ich möchte mal diejenige, die sich hier mit Optik und der Realisation von optischen „Tricks“ im Bereich Zubehör für Kameras auskennen, fragen:
Warum gibt es keine Konverter zum Montieren zwischen Kameragehäuse und Objektiv,
die die Brennweite des davor montierten Objektivs nicht wie die üblichen Telekonverter 1,5x oder 2x verlängern, sondern (effektiv, im Retrofokus-Prinzip) 0,6x oder 0,7x verkürzen wie ein Weitwinkel-Vorsatz-Konverter?
Ich wünsche mir so was nämlich zu dem Zweck, Weitwinkelobjektive für 35mm-KB-Format an einer DX-Kamera (Cropfaktor 1,5) anzuschließen und den vollen Bildwinkel zu nutzen.
Wäre es Erfolg versprechend, den Linsensatz eines handelsüblichen Telekonverters umzudrehen, so dass das Sammelglied zur Chipebene und das Streuglied zur Objektivrücklinse hin gewendet ist?
Fragt
Beuteltier
(großer Bastler, ich habe mir z.B. gerade einen 185°-Fisheye-Konverter gebaut, der nur an Randunschärfe leidet)
Warum gibt es keine Konverter zum Montieren zwischen
Kameragehäuse und Objektiv,
weil es zu drastischen Vignetierungen kommt.
Wäre es Erfolg versprechend, den Linsensatz eines
handelsüblichen Telekonverters umzudrehen, so dass das
Sammelglied zur Chipebene und das Streuglied zur
Objektivrücklinse hin gewendet ist?
Wie gesagt, der Effekt dürfte sein, daß Du eine zwar verkleinerte Abbildung kriegst, aber mit besagten Vignetierungen.
wenn die Vignettierung nur so stark wäre wie der Verkleinerungsfaktor, würde es ja passen - ich montiere ein Objektiv mit der Ausleuchtung des 43mm-Bildkreises des KB-Formats an einen Konverter, der mit Faktor 0,7 den 30mm-Bildkreis eines APSC-Formats auszuleuchten hat - oder mache ich hier einen Denkfehler?
wenn die Vignettierung nur so stark wäre wie der
Verkleinerungsfaktor, würde es ja passen
dazu kann ich nichts sagen.
Dazu stellt sich mir aber die Frage, wie Du das mit den Anschlüssen machen willst, weil das Bajonett der Kamera auf das gleiche Bajonett des Brennweitenverlängerers zeigt und umgekehrt.
ich würde natürlich den Linsensatz im Konverter umdrehen, und nicht den Konverter
Ich hab aber gerade mal einen Test gemacht mit einem einfachen (M42) Konverter:
In beiden Ausrichtungen des Linsensatzes ergibt sich nur eine Brennweitenverlängerung!
Offenbar machen die Konverter nur hinter dem Objektiv die Brennweite von Hinterlinse des Objektivs bis Chip-/Film-Ebene nur um so viel länger wie sie selber dick sind (3 - 4 cm), das bringt mir also leider gar nichts.
Jetzt „weiß ich, warum“ es keine solchen Konverter gibt
Wenn das in nur halbwegs vernünftiger Qualität machbar wäre, sei sicher: die Industrie hätte es gemacht! Es gibt sie nur als Vorsatz für Kompaktkameras, und da ist die Qualität „naja“ und nur deswegen akzeptabel, weil der Chip, auf den das Licht auftrifft, winzig ist im Vergleich zu DSLR.
da hast du wohl recht.
Die Industrie bietet ja Weitwinkel- und Fisheye-Vorsatzkonverter an für 50 bis 150 Euro, die ihr GEld m.E. nicht mal wert sind.
Das mit dem Telekonverter umgedreht habe ich inzwischen schon ausprobiert, es bringt gar nichts.
Dafür habe ich mir inzwischen aus einer Raynox 0,5 x Weitwinkelvorsatzlinse als Front-Streulinse, der mittleren Streulinse eines Tokina 0,22 x Fisheye-Vorsatzes und der Hinterlinse eines 20 Jahre alten HAMA-Fisheyes als Sammellinse einen Fisheye-Vorsatz gebaut, der bei einem Faktor von 0,25 x wirklich 180° Bildfeld einfängt (übliche Fisheye-Vorsätze schaffen meist nur 160°) und an meinem SIGMA 10-20 mm Superweitwinkelobjektiv bei 17 mm ein kreisrundes, randscharfes Bild macht.
Wohlgemerkt - RANDSCHARF (so ziemlich
Darauf bin ich stolz wie noch was.
Ich hab ein halbes Jahr lang verschiedenste Vorsätze gekauft und ausprobiert, und alle waren unscharf am Rande, nur mein Selbstbau nicht. Und die CAs sind mit + 0,0020 % R-C und - 0,0020 % B-G am Bildrand auch geringer als die bei handelsüblichen Fisheye-Vorsätzen, was aber nicht so wichtig ist, weil meine Nikon Capture NX 2 - Software die CAs wegrechnet.