jetzt ist hier schon häufiger über die LED-Taschenlampen gesprochen worden, die ja so unglaublich hell, robust und langlebig sein sollen. Habe mir mal die Seite von LED-Flashlight angesehen und dabei festgestellt, dass man die Nichia-LEDs dort auch einzeln kaufen kann. Da frage ich mich natürlich, ob jemand schon mal damit in der Festinstallation gebastelt hat, und hierzu Erfahrungen mitteilen kann. Wie hell sind die Dinger im Vergleich zu handelsüblichen 235V Glühbirnen? Eher 25W Funzel oder 100W Bombe? Wie ist die Lichtverteilung? Eher spitzer Strahl oder rundum? Wie sieht es mit Dauerbetrieb und Temperaturen aus? Was muss man mechanisch und elektrisch bedenken, wenn man damit z.B. eine Deckenbeleuchtung (statt Einbauspots) oder eine Schrank / Spiegelbeleuchtung oder eine Stehlampe bauen will? Gibt es geeignete Netzteile fertig zu kaufen oder muss man selber löten?
Würde mich freuen, Anregungen zu bekommen. Beim Neubau stellen sich einige Beleuchtungsfragen, und da könnte man ja mal der Phantasie freien Lauf lassen, wenn es denn elektronisch, optisch und mechanisch passt.
Hi Wiz,
das ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Die Lichtleistung ist schon enorm, aber eben im Verhältnis zur Grösse. Weisse Hochleistungs LED brauchen eigene Vorschaltgeräte und werden beim Betrieb ziemlich heiss. Die Lichtverteilung hängt davon ab, ob Du eine Sekundäroptik verwendest oder nicht. Als Alternative zu herkömmlichen Lampen ist es noch zu teuer. Erst recht für die heimische Anwendung.Die Lichtausbeute liegt bei weissen LED momentan noch zwischen 20-40 lm/W und entspricht damit ungefähr einer Halogenlampe. Kompaktleuchtstofflampen bieten ca. 60lm/W und Leuchtstofflampen ca.90lm/W. Somit ist die Effizienz grösser als bei einer herkömmlichen Glühlampe. Die eigentlichen Vorteile kommen aber bei der Anwendung zu Hause nicht unbedingt zum tragen
(Strahlungsarmut, Wechselintervalle). Als Taschenlampe sicher sinnvoll, aber bis die LEDs Einzug ins Wohnzimmer halten, dauerts wohl noch eine Weile. Vor 15 Jahren bezahlte man für Halogenkaltlichtspiegel zwar auch noch eine ganze Menge (für ein simples Seilsystem waren locker DM 300,- fällig), aber die Entwicklung war im groben abgeschlossen und hat sich nur noch im Bereich der Spiegelbeschichtung (Titan, IRC) weiterentwickelt.
Gruss Sebastian
Hochleistungs LED brauchen kein spezielles Vorschaltgerät.
Dieser Schaltkreis gewährt nur konstanten (geschalteten) Strom durch die LED auch wenn die Batt.Spannung nachläßt!
Außerdem benötigen LED-Micro Lampen, also die für Batteriebetrieb eine höhere Spannung, darum die ELektronik.
Es gibt bei LEDs natürlich verschiedene Öffnungswinkel seitens der LED. Somit kommt es natürlich auf die Anwendung an:
-Spotlicht = kleiner Öffnungswinkel ( ca. 10 x 10 GRAD)
-Flutlicht = großer Öffnungswinkel ( ca. 60 x 60 bis 140 GRAD)
Z.B. LED-Video Walls: Öffnungswinkel 60 x 140 GRAD
Der Wirkungsgrad der LED ist in der Tat höher, aber man sollte
keine Wunder erwarten. Der Wirkungsgrad liegt ein paar Prozent
über der Glühbirne, also bei Halos.
Die Wärmeentwicklung sollte bei dieser Bauform von LEDs kein Problem darstellen. Wenn du allerdings KFZ LEDs einsetzen willst mit bis zu 100mA dann sollte man sich Gedanken über ein sinnvolles Wärmemanagement machen.
Ansonsten sind alle Möglichkeiten offen, solange Du in den vorgegebenen Spezifikationen bleibst, Also Spannung und Strom durch die einhalten !
Viel Spaß beim Funzeln