Weissheitszahn

Nach jahrelanger Behandlung stellte die Zahnärztin bei meiner 62- jährigen Frau fest, dass sie einen Weissheitszahn habe der etwas quer liege. Meine Frau hat an diesem Zahn noch keine Probleme verspürt, jedoch sollten in der Nähe des Weisheitszahn 2 Wurzeln gezogen werden, da eine leichte Entzündung.
Die Zahnärztin selber hat meine Frau zum ziehen des Weissheitszahn zu einem Chirugen überwiesen.Der hatte gestern begonnen den Zahn zu ziehen, hat jedoch dann aufgegeben, da er sagte, es seien darunter Nerven und er möchte kein Risiko eingehen, wie hängende Lippe usw.
Meine Frage: Er hat ja jetzt auf den Zahn eingewirkt und sicherlich gelockert und ich befürchte er hat evtl-wie man so schön sagt-schlafende Hunde geweckt. Meine Frau hat eine stark geschwollene Backe ,Schmerzen natürlich und weiter den Rest des Zahnes drin,wie geschrieben, an dem sie vorher keine Probleme spürte.
Weitere Frage, warum müssen Weissheitszähne überhaupt gezogen werden? Und im gewissen Alter evtl problematischer.
Wer weiß Rat.
Gruß wilfried

Nach jahrelanger Behandlung stellte die Zahnärztin bei meiner
62- jährigen Frau fest, dass sie einen Weissheitszahn habe der
etwas quer liege. Meine Frau hat an diesem Zahn noch keine
Probleme verspürt, jedoch sollten in der Nähe des
Weisheitszahn 2 Wurzeln gezogen werden, da eine leichte
Entzündung.
Die Zahnärztin selber hat meine Frau zum ziehen des
Weissheitszahn zu einem Chirugen überwiesen.Der hatte gestern
begonnen den Zahn zu ziehen, hat jedoch dann aufgegeben, da er
sagte, es seien darunter Nerven und er möchte kein Risiko
eingehen, wie hängende Lippe usw.

War es nicht vielleicht so, daß der Chirurg etwas spät (!) mit der Risikoaufklärung begonnen hat, und deine Frau dann die Operation ‚abgebrochen‘ hat? Hat er denn keine Hinweise auf das weitere Verhalten gegeben? Wenn das so sein sollte, geht es im Brett für Rechtsfragen weiter.

Meine Frage: Er hat ja jetzt auf den Zahn eingewirkt und
sicherlich gelockert und ich befürchte er hat evtl-wie man so
schön sagt-schlafende Hunde geweckt. Meine Frau hat eine stark
geschwollene Backe ,Schmerzen natürlich und weiter den Rest
des Zahnes drin,wie geschrieben, an dem sie vorher keine
Probleme spürte.
Weitere Frage, warum müssen Weissheitszähne überhaupt gezogen
werden? Und im gewissen Alter evtl problematischer.

Sie müssen nicht gezogen werden, weil sie Weisheitszähne sind! Ein Zahn, den man zieht muß entweder selbst so gefährdet sein, daß es besser ist, ihn herauszunehmen, oder er muß eine Gefahr für andere Strukturen darstellen. Wenn auch nur die Hälfte von Deiner Geschichte stimmt, muß ein anderer Behandler her, weil hier natürlich keiner weiß, was im Mund Deiner Frau im Moment los ist. Also: Fachpraxis für Gesicht- und Kieferchirurgie, oder chir. Ambulanz einer Uni-Klinik. Und das ganze nicht erst am Montag - sorry.

Gruß

Kai

Hallo Kai,
glaubst Du etwa ich bin ein Märchenerzähler. Selbstverständlich hat es sich so verhalten, wie ich geschrieben habe. Und meine Frau hat auch nichts abgebrochen, da sie nicht zur Wehleidigkeit neigt.
Gestern war sie erneut bei dem Chirurgen und meine Frau fragte ihn ob er durch die Zieherei und das dann abbrechen nicht etwas gelockert habe, was Probleme künftig machen könnte, dies hat der Arzt weit von sich gewiesen.Er sagte, die Schwellung werde abheilen und es wäre alles in Ordnung. Er habe den Zahn teilweise abgetragen und habe dann festgestellt, das Nerven unter dem Zahn seien, die er nicht verletzen möchte und er wolle kein Risiko eingehen. Ein anderer Zahnarzt würde evtl. ziehen, er wage es nicht und er sagte weiter der Zahn sei anatomisch so verwurzelt durch das Alter und daher hat er ihn nicht weitergezogen sondern wieder aufgefüllt.
Ich bin Laie, und einiges leuchtet mir auch ein, denn ein Risiko muß eigentlich der Arzt beurteilen können.
Die Schmerzen sind zur Zeit fast weg und im Moment bleibt uns auch nichts anderes übrig und als Kassenpatient kommt man so ohne weiteres auch in keine UNI-Klinik.
Danke Dir für deine ausführlichen Hinweise.
Gruß wilfried

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Hallo Kai,
glaubst Du etwa ich bin ein Märchenerzähler.

Servus Wilfried,

ich verstehe, daß meine vorsichtige Formulierung Dich aufregt. Du kennst Dich ja schließlich selbst, und Deine Frau möglicherweise auch. Ich gehöre zu den Leuten, die als Schöffe Aussagen einschätzen müssen. Wenn da ein besorgter und betroffener Zeuge etwas wiedergibt, das ihm jemand anders erzählt hat, werde ich vorsichtig. So ein Zeuge würde auch - aus gutem Grund - nicht beeidigt werden.

Selbstverständlich hat es sich so verhalten, wie ich
geschrieben habe. Und meine Frau hat auch nichts abgebrochen,
da sie nicht zur Wehleidigkeit neigt.
Gestern war sie erneut bei dem Chirurgen und meine Frau fragte
ihn ob er durch die Zieherei und das dann abbrechen nicht
etwas gelockert habe, was Probleme künftig machen könnte, dies
hat der Arzt weit von sich gewiesen.Er sagte, die Schwellung
werde abheilen und es wäre alles in Ordnung. Er habe den Zahn
teilweise abgetragen und habe dann festgestellt, das Nerven
unter dem Zahn seien, die er nicht verletzen möchte und er
wolle kein Risiko eingehen. Ein anderer Zahnarzt würde evtl.
ziehen, er wage es nicht und er sagte weiter der Zahn sei
anatomisch so verwurzelt durch das Alter und daher hat er ihn
nicht weitergezogen sondern wieder aufgefüllt.

Daß ‚Nerven unter dem Zahn‘ sind, hätte er vorher herausfinden müssen. Wenn er eine solche Situation nicht handhaben kann, muß er halt die Finger davon lassen. Ist ja keine Schande. Eine Extraktion anzufangen, sie (wegen eines Risikos, über das er während der Operation nicht mehr weiß, als er vorher wissen konnte) dann abzubrechen UND nicht dafür zu sorgen, daß ein anderer die Sache kompetent zu Ende bringt, wäre so hanebüchen, daß man als Fachmann schon dazu neigt, es mit Karl Valentin zu halten („bevor i mi so wunder, glaab i’s liaba ned“). Im übrigen: das Alter macht keine ‚anatomischen Verwurzelungen‘. Die anatomisch-topographische Situation des Zahnes ist unverändert, seitdem der Zahn fertig ausgebildet war.

Ich bin Laie, und einiges leuchtet mir auch ein, denn ein
Risiko muß eigentlich der Arzt beurteilen können.

s.o.

Die Schmerzen sind zur Zeit fast weg und im Moment bleibt uns
auch nichts anderes übrig und als Kassenpatient kommt man so
ohne weiteres auch in keine UNI-Klinik.

Wer sagt das? Natürlich kommt man! Als potentieller Notfall zumal.

Danke Dir für deine ausführlichen Hinweise.

Noch etwas ausführlicher findest Du es da:

http://www.google.de/url?sa=t&ct=res&cd=10&url=http%…

Kai

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Hallo Kai,
danke Dir erstmal für Deine ausführliche Beantwortung und Hinweise.
Ich bin unschlüssig was ich machen soll, da ich heute nicht sagen kann, gibt es evtl. Probleme mit dem Zahn,durch die begonnene Extraktion, die der Arzt bestreitet oder verläuft alles im Sande und meine Frau hat keine Probleme. Wenn meine Frau evtl später einen anderen Arzt aufsucht, wird der seinen Kollegen nicht in die Pfanne hauen. Letzter Punkt, was würdest Du machen? Danke jetzt schon für dein Bemühen.
Gruß wilfried

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Hi,

an Deiner Stelle würde ich einen anderen Kieferchirurgen aufsuchen. Und ja, wenn der erste Arzt groben Müll angestellt hat, dann wird das Konsequenzen haben. Die Zahnärzte sind keine mafiöse Vereinigung (auch wenn Volkes Glaube das immer wieder gern so haben würde).

Gruss,
Herb

PS: Könntest Du beim Zitieren nur den Text beibehalten, auf den Du Dich konkret beziehst? Das macht das lesen einfacher.

Also Wilfried,

Deinem Nick nach zu schließen, sind wir fast derselbe Jahrgang. Dann hast Du ja mal Monopoly gespielt, oder?

„Gehe in eine Zahnklinik (Praxis für Gesichts-, Kieferchirurgie), begebe Dich direkt dorthin, gehe nicht über LOS, und kümmere Dich um die 1000 Mark später.“

WENN der Doc schon an dem Zahn herumgehebelt hat, kann er wieder fest werden. Es kommt ganz darauf an, ob die Blutgefäße, die von unten in die Wurzel eintreten dabei abgerissen wurden, oder nicht. Wenn ja, hat Deine Frau jetzt einen toten Weisheitszahn mit einer Füllung drauf, die unter ungünstigen Bedingungen (Blut?) zustande gekommen sein dürfte. Das kann dazu führen, daß die Füllung nicht dicht ist, was auch dazu führen könnte, daß der Nerv abstirbt. Jetzt kommt das 'worst-case-scenario:

Nerv stirbt ab, es kommt zu einer akuten Pulpitis und anschließender Nekrose des Zahnnervs. Wurzelbehandlung ist wegen gekrümmter Wurzeln ausgeschlossen. Jetzt muß irgendein armer Hund von Notdienstkollege (sowas passiert ja im worst case bekanntlich am Freitag um 19.45 Uhr) einen akut periodontitischen Zahn mit gekrümmten Wurzeln entfernen. Einen Zahn, an dem ein Chirurg schon einmal gescheitert ist. Zähne mit einer akuten Wurzelhautentzündung sind häufig auch unter Lokalanästhesie nicht richtig taub zu kriegen. ICH würde mir für die Entfernung dieses Zahnes besser kontrollierbare Bedingungen wünschen.

So, jetzt druck’ das aus und zeig’s Deiner Frau. Ob Du nämlich unentschlossen bist oder nicht, sollte keine nennenswerte Rolle spielen. Du würdest ja nur in ein paar Monaten die Aufgabe haben, hier herumzufragen, ob jemand eine gute Adresse für einen komplizierten kieferchirurgischen Eingriff weiß.

Ende der Durchsage :wink:

Kai

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Hallo Kai,
ja, ich bin 65 Jahre alt und meine Frau 62 Jahre, sie hat noch ein hervorragendes Gebiss, nämlich noch 30 eigene Zähne.
Dir möchte ich für Deine umfangreiches Bemühen mit mir ,recht herzlich danken.
Bei Dir habe ich den Eindruck, dass mir ein Fachmann geantwortet hat. Ottonormalverbraucher wie ich, steht diesen Dingen ziemlich hilflos gegenüber. Sollte jedoch meine Frau Probleme bekommen, werde ich die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen.
Nochmals Danke.
Viele Grüße Wilfried1942

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Nach den mir vorliegenden Informationen sollten Weisheitszähne nur gezogen werden wenn ernsthafte Probleme vorliegen, also nicht rein prophylaktisch. Man muss bedenken, dass es sich um einen Eingriff handelt und das Risiko Nerven zu verletzen ist nicht gering. Ich könnte dies nun noch naturheilkundlich weiter ausführen. Ich würde mich von einem Heilpraktiker oder naturheilkundlich orientierten Zahnarzt beraten lassen.

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