Weiterbildung selbst ablehnen

Hallo,

wenn man in der Firma eine Weiterbildung angeboten bekommt, die außerhalb der Arbeitszeit liegt (somit Freizeit)… die Maßnahme von der Firma aber bezahlt wird… muß man diese annehmen?? Oder kann man auch ablehnen, ohne eine Kündigung deshalb zu riskieren?
(Ablehung mit der Begründung, daß die Maßnahme für den Arbeitsbereich nicht notwendig ist…)
Gruß
Mona

Hi!

muß man diese
annehmen??

Man MUSS nicht, zumindest dann nicht, wenn es sich nicht um eine Weiterbildung handelt, die Notwendig für die Ausübung des Berufs ist, und die Veranstaltung außerhalb der Arbeitszeit stattfindet.

Oder kann man auch ablehnen, ohne eine Kündigung
deshalb zu riskieren?

Warum sollte man gekündigt werden?
Abgesehen davon, dass ich JEDES Seminar mitnehmen würde (ok, momentan eher nicht, da ich einfach keine Zeit hätte) - ein Grund ist das nicht! (Meine Einstellung zählt hier ja nicht *g*)
Wenn es als Anlass ausreicht, stimmt wohl irgendetwas generell nicht in der Beziehung zwischen AN und AG.

(Ablehung mit der Begründung, daß die Maßnahme für den
Arbeitsbereich nicht notwendig ist…)

Womit es weniger eine FORTbildung wäre als eine WEITERbildung - aber: Wen interessiert das?

LG
Guido

Hallo,

das ist kein juristisches, sondern ein Motivationsproblem. Ein AG bietet teure Weiterbildungen sicher nicht als Schikane an, sondern weil er gute Mitarbeiter zusätzlich qualifizieren möchte. Dies ist ein massiver Vertrauensvorschuss, der da gewährt wird. Ein AN, der zu erkennen gibt, dass er diesen Vertrauensvorschuss nicht zu würdigen weiß, zeigt gleichzeitig wie wichtig ihm das Unternehmen und sein Arbeitsplatz ist. Dies wird kaum zu einer kurzfristigen Kündigung führen, dürfte dem AN aber auf Dauer die Karten versauen, wenn es um Beförderungen, neue Aufgaben, etc. geht. Und wenn dann mal wieder irgendwo Stellen abgebaut werden müssen weiß der AG ja dann auch, wem die Stelle bei ihm ohnehin nicht so wichtig war.

BTW: Reales Beispiel aus Schulzeiten: Der Vater eines Mitschülers bekam mit Mitte 50 das Angebot einer umfassenden Forbildung. Dieses Angebot erhielten aus einer recht großen Gruppe an sich identisch tätiger Mitarbeiter nur ein paar ganz wenige. Ihm waren Freizeit und Hobbys wichtiger, und er lehnte ab. Einige Wochen später wurden Umstrukturierungen bekannt gegeben. Er wurde dann mit einem Großteil der Kollegen im Rahmen eines Sozialplans ausgesteuert. Die Kollegen mit der Fortbildung bekamen recht gut dotierte neue Stellen und durften bis 65 bleiben.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!

Gruß vom Wiz

Ich danke Euch, für Eure Antworten.
Da ich hier nicht persönlich und konkret werden darf, kann ich auch keine Hintergrundinfos liefern. Aber glaubt mir, es handelt sich hier durchaus um eine Weiter-/Fortbildungsmaßnahme, die einer Schikane gleich kommt… sie betrifft alle Mitarbeiter der Firma und ist nur für einen Bruchteil der Mitarbeiter sinnvoll.
Und, ja, es krankt leider seit kurzem gewaltig im Verhältnis zwischen AN und AG… lächel… aber das ist eine andere Sache…
Wenn man erst mal ein paar Weiterbildungen gemacht hat, und dabei einige Wochenenden drauf gegangen sind, ohne daß es irgend welche Auswirkungen auf die berufliche Stellung, die Aufstiegschanchen oder evtl. Gehaltserhöhungen Einfluß hatte… dann sieht man solche Angebote mit anderen Augen…
Dank Euch…