weiße Wanne?

Hallo Bauexperten,

kann mir einer erklären was eine „weiße Wanne“ genau ist?
Daß es sich wohl um einen wasserdichten Keller handelt (in Gebieten mit hohem Wasserdruck) habe ich mir selbst zusammengereimt.
Nun habe ich bei einem Anbieter von Kellerabdichtungen gelesen, deren Ergebnisse „praktisch eine weiße Wanne“ wären. Handelt es sich also dabei um etwas „Besonderes“?

Gruß Stefan

Hallo Stefan,

eine weiße Wanne ist natürlich keine Wanne… Es ist nur so, daß das Grundwassser manchmal zu hoch steht und die Fundamente z. B. bei Frost sprengen würde. Also wird zunächst einmal hübsch eine ‚weiße Wanne‘ gegossen, um den Untergrund abzudichten. Ob das etwas Besonderes ist? Nö. Aber nicht vergessen: eine weiße Wanne ist ein tragendes Bauwerk - also nicht auf Teufel komm raus herumbohren… :wink:

Beste Grüße

Tessa

Etwas Genauer
Hallo,

eine Wanne dichtet den Keller gegen drückendes Wasser ab. Es gibt zwei Verfahren, einmal mit Bitumen und einmal mit Beton. Da Bitumen schwarz ist und Beton [durch den Zement] grau hat man zwei Namen dafür gebildet. „Schwarze Wanne“ für bitminöse Abdichtungen unr „Weisse Wanne“ für Abdichtungen aus Beton.

Christian

Hi Christian,

vielen Dank…das war genau die Antwort die ich suchte.

eine Wanne dichtet den Keller gegen drückendes Wasser ab. Es
gibt zwei Verfahren, einmal mit Bitumen und einmal mit Beton.
Da Bitumen schwarz ist und Beton [durch den Zement] grau hat
man zwei Namen dafür gebildet. „Schwarze Wanne“ für bitminöse
Abdichtungen unr „Weisse Wanne“ für Abdichtungen aus Beton.

Du scheinst ja über entsprechende Kenntnisse zu verfügen. Was mich noch interessieren würde, sind die Verfahren gleichwertig (in Ergebnis/Wirkung) und wie sind die Kosten?
Wir interessieren uns für ein Häuschen im hessischen Ried (drückendes Wasser) und dort wird offensichtlich überwiegend mit weißer Wanne gebaut. Die sschwarze Wanne ist mir gestern das erste Mal begegnet.

Danke und Gruß
Stefan

Was mich noch interessieren würde, sind die Verfahren gleichwertig
(in Ergebnis/Wirkung) und wie sind die Kosten?
Wir interessieren uns für ein Häuschen im hessischen Ried
(drückendes Wasser) und dort wird offensichtlich überwiegend
mit weißer Wanne gebaut. Die schwarze Wanne ist mir gestern
das erste Mal begegnet.

hi Stefan,

da gibt es sehr wohl qualitative Unterschiede die schon in der Konstruktion bedingt liegen.

Die „schwarze Wanne“ ist wie oben erklärt ne „einfache“ Mauer mit mehr oder weniger äußerlicher Dichtung. Diese Dichtung ist zwar gut aber eben nur so gut wie derjenige der die verarbeitet, das Material dauerhaft ist, Stein(chen) diese „zerlöchern“, der Wasserdruck geringer ist als die Materialbeschaffenheit etc. zulässt.

Die „weiße Wanne“ ist so aufgebaut, daß diese einschl. Boden, Wände, Querschnitt, Anschlüsse, Öffnungen (z.B. für Entwässerung), also rundrum und kompl., dem zu erwartenden/ berechneten (Grund)wasserdruck standhält und das auch von Dauer.
Dieser Aufbau ist aber halt wesentlich teurer als ne „angestrichenen“ Wand, aber auch wieder extensiv billiger als nasse Keller. Zumal es % die wohl meisten Baumängel genau an diesen Bauteil (Keller) gibt.

u.

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DANKE! owt
.

na ja
Hallo alle miteinander,

eine „Schwarze Wanne“ ist nicht weniger schlecht noch besser als eine „Weisse Wanne“ jedoch preislich günstiger. Desweitern gibt es physikalische Grenzen bezüglich des Wasserdrucks auf das Mauerwerk bei einer „Schwarzen Wanne“, da sich dahinter ja nur Mauerwerk und nicht Beton befindet.

Bei einer „Weissen Wanne“ existieren genauso viele Angriffspunkte für Mängel und Fehler wie bei einer „Schwarzen Wanne“.

Was die Pikster der Steine betrifft - schmarn. Vor die Dichtung kommt noch eine mehrlagige Schutzschicht.

„Weisse Wannen“ sind auch vorteilhafter bei einer Auftriebssicherung des Gebäudes sowie bei einer besonderen notwendigen Trinkwasserbeständigkeit.

Weiterhin - es sind immer Wannen - Schwarz wie Weiss.

Die „Weisse Wanne“ ist natürlich gleichzeitig Kelleraussenwand und die „Schwarze Wanne“ klebt auf der Kelleraussenwand - eben wie eine Wanne.

Christian

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… im prinzip …
… haben wir beide das selbe gesagt, nur ich bin davon ausgegangen, dass ich es einem laien erklären muss und da hab ich halt das beispiel von "piksenten Steinen " zur bildlichen darstellung gewählt. sicherlich kann man lange darüber simplizieren, das es bei „weißen wannen“ genausoviel falsch zu machen gibt wie bei jedem anderen bauteil, was aber nix an der tatsache ändert, das „weiße“ von der konstruktion her exorbitant besser sind als „schwarze“, was gleichzietig auch für die kosten gilt, und deshalb braucht man solche leute wie dich (bauinschenöre) die dem Bauherrn/ Bauunternehmer sagen was er wo und wie bauen soll.

nix für ungut Christian, aber „schmarn“ war glaub ich nicht so der gepflegte ausdruck

u.

Hallo Bauherr ?,

Soweit mir bekannt ist die Auswahl der Abdichtung abhängig von der Art des anstehenden (Grund-) Wassers. Ob nun schwarz oder weiß oder nur bituminöser Anstrich sollte durch ein Bodengutachten geklärt werden. Die Gemeinde weiß idR aber auch über die Wasserverhältnisse Bescheid, ist aber keine Garantie.
Ich verweise mal auf www.bau.de und z.B. auf http://www.bau.de/forum/keller/243.htm
DIe Experten dort haben auch mir geholfen. Einfach in der gestellten Fragen stöbern.

Viel Glück
Harry