ich habe probleme mit der Leber. der große zeh rechts fängt an sich von innen weiß zu verfärben. ist das eine zeichen der leberzerose?
Hallo santen,
es gibt bei der Zirrhose der Leber Nagelveränderungen der Finger, die weißgefärbten „Milchglasnägel“. Dass auch Fußnägel befallen sind, ist mir nicht geläufig. Medikamente können die Nägel weiß verfärben, s.http://www.vnr.de/b2c/gesundheit/fingernaegel-und-fu…
Gruß
Montanus
Könnte möglich sein.
In der TCM verläuft der Leber Meridian an der Innenseite des großen Zehs.
Ich wollte jetzt nicht damit sagen, dass es Anzeichen für
eine Leberzirrose sein können;
sondern nur dass es allgemein Anzeichen dafür sein können,
dass sie Probleme mit der Leber haben.
Hier fehlt der Schulmedizin offensichtlich jedwede Systematik.
Die Chinesische medizin hat ja gerade durch jahrzehnte lange
praktische Erfahrungen systematische Zusammenhänge hergestellt zwischen
Veränderungen an der Körperoberfläche und den Erkrankungen
der entsprechenden Organe.
Deshalb bleibt mir unerschlossen, wieso nur eine milchige Verfärbung
der Fingernägel auf Störungen der Leber hinweisen sollte.
Die meridiane an den Händen korrespondieren ja mit den
entprechenden Meridianen an den Füssen.
Von der grundlegenden Logik her, zumindestens aus Sicht der
TCM, ergibt das für mich sonst keinen Sinn.
Zumal der Lebermeridian am Fussnagel verläuft:
„Der Leber-Meridian beginnt am Nagel an der Innenseite der großen Zehe. Von dort führt er über die Innenseiten von Unter- und Oberschenkel entlang nach oben und endet im Bereich der 6.ten Rippe (unter der Brust)
…“
Hallo santen,
die von berniebär in diesem Faden vorgebrachten Argumente und behaupteten Zusammenhänge beruhen auf einem spekulativen fernöstlichen
System und lassen sich nicht wissenschaftlich verifizieren.
Für die Behauptung, es bestünde über einen fragwürdigen „Meridian“ ein Zusammenhang zwischen Verfärbungen an der Großzehe und der Leberzirrhose ist rein theoretisch und es fehlt jeder kasuistische Beweis. Weil dieser nicht vorgebracht werden kann, ist der Hinweis auf die TCM in diesem Faden fehl am Platze.
Gruß
Montanus
Hallo Montanus,
Vielen Dank für Dein Schreiben und die Berichtigung der falschen Schreibweise.
Ich werde noch mal zum Arzt gehen und das richtig untersuchen lassen.
Auf diesem Portal, bzw. im Internet nach Auskunft zu suchen, ist eine ganz neue Erfahrung für mich (Anfänger). Eine Freundin, die 600km entfernt ist hat mich darauf gebracht.
Nochmals Danke für Deine hinweise.
LG
santen1704
Hallo santen,
Auf diesem Portal, bzw. im Internet nach Auskunft zu suchen,
ist eine ganz neue Erfahrung für mich (Anfänger). Eine
Freundin, die 600km entfernt ist hat mich darauf gebracht.
ich hoffe, dass du wer-weiss-was.de noch öfter besuchen wirst. Von unterschiedlichen Ansichten darf man sich nicht irritieren lassen. Im Medizinbrett ist man stets bemüht, zu qualifizierten Aussagen zu kommen, die dem Fragesteller tatsächlich helfen.
Viele Grüße
Montanus
Als ehemaliger Moderator sollte einem die Brettbeschreibung eigentlich bekannt sein.
Der Hinweis darauf, dass es sich um eine angeblich wissenschaftlich
nicht bewiesene Methode handelt, erübrigt sich schon alleine
aufgrund der Brettbeschreibung.
Hi,
Der Hinweis darauf, dass es sich um eine angeblich
wissenschaftlich
nicht bewiesene Methode handelt, …
Was meinst Du mit angeblich?
Gruß S
Hallo berniebär,
Als ehemaliger Moderator sollte einem die Brettbeschreibung
eigentlich bekannt sein.
dieser Satz ist zwar grammatikalisch falsch, inhaltlich insofern aber richtig, als ein Moderator seine Brettbeschreibung kennen sollte. Ich kann dir versichern, dass ich sie kenne, zumal da ich selbst an der Formulierung beteiligt war.
Der Hinweis darauf, dass es sich um eine angeblich
wissenschaftlich
nicht bewiesene Methode handelt, erübrigt sich schon alleine
aufgrund der Brettbeschreibung.
Das Dumme ist, dass die wenigsten Poster die Brettbeschreibung überhaupt lesen, bevor sie Fragen stellen. Das bedauere ich immer wieder, weil es das Zitieren der Beschreibung leider nicht erübrigt, sondern des öfteren erfordert.
Im übrigen wird niemand bezweifeln wollen, dass die TCM nicht angeblich, sondern tatsächlich keinen wissenschaftlichen Beweis beibringen kann und wohl auch nicht will. Ihr Erkenntnismodus ist ein völlig anderer, eben ein spekulativer. PORKERT, ein erfahrener, viel gelesener Experte der TCM, nannte ihn „induktive Synthese“. [PORKERT,M.,Neues Lehrbuch der chinesischen Diagnostik. Stuttgart 1993].
Gruß
Montanus
„dieser Satz ist zwar grammatikalisch falsch, inhaltlich insofern aber richtig, als ein Moderator seine Brettbeschreibung kennen sollte. Ich kann dir versichern, dass ich sie kenne, zumal da ich selbst an der Formulierung beteiligt war.“
Bleibt noch die Frage offen, wieso du die Regeln nicht
beherrscht, die du erlassen hast.
Ehrlich gesagt, frage ich mich auch, wie du die
Grundprizipien der Chinesischen Medizin verstehen willst,
wenn du schon Schwierigeiten mit der Brettbeschreibung hast .
"Im übrigen wird niemand bezweifeln wollen, dass die TCM nicht angeblich, sondern tatsächlich keinen wissenschaftlichen Beweis beibringen kann und wohl auch nicht will. Ihr Erkenntnismodus ist ein völlig anderer, eben ein spekulativer. PORKERT, ein erfahrener, viel gelesener Experte der TCM, nannte ihn „induktive Synthese“. [PORKERT,M.,Neues Lehrbuch der chinesischen Diagnostik. Stuttgart 1993]."
Dann solltest du Pokert mal richtig zitieren:
"Das ärztliche Netzwerk für Chinesische Medizin entstand aus einem Arbeitskreis von Ärztinnen und Ärzten heraus, die sich alle neben umfangreicher, verschiedener Facharztausbildung schon seit längerer Zeit in die TCM eingearbeitet haben. Was diese Ärzte verbindet, ist die gemeinsame Erkenntnis, dass es sich bei der Traditionelle Chinesische Medizin nicht um ein philosophisches oder esoterisches Medizinbild handelt, sondern um eine Wissenschaft, die sich nach den jeweiligen Regeln der medizinischen Erkenntnistheorien seit über 2000 Jahren entwickelt hat und sich in ihrer Wirkungsweise immer wieder neu beweisen musste.
Entgegen der Ansicht, dass die Akupunktur eine vage Alternative zur westlichen Medizin sei, so wie es in den sechziger Jahren mit der Öffnung Chinas nach Westen hier verstanden wurde, vertreten die im Netzwerk zusammengeschlossenen Ärzte eine weit umfassendere Ansicht. Danach stellt die Chinesische Medizin ein in sich geschlossenes medizinisches System dar, das Erklärungsmuster über die physiologischen und pathologischen Abläufe im Menschen nicht nur in körperlicher, sondern auch in psychischer Hinsicht beschreibt und entsprechend der Diagnose klare therapeutische Handlungsanweisungen gibt. Diese bestehen im ganzheitlichen Sinn aus einer Kombination verschiedener Therapiemethoden, wobei die Akupunktur untrennbar mit phytopharmakologischen und lebensstrukturierenden Maßnahmen verbunden ist.
Diese im Westen vergleichsweise neue und erhellende Sichtweise der TCM wurde deutlich durch die Übersetzungen von Prof. Manfred Porkert und im sog. Heidelberger Modell, dass von Prof. Johannes Greten entwickelt wurde. Die TCM wird hierbei nicht nur als Alternative, sondern auch besonders als komplementäre Ergänzung der westlichen Medizin verstanden, wobei der Schwerpunkt vor allem in der Erkennung und Behandlung chronischer und vegetativer Störungen und Erkrankungen liegt. Die im Netzwerk zusammengeschlossenen Ärztinnen und Ärzte treffen sich mehrfach im Jahr zu Fortbildungen und zum Gedankenaustausch in Qualitätszirkeln. Durch die verschiedenen fachärztlichen Spezialisierungen können auch seltenere Krankheitsbilder im ärztlich kollegialen Kreis bearbeitet werden. "