Weiterverm. Eigent-Whng. an Lebenspartn. statth.?

Eine Beobachtung aus meinem weiteren Lebensumfeld veranlasst mich zu folgender Frage:
Ist die Weitervermietung einer Eigentumswohnung an einen Lebensparner (ob Ehepartner oder nicht) statthaft, wenn der Eigentümer eine Mietwohnung pro Forma als Hauptwohnsitz hat und angibt, um die Kosten der Eigentumswohnung von der Steuer abzusetzen zu können, aber selbst mit dem Lebenspartner in der Eigentumswohnung zusammen lebt?

Vielen Dank

Hallo!

Grundsätzlich kann man an jede Person vermieten. Allerdings setzt dies auch die tatsächliche Durchführung voraus. Nutzt der Eigentümer nachweislich keine andere Wohnung in nennenswertem Umfang, wäre der Mietvertrag m. E. mangels tatsächlicher Durchführung steuerlich nicht anzuerkennen („kein Besucher mehr“). Eine objektive Trennung zwischen eigengenutztem und fremdgenutztem Wohnungsanteil ist dann nicht möglich. Damit sind die Eigentümer-Kosten im vollen Umfang der privaten Lebensführung zuzurechnen. Schön, wenn sich die Lebensgefährtin daran beteiligt. Aber eine Einnahme aus Vermietung und Verpachtung wäre das nicht.

Es kann jedoch unmöglich die allgemeine Vermutung aufgebaut werden, dass Mieter mit dem Vermieter zusammenleben. Und bei der später zu prüfenden Steuererklärung entsprechendes festzustellen, dürfte schwierig sein. Daher lautet einmal mehr die Quint-Essenz: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Ciao!
Nemo

HUI!!
Das ist aber schön!!
Also, die Frage war doch, ob es RECHTENS ist! Natürlich ist es nicht rechtens! Kenne ähnlichen Fall!
Wenn es sich um keine Vermietung handelt, dürfen die Verluste natürlich auch nicht als solche in der Steuererklärung geltend gemacht werden.
„Wo kein Kläger, da kein Richter.“ - Das ist ja ein netter Spruch, aber in diesem Fall eine schlichte Ermutigung zur Steuerhinterziehung!
Und ich bin überzeugt, dass viele solcher Fälle auffliegen! Wenn auch erst Jahre später…
Irgendwann liegt eine Rechnung in der Steuererklärung, die an die vermietete Wohnung addressiert ist oder andere Hinweise dieser Art… Zudem gibt es Bearbeiter in den Finanzämtern, die tatsächlich, obwohl es sich um faule Beamte handelt, nach Dienstschluss an diesen Häusern und Wohnungen vorbeifahren und mal ein bisschen schnuppern.
Mag sein, dass ich spießig bin, aber solche Klamotten würd’ ich nie ausprobieren!
Jahrelanges Zittern bei jeder Steuererklärung??? Nein danke!!

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Aber: Hallo!
Natürlich ist es nicht rechtens!!! Und es ist zweifellos eine Steuerhinterziehung iSd. § 370 AO. Möglicherweise war meine Aussage mißverständlich… Ich hätte es auch anders formulieren können: Hilft man dem FA nicht durch gezielte Hinweise („anonyme Anzeige“), besteht keine Chance, diesen Sachverhalt festzustellen. (=> „Zaunpfahl“ nun erkannt???)

Ich denke, das Problem im Kern zutreffend dargestellt zu haben. Was man daraus macht, ist eine Frage der persönlichen Interpretation.

Ciao!
Nemo

Also, ich habe jetzt wohl verstanden, was Du sagen wolltest, nichts desto trotz machst Du deutlich, dass es in solchen Fällen einfach ist, Steuern zu hinterziehen. Damit sinkt die Hemmschwelle.
Wenn der Mensch ebenfalls in diesem Haus oder in dieser Wohnung lebt, dann wird er sich doch sicherlich auch angemeldet haben (wenn auch nur mit Zweitwohnsitz meinetwegen) oder macht er sich hier auch noch strafbar?!
Das Finanzamt kann doch jederzeit nachsehen, wo jemand angemeldet ist!
Außerdem müssen Mietverträge vorgelegt werden.
Wenn ein leiser Verdacht aufkommt, wird eine Wohnskizze angefordert, sollte sie noch nicht mit dem Mietvertrag eingereicht worden sein.
Und wenn keine räumliche Trennung vorhanden ist, wenn der Mieter keine eigene Küche, Bad oder Wohnzimmer hat, läuten doch wohl alle Glocken!
Desweiteren besteht die Möglichkeit der Besichtigung.
Dann kommt vielleicht das Argument „…ist ja nur mein Untermieter…“ oder „…wir leben in einer WG…“! Sowas würde mich fuchsen, wenn ich so’n Mist als Bearbeiter aufgetischt bekäme!
Ich würd’ einfach Nachforschungen anstellen oder anstellen lassen!
Damit solche Umstände auffliegen, bedarf es wirklich keiner „anonymen Anzeige“!

Will natürlich nicht ausschließen, dass es wirklich desinteressierte Pappnasen in den Behörden gibt!

Schönen Gruß von der missverstehenden Sonja

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Hallo!

Ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass der geschilderte Umstand für alle ehrlichen Steuerzahler ein Schlag ins Gesicht ist. Dennoch denke ich, dass Du die Möglichkeiten der Behörde unzutreffend einschätzt. Aber ich werde mich hüten, hier eine präzise „Anleitung“ zu geben.

Ciao!
Nemo