Hallo Matthias!
Könnt ihr mir bitte die Fragen beantworten?
Willst du jetzt über diesen Weg deine Nachhilfestunden bekommen? Ich probier’s mal (auch wenn eigentlich keine Studenten gesucht waren … *g*)
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Aus welchem Grund spricht man beim der Leistung vom Trafo von
VA? Ist das nicht vergleichbar mit der Leistung in Watt?
Nicht ganz. Schon mal was von einer Scheinleistung S gehört? Oder Blindleistung B?
Nehmen wir eine beliebige Phasenverschiebung mit Winkel PHI zwischen Spannung und Strom an sowie einen einfachen Wechselstromtrafo an:
S = U*I (Also einfach die Beträge von Strom und Spannung; Angabe in VA)
P = U*I*cos(PHI) Die Wirkleistung des Trafos. Angabe in Watt
B = S - P = U*I*sin(PHI) ; Angabe in VAr
Nur im Fall von Phi = 0 (also cos(PHI) = 1) entspricht die angegebene Leistung in VA der max. übertragbaren Wirkleistung in W
Sollte das jetzt komplett unverständlich sein, solltest du mal über eine intensivere Einarbeitung in die Wechselstromrechnung in Erwägung ziehen! So von wegen Phasenverschiebung an kapazitiven und induktiven Elementen …
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Mehrere Anzapfungen an der Sekundärseite des Transformators,
wie verhält sich das bei einem sehr hohem Stromverbrauch an
einer Anzapfung auf der Sekundärseite? Werden davon auch die
anderen Anzapfungen beeinträchtigt z.B. durch einen
Spannungsabfall oder was für Erscheinungen kann es noch geben,
wenn es überhaupt welche gibt?
Bei hoher Belastung (hohem Stromverbrauch, im Schlimmsten Fall Kurzschluss) sinkt die Spannung an den Klemmen das Trafos von der Leerlaufspannung nach unten. Dieser Spannungseinbruch wirkt sich auf Grund der Kopplung zwischen den Wicklungen / Anzapfungen auch auf alle anderen Anschlüsse am Trafo aus. Wie stark, hängt von der gesamten Netzkonstellation ab.
ich zitiere:
"Ein Trafo ist Induktiv. Also wenn man eine Gleichspannung
anlegt baut sich ein Magnetfeld auf, wel-ches dadurch eine
Gegeninduktion erzeugt, welche den Strom begrenzt. Die
Gegeninduktion entsteht aber nur so lange wie sich das Feld
„bewegt“, also verändert. Dieser Vorgang dauert eine
berechenbare Zeit.
Wenn sich das Magnetfeld aufgebaut hat und stabil ist, fällt
die Gegeninduktion weg und der Strom wird nur noch den
Ohmschen Widerstand der Wicklung begrenzt. "
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Würde dann nicht ein relativ hoher Gleichstrom durch den
Transformator fließen und somit Leistung umgesetzt oder
umgangssprachlich ausgedrückt Strom verbraucht?
Deswegen speist man Trafos auch nicht mit Gleichspannung, sondern nimmt Wechselspannung.
Im Falle von Gleichspannung würde nach Ende der Einschaltvorgänge ein großer Strom durch die Wicklung fließen. Mit Hilfe der Gleichung P = I^2*R bekommst du die Verlustleistung raus, die dann komplett in Wärme umgesetzt wird. I sehr groß und R ziemlich klein macht insgsamt eine sehr hohe Verlustleistung. Im schlimmsten Fall brennt der Trafo ab, wenn nicht genug Kühlleistug da ist.
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Wenn bei einer Wechselspannung eine Gegeninduktion erzeugt
wird, welche den Stromfluss durch die Primär-wicklung
begrenzt, bedeutet das doch, dass je höher die Frequenz ist,
desto weniger Strom fließt durch die Pri-märwicklung. Ist das
richtig?
Prinzipiell ja. Deswegen steigt ja auch mit der Frequenz die übertragbare Leistung (bei gleicher Baugröße). Allerdings kommen dann in vielen Fällen so Randeffekte wie Stromverdrängung, Probleme mit dem Eisenkreis, kapazitive Kopplungen, etc immer stärker ins Spiel, was dazu führt, dass es für verschiedene Frequenzen optimierte Trafos gibt, und nicht einen Typ für alle Frequenzen.
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Fließt am unbelasteten Trafo ständig ein Strom durch die
Primärwicklung? Meiner Meinung nach bei niedriger Frequenz ja,
da keine Induktion stattfindet und der Stromfluß nur durch die
ohmschen Wider-stand der Wicklung begrenzt wird. Ist das so
richtig? Stromverbrauch obwohl kein ohmscher Verbrau-cher dran
ist?
5.1: es muss KEIN Ohmscher Verbraucher am Trafo hängen. Genauso kann da auch ein Motor => ohmsch-induktiv (bis fast rein induktiv) oder auch etwas Kapazitives (=> Gleichrichter mit Glättungskapazität oder Kompensationskondensatoren) dran hängen. Oder auch gar nix …
5.2: Ja, es fliesst ein Strom im Leerlauf, der sog. Magnetisierungsstrom. Die Angabe wird normalerweise über die Leerlaufleistung (Strom kann ja bei gegebener Spannung berechnet werden) gemacht.
Das waren erstmal ganz schön viele Fragen deswegen höre ich
erstmal auf.
Schön. Ich hoffe, ich konnte einige verständlich beantworten …
ich bin schon gespannt auf die Antworten.
oben gestellte Fragen haben sich mir beim Studium der
Funktionsweise des Trafos gestellt und die konnte ich mir
nicht selbst beantworten.
Wie gesagt: grundlegende Kenntnisse von Wechsel- (und auch Drehstrom-)kreisen können schon viel helfen!
peherr