein gangbarer Weg oder ist die PZR vorher generell ausgeschlossen? Es wäre schon sinnvoll so es denn geht meiner Meinung nach.

Gruß