Weiterer Harscher Dt. Artikel in der NYT:

http://www.nytimes.com/2002/09/19/opinion/19SAFI.html

Hier übertreibt es der Autor aber ein wenig mit seinem Pamphlet gegen die Bundesrepublik, oder?

Grüße

Bernd

P.S. Ist „Gesellschaften“ ein Germanismus im Amerikanischen??

Entweder schreibst du, was in dem Artikel steht oder du setzt nen Link, der nicht unbedingt erst ne Anmeldung braucht.

Ich z.B. hab keine Lust mich überall auf der Welt anzumelden.

gruss
winkel

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Entweder schreibst du, was in dem Artikel steht oder du setzt
nen Link, der nicht unbedingt erst ne Anmeldung braucht.

Da man sich erst registrieren muss bevor man die Artikel lesen kann ist es wohl logisch, dass es keinen Link gebt der zu dem Text ohne Registrierung weist. Den Text im Wortlaut in einem Thread zu schreiben geht auch nicht, weil das Urheberrechte der New York Times verletzt.

Ich z.B. hab keine Lust mich überall auf der Welt anzumelden.

Kannst dich ja unter anderem Namen anmelden damit niemand an deine streng geheimen Daten herankommt :smile:

Amüsierte Grüße

Bernd

Das sind schon scharfe Geschütze, die der Autor da auffährt. Aber ich denke solche Einzelstimmen darf man auch nicht überbewerten. Erstaunlich und bedauerlich ist es allerdings immer wieder, wie schlecht informiert manche Amerikaner über den Rest der Welt sind! Ich muss allerdings auch sagen, dass der Standpunkt von unserem Bundesgerhard (deutscher Weg etc.) etwas unglücklich gewählt ist und die Idee mit Antiamerikanismus Wahlkampf zu machen halte ich auch für nicht besonders.

Das mit dem Germanismus kann schon sein. Solche Ausdrücke hängen aber auch oft stark vom (gesellschaftlichen) Hintergrund des Einzelnen ab. Leider ist speziell in Amerika (teilweise auch in GB) viel Deutsch aus dem 2.WK über geblieben (z.B. Blitz(-Krieg) etc.) und manchmal kommt es mir so vor, als ob einige glauben, dass sich in D seit damals nicht viel geändert habe.

Aber wie gesagt sollte man solche Stimmen nicht überbewerten!

Schönen Gruß

Edi

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…und die Idee mit Antiamerikanismus Wahlkampf
zu machen halte ich auch für nicht besonders.

Hallo,

was haben fehlendes Bejubeln oder Kritik mit „Antiamerikanismus“ zu tun? Ich finde diese überall auftauchende Wortwahl höchst ärgerlich und den Sachverhalt entstellend.

Kritik, deutliche Worte, verschiedene Standpunkte müssen auch in einer Wertegemeinschft möglich sein. Wenn nicht einmal das möglich sein soll, kann man nicht von Partnerschaft oder Verbündeten reden, dann ist es Vasallentum.

Btw: Weshalb die Aufregung über die Wortwahl „deutscher Weg“? Hast Du schon mal gehört, was G. Bush in dieser Richtung alles zum Besten gibt? Der Herr pfeift zur Not auf Völkerrecht und UN und sagt das auch ganz unverblümt!

Es wird allerhöchste Zeit, daß deutlichen Worten aus den USA deutliche Worte aus Europa und auch aus Deutschland gegenübergestellt werden. Wer dann wie ein verwöhntes, ungezogenes Kind die beleidigte Leberwurst zur Schau trägt, hat selbst Schuld und wird sich nach einer Phase des Nachdenkens auch wieder beruhigen.

Wir müssen uns unsere anerzogene devote Haltung gegenüber den Amis schleunigst abgewöhnen. Es sind keine Götter und ihnen gebührt kein Sonderstatus in der Welt. Auch eine amerikanische Regierung hat sich an UN-Entscheidungen und an das Völkerrecht zu halten. Wenn z. B. Herr Bush meint, nichts tun zu müssen, was der amerikanischen Industrie schaden könnte und mit dieser Begründung Erfordernisse des Klimaschutzes für uninteressant hält, muß er Druck spüren und unmißverständliche Worte hören. Genau das war bisher nicht der Fall und das ist auch einer der Gründe dafür, daß US-Regierungen nach Gutdunken verfahren. Sie sitzen eben in einem Club bückelnder Ja-Sager und benehmen sich deshalb entsprechend unverschämt.

Das alles hat nichts mit Konfrontation, Zerwürfnis o. ä. zu tun, sondern hat der ganz normale Umgang zwischen engen Partnern zu sein. Um den richtigen Weg muß man auch leidenschaftlich und hart zur Sache gehend streiten können.

Viele Amerikaner haben sich speziell mit dem deutschem Duckmäusertum bequem eingerichtet. Und wenn alles nichts mehr hilft, wird sogar ungeniert Dankbarkeit für die Vorgänge um WK II eingefordert.

Weil wir gerade beim Thema sind: Die deutliche Sprache muß auch im Verhältnis mit Israel möglich sein, auch vor dem Hintergrund unserer Geschichte. Wenn jemand also eine Dummheit oder ein Verbrechen als solche bezeichnet, ist das nicht „antiisraelisch“ oder irgend so ein Unfug.

Gruß
Wolfgang