Ich bin seid kurzem glücklicher Besitzer der Olympus C-2500L und bin ein fortgeschrittener Leihe in Sachen fotografieren. Um Sonnenuntergänge,- aufgänge optimal zu fotografieren, sollte man den Weißabgleich zur Hilfe nehmen. Wie setzten ich diesen optimal ein und welche Funktion steht hinter dem Weißabgleich. Im Handbuch ist es schlecht erklärt
Torsten
Hallo!
Der Weißabgleich soll dazu dienen, normale Farben darzustellen, obwohl die Beleuchtung ‚falsche‘ Farben erzeugt. Unter roter Lampe stellt die Kamera ein weißes Blatt Papier rot dar, ein Motiv also rotstichig. Das wirkt unnatürlich, weil normalerweise unser Gehirn Falschfarben ausgleicht und wir das Papier dennoch weiß sehen. Daher teilt man beim manuellem Weißabgleich der Kamera mit, was ‚weiß‘ ist, so daß sie den überschüssigen z.B. Rotanteil wieder rausfiltern kann.
Beim automatischen Weißabgleich versucht sich die Kamera selbst, indem sie davon ausgeht, daß die Summe des Lichts neutral unbunt sein müßte, die röteren Bildteile normalerweise ‚richtig‘ rot sind und die grueneren ‚richtig‘ grün etc. Darin liegt beim Fotografieren eines Sonnenuntergangs aber die Gefahr! Der diesmal tatsächlich sehr farbige Himmel wird unbunt, zumindest aber enttäuschend blaß.
Insofern ists im Handbuch ganz besonders schlecht erklärt.
Falls Du gern experimentierst: wenn man beim manuellen Weißabgleich farbige Flächen bietet, kann man künstlich einen Farbstich in die entgegengesetzte Richtung provozieren. Vielleicht mal einen grünen Sonnenuntergang?
Viel Spaß jedenfalls!
Tschuess, Sven.