Weitere Frage zu Heizungsunterstützung durch Ofen

Hallo,
einen halben Meter weiter unten hatte ich schonmal gefragt, ob es geht, die Heizung durch einen Wärmetauscher im Kaminofen zu unterstützen. Was wohl machbar und sinnvoll ist.
(Dabei soll der Heizungsrücklauf umgeleitet werden durch einen Wärmetauscher im Ofen).

Nun ergibt sich aber noch eine andere Frage. Wie sieht das denn in so einem Heizkessel aus? Wenn durch den vorgewärmten Rücklauf die Heizung seltener anspringt, ok. Aber würde durch den vorgewärmten Rücklauf denn auch das Wasser für Baden und Duschen warm? Das ist doch sicherlich getrennt von dem Heizwasser.

Danke im voraus
Günter

Spontane Überlegung:
Ich würde mit einem 3-Wegeventil arbeiten, welches ich elektrisch betätige.
Befehlsgeber wäre Temp.Fühler mit genügender Temp.Spreizung (zb: Fühler schaltet bei 25° ein und schließt bei 20°ab)
Zugleich sollte eine separate Pumpe anlaufen, da ja die normale Pumpe nicht läuft, wenn gerade Hitze am Ofen aufgebaut wird.

Desweiteren würde ich nicht den Rücklauf, sondern den Vorlauf anschließen, weil mit Temperaturen bis 80° (bitte verbessert mich bei den Temperaturen) zu rechnen ist

Grundsätzlich von großer Wichtigkeit: Ausdehnungsgefäß
Das muß groß genug sein um die Volumenausdehnung aufnehmen zu können.

Salute

Danke für Deine Überlegungen Willi.

Es ist jedoch keine so hochtechnische Sache.

Der Heizungsrücklauf wird einfach umgeleitet, verlängert. Der Rücklauf wird durch einen Ofen geleitet, der 2 m entfernt vom jetzigen Rücklaufführung entfernt steht. Der Kreislauf des Wassers wird also überhaupt nicht verändert, sondern lediglich etwas länger und um die Kurve geleitet.

Daher dürfte es auch nicht nötig sein, sich Gedanken um Druckausgleich un d so zu machen, da ja der Heizkreislauf geschlossen bleibt.

Die Pumpe läuft auch sowieso ständig, also da ist auch nichts zu ändern.

Und den Vorlauf durch den Ofen zu leiten, wo das Wasser sowieso schon gerade direkt davor von der Heizung auf 70 Grad erwärmt wurde, das würde ja wohl nicht viel bringen. Daß der Brenner nicht anzuspringen braucht, weiß er ja nur, wenn heißes Wasser durch den Kessel fließt.

Daß es 2 Meter nach dem Kessel erhitzt wird, das weiß er nicht.

Es ist also wirklich nur ein winziger Eingriff. Meine Frage war halt, ob, wenn der Ofen das Wasser mal stundenlang auf Temperatur hält, und der Brenner garnicht anzuspringen braucht, ob es dann auch heißes Badewasser gibt.

Gruß
Günter

Hallo Gunter.

Es ist also wirklich nur ein winziger Eingriff. Meine Frage
war halt, ob, wenn der Ofen das Wasser mal stundenlang auf
Temperatur hält, und der Brenner garnicht anzuspringen
braucht, ob es dann auch heißes Badewasser gibt.

Klar gibt es das. Wenn das Kesselwasser unter die Wärmeanforderung absinkt, springt der Brenner ja an.
Laß das ganze auf jeden Fall von einem Fachmann absegnen. Stell die vor, du heizt mit Holz auf Kochtemperatur. Wenn die Anlage nicht vorschriftsmäßig abgesichert ist, fliegt sie dir um die Ohren, trotz Ausdehnungsgefäß.

Gruß Vanic.

Hmmm, du bist Heizungsbauer
Dann erklär dem Fragesteller das Problem mit 80° heißem Wasser!
Erklär ihm, was es mit einem Überdruckventil auf sich hat (ok, wir sind im Heizungsbereich)
Erklär ihm den Unterscheid zwischen Vor/Rücklauf, Ausdehnungsgefäß.

Erklär ihm, daß die normale Heizungspumpe nicht immer läuft, aber der Ofen gerade 80° HeißWasser aufbaut.
Erklär es nicht mir, sondern dem Drollo, der nur einen „kleinen Eingriff“ vor hat.

Salute

ps nix drunter schreiben, Ihm erklären, nicht mir, ich werde mich morgen wieder weglöschen

Hallo Willi,

jetzt biste zitiert, da geht kein Weglöschen mehr :wink:

Aber ernsthaft, jetzt wirds interessant.

Meine Heizungspumpe läuft entweder garnicht (wenn ICH das will), oder auf Stufe 1, 2 3 oder 4, mit einem kleinen Klackregler einstellbar. Ich habe bei dieser ca. 30 Jahre alten Ölheizung auch schon soviel Reparaturzeit im Heizungskeller verbracht, daß ich mit Sicherheit sagen kann, daß die Pumpe NIE abschaltet, es sei denn ich mache es.

Ich weiß, was passiert, wenn Wasser immer weiter erhitzt wird. Wenn es aber ständig zirkuliert, liegt das Problem eher darin, daß es in den Heizkörpern ständig abgekühlt wird. Daß es zu heiß wird, davon könnte ich nur träumen. Weil die Pumpe läuft. Mein Kaminofen wird niemals den riskanten Dampfdruck aufbauen, außer vielleicht neulich, als wir sechs Stunden Stromausfall hatten. Das haben wir aber nur deshalb nicht gemerkt, weil es nachts war - aber nachts feuert aber auch keiner den Ofen an.

Wenn es hier ein Problem oder Risiko gibt, dann sagt es mir doch bitte im Klartext, nicht in Andeutungen.

Kleine Anekdote: Ein Freund von mir hat vor Jahren seine Scheune zu einem Laden umgebaut. Heizung, ja aber wie? Nach vielem Nachdenken und Forschen entschied er sich, in dem Wandputz Kupferrohrschlangen zu verlegen und dort geregelt Warmwasser mit 40 Grad (nagel mich nicht fest) durchzuleiten, weil er meinte, der Raum könnte niemals kälter werden als die umgebenden Wände.

Sein Heizungsbauer wollte ihn mit Gewalt davon abhalten. Er hat es aber trotzdem gemacht. Resultat: Seit sieben Jahren ist er mit dieser Lösung hochzufrieden.

Was ist denn eigentlich ein Drollo? Schönes Wort

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