Welche Akku-Lampe an MTB?

Guten Tag,
da es jetzt früh dunkel ist, will ich eine neue Beleuchtung an meinem MTB haben. Bin bis jetzt immer mit so einfachen Lampen aus dem Aldi
usw. gefahren. Habe mir dafür Akku’s gekauft. Aber diese sind meist nach 1 Stunde leer. Dann wird es dunkel im Wald, Akkuwechsel will ich während der Tour nicht machen, ebenso will ich keine 2 Ersatzlampen mitschleppen.
Könnt Ihr mir bitte aus " praktischer Erfahrung " die ( Akku ) Lampe nennen, welche:

  1. helles, brauchbares Licht, auch im Gelände verbreitet!
  2. mindestens 4 Stunden am Stück gleichmässig hell brennt.

danke,
Gruss Wolfgang

Hi Wolfgang,

ich würde dir gleich ein Cateye-Beleuchtungs-Set empfehlen. Sind zwar nicht so billig, wie di vom Aldi oder Lidl, aber bringen was! Selber habe ich auch ein solches und bin sehr zufrieden damit. Mit der neuen Krypton-Birne ist es auch Taghell geworden :wink:

z.B. hier: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categor…

Gruß
MiND

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Hi
Hab ne Halogen-Cateye mit 6 AA Akkus, lässt sich mit meinem Handyladegerät laden. macht sehr viel licht, aber auch nur etwa 2 Stundebn, dann bricht sie ein. für die Cateyes gibts richtig fettw Akkupacks für Befestigung am Rahmen, das könnte die Haltbarkeit deutlich Verlängern. In der Stadt brauche ich meist keine Lichtkegel - da reichts wenn ICH gesehen werde. Da benutze ich eine Cateye LED Lampe. hält wochen mit 3? AA.
HH

Hallo,

im wesentlichen ist die Brenndauer von der Kapazität der Akkus abhängig.

Bei meiner Sigma Ellipsoid sind die Verhältnisse etwa so:

Stromaufnahme ca 500 mA
Akkukapazität 2000 mAh

ergibt theoretisch eine Brenndauer von 4 Stunden. Praktisch sind so ca 3 Stunden zu erwarten.

Eines sollte dir aber klar sein: Billige Baumarktakkus taugen meiner Erfahrung nach nichts. Alle derartigen Akkus, die ich bisher hatte, sind nach nicht allzu langer Zeit (einigen Monaten) kaputt gegangen (stark nachlassende Kapazität).
Also lieber teurere hochwertige Akkus verwenden und ein entsprechendes elektronisches Ladegerät (zeitgesteuert ist nicht so gut, denn du kannst damit teilentladene Akkus kaum korrekt nachladen).
Und immer NiMH verwenden. NiCd sind veraltet und nur noch in wenigen Ausnahmefällen sinnvoll (eine Fahrradbeleuchtung gehört nicht zu den Ausnahmen).

Gruß, Niels

Hallo auch!

Eines sollte dir aber klar sein: Billige Baumarktakkus taugen
meiner Erfahrung nach nichts.

[…]

Also lieber teurere hochwertige Akkus verwenden und […]

Meine volle Zustimmung! Hochwertige Akkus kann man übrigens in Modellbaugeschäften kaufen. Wenn diese auf Höchstleistungen entwickelten Akkus dann mit der Beleuchtung nix taugen, dann liegts am Konzept und nicht an den Akkus.

Und immer NiMH verwenden. NiCd sind veraltet und nur noch in
wenigen Ausnahmefällen sinnvoll (eine Fahrradbeleuchtung
gehört nicht zu den Ausnahmen).

Hier stimme ich dir grundsätzlich auch zu, möchte aber dennoch anmerken, dass NiCd-Akkus bedeutend unempfindlicher gegen Überladung und Tiefentladung sind, und dass sie bei Kälte nicht so stark in der Spannung einbrechen wie NiMH.

Gruß

Stefan

Hallo,

Meine volle Zustimmung! Hochwertige Akkus kann man übrigens in
Modellbaugeschäften kaufen. Wenn diese auf Höchstleistungen
entwickelten Akkus dann mit der Beleuchtung nix taugen, dann
liegts am Konzept und nicht an den Akkus.

ich möchte hier aber wiederum eine kleine Einschränkung bringen: die Höchstleistungsakkus (derzeit Mignon bei 2500 mAh) machen nur Sinn, wenn das letzte bisschen Kapazität zwingend erforderlich ist. Ansonsten ist das Preis-Leistungsverhältnis bei zB 2000 mAh deutlich besser.

Hier stimme ich dir grundsätzlich auch zu, möchte aber dennoch
anmerken, dass NiCd-Akkus bedeutend unempfindlicher gegen
Überladung und Tiefentladung sind,

deswegen ja das elektronische Ladegerät. Damit ist Überladen fast ausgeschlossen.

und dass sie bei Kälte
nicht so stark in der Spannung einbrechen wie NiMH.

Ich denke, es geht da mehr um die Kapazität die -wie bei einem Bleiakku- nachlässt. Wenn aber ein NiMH-Akku wegen Kälte vorübergehend die Hälfte seiner Kapazität verliert, hat er trotzdem noch soviel Kapazität wie ein baugleicher NiCd-Akku. Meine Akkulampe mit 1800mAh NiMH hat auch bei -5 Grad immer noch für die knapp 2 Stunden Hin- und Rückfahrt zur Arbeit gereicht.

Gruß, Niels

Hallo nochmal!

Wenn diese auf Höchstleistungen
entwickelten Akkus dann mit der Beleuchtung nix taugen, dann
liegts am Konzept und nicht an den Akkus.

ich möchte hier aber wiederum eine kleine Einschränkung
bringen: die Höchstleistungsakkus (derzeit Mignon bei 2500
mAh)

Ich glaube hier haben wir etwas aneinander vorbeigeredet. Du meinst Höchst_kapazitäts_akkus, ich meinte aber tatsächlich Höchst_leistungs_akkus, die üblicherweise nicht endgradig hohe Kapazitäten aufweisen, die dafür aber einen extrem niedrigen Innenwiderstand haben.

Hier stimme ich dir grundsätzlich auch zu, möchte aber dennoch
anmerken, dass NiCd-Akkus bedeutend unempfindlicher gegen
Überladung und Tiefentladung sind,

deswegen ja das elektronische Ladegerät. Damit ist Überladen
fast ausgeschlossen.

Schon klar, in der Praxis ist aber das Tiefentladen viel häufiger.

Ich denke, es geht da mehr um die Kapazität die -wie bei einem
Bleiakku- nachlässt. Wenn aber ein NiMH-Akku wegen Kälte
vorübergehend die Hälfte seiner Kapazität verliert,

Die Kapazität, also die entnehmbare Ladungsmenge lässt ja eigentlich gar nicht nach, wohl aber die entnehmbare Energie (= Spannung * Ladung).
Das wird oft als Kapazitätsverlust bezeichnet, weil bei Kälte einfach die nutzbare Kapazität infolge des starken Spannungseinbruchs geringer wird. Wenn man nun aber einen Akku mit sehr geringem Innenwiderstand verwendet, steigt dieser bei Kälte auch nicht auf so hohe Werte an, wie bei einem Akku mit maximaler Kapazität aber auch höherem Innenwiderstand. Folglich wird ein Hochleistungs(!)-Akku bei niedrigen Temperaturen eine höhere Spannungslage haben, und daher auch einen höheren Nutzbaren Kapazitätsanteil haben.

Und last but not least lassen sich Hochleistungsakkus auch wesentlich schneller aufladen als Standardakkus gleicher Kapazität.

Meine Akkulampe mit 1800mAh NiMH hat auch bei -5 Grad immer
noch für die knapp 2 Stunden Hin- und Rückfahrt zur Arbeit
gereicht.

Das will ich ja auch gar nicht in Abrede stellen, aber hier könnte man jetzt auch wieder Betrachtungen zum Preis-Leistungs-Verhältnis anstellen…

Was ich aber eigentlich mit meinem ursprünglichen Posting ausdrücken wollte: Auch wenn NiMH-Akkus in vielen Bereichen die Nase vorn haben, sollte man die NiCd-Akkus nicht unbedingt als technisch überholt oder veraltet betrachten.

Weiterhin sollte man sich auch bewusst machen, dass die Kapazitätsangaben auf dem Akku keine Aussage zur praktischen Einsetzbarkeit eines Akkus beinhalten, da sich diese Angaben oft auf sehr geringe Ströme (0,1 C) und ideale Akkutemperaturen beziehen.
Bei drei- bis fünffachem Strombedarf und mehrstelligen Minusgraden sind die aufgedruckten Kapazitätsangaben dann unter Umständen keinen Pfifferling mehr wert. Unter diesen, alles andere als idealen Bedingungen zählt neben der Kapazität vor allem, wie verlustarm man die gespeicherte Energie wieder aus dem Akku entnehmen kann.

Gruß

Stefan