Hallo nochmal!
Wenn diese auf Höchstleistungen
entwickelten Akkus dann mit der Beleuchtung nix taugen, dann
liegts am Konzept und nicht an den Akkus.
ich möchte hier aber wiederum eine kleine Einschränkung
bringen: die Höchstleistungsakkus (derzeit Mignon bei 2500
mAh)
Ich glaube hier haben wir etwas aneinander vorbeigeredet. Du meinst Höchst_kapazitäts_akkus, ich meinte aber tatsächlich Höchst_leistungs_akkus, die üblicherweise nicht endgradig hohe Kapazitäten aufweisen, die dafür aber einen extrem niedrigen Innenwiderstand haben.
Hier stimme ich dir grundsätzlich auch zu, möchte aber dennoch
anmerken, dass NiCd-Akkus bedeutend unempfindlicher gegen
Überladung und Tiefentladung sind,
deswegen ja das elektronische Ladegerät. Damit ist Überladen
fast ausgeschlossen.
Schon klar, in der Praxis ist aber das Tiefentladen viel häufiger.
Ich denke, es geht da mehr um die Kapazität die -wie bei einem
Bleiakku- nachlässt. Wenn aber ein NiMH-Akku wegen Kälte
vorübergehend die Hälfte seiner Kapazität verliert,
Die Kapazität, also die entnehmbare Ladungsmenge lässt ja eigentlich gar nicht nach, wohl aber die entnehmbare Energie (= Spannung * Ladung).
Das wird oft als Kapazitätsverlust bezeichnet, weil bei Kälte einfach die nutzbare Kapazität infolge des starken Spannungseinbruchs geringer wird. Wenn man nun aber einen Akku mit sehr geringem Innenwiderstand verwendet, steigt dieser bei Kälte auch nicht auf so hohe Werte an, wie bei einem Akku mit maximaler Kapazität aber auch höherem Innenwiderstand. Folglich wird ein Hochleistungs(!)-Akku bei niedrigen Temperaturen eine höhere Spannungslage haben, und daher auch einen höheren Nutzbaren Kapazitätsanteil haben.
Und last but not least lassen sich Hochleistungsakkus auch wesentlich schneller aufladen als Standardakkus gleicher Kapazität.
Meine Akkulampe mit 1800mAh NiMH hat auch bei -5 Grad immer
noch für die knapp 2 Stunden Hin- und Rückfahrt zur Arbeit
gereicht.
Das will ich ja auch gar nicht in Abrede stellen, aber hier könnte man jetzt auch wieder Betrachtungen zum Preis-Leistungs-Verhältnis anstellen…
Was ich aber eigentlich mit meinem ursprünglichen Posting ausdrücken wollte: Auch wenn NiMH-Akkus in vielen Bereichen die Nase vorn haben, sollte man die NiCd-Akkus nicht unbedingt als technisch überholt oder veraltet betrachten.
Weiterhin sollte man sich auch bewusst machen, dass die Kapazitätsangaben auf dem Akku keine Aussage zur praktischen Einsetzbarkeit eines Akkus beinhalten, da sich diese Angaben oft auf sehr geringe Ströme (0,1 C) und ideale Akkutemperaturen beziehen.
Bei drei- bis fünffachem Strombedarf und mehrstelligen Minusgraden sind die aufgedruckten Kapazitätsangaben dann unter Umständen keinen Pfifferling mehr wert. Unter diesen, alles andere als idealen Bedingungen zählt neben der Kapazität vor allem, wie verlustarm man die gespeicherte Energie wieder aus dem Akku entnehmen kann.
Gruß
Stefan