Hallo! In zwei Tagen habe ich bereits die sechste Knie-OP, es soll ein freier Gelenkkörper entfernt werden, das vordere Kreuzband ersetzt werden und evtl. die Knorpel geglättet aufgrund einer bestehenden Gonarthrose. Evtl. hat das hi. Kreuzband auch was abbekommen aber das stellt sich erst bei der Athroskopie raus. 2005 hatte ich wegen eines schweren Verkehrsunfalles bereits mehrere Operationen an diesem Knie (Kreuzbandplastiken vo. und hi., Seitenband-Ersatz, knöcherner Abriss der Gelenkkapsel… ). Da seit der aktuellen Kreuzbandruptur bereits 4 Wochen ins Land gegangen sind habe ich aufgrund diverser Schmerzen eine Fehlhaltung eingenommen die nun zu Rückenschmerzen führte.
Nun stell ich mir die Frage, wie gehts nach der Kreuzbandoperation weiter? Ich bin privatversichert (50%) und beihilfeberechtigt (50%). Ich denke mal zuerst wird nicht mehr möglich sein als Rückenmassagen, Manuelle Therapie und Lymphdrainagen. Danach erwäge ich bei ausreichender Belastbarkeit allerdings eine ambulante Reha zu beantragen, da ich den Eindruck habe dass es mit 2-3 mal KG pro Woche nicht ausreicht. Ich möchte das bestmöglichste Ergebnis für mein Knie erreichen.
Wie stehen hierbei die Chancen diese genehmigt zu bekommen? Was würdet ihr mir für eine physiotherapeutische Nachsorge empfehlen? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
Hallo Manu - ich weiß leider nicht wie die Chancen einer Genehmigung stehen. Aber ich denke du solltest auf jedenfall eine Reha beantragen. Falls sie abgelehnt wird kannst du immernoch ambulant in eine Reha-Klinik gehen. Auch ein Geräteunterstütztes-Training würde ich zu gegebenen Zeitpunk (beginnende Vollbelastung) vorschlagen. Später in der Genesungsphase würde ich ein funktionelles Training vorschlagen - srich nicht unbedingt nur noch an „Kraftgeräten“.
Für eine geeignete Reha würde ich eine Praxis/Klinik die sich auf Orthopädie und Unfallchirurgie spezialisiert hat vorschlagen.
Moin,
nach deiner OP steht dir eine Anschlußheilbeh. mit anschl. 3wöch. Reha zu.(bei Berufstätigk).Vor der Op solltest du aber Konditionierung und Muskelkräftigung im F-Center gemacht haben. Je besser der musk.Zustand vor OP umso besser die Heilung und Wiederherstellung eines guten Zustands.Muskeltraining Biz.fem und Gluteos geht auch onhe Bel.des Kniegel. Kräftig. Übungen vom Physio zeigen lassen, merken und zu Haus weiter trainieren.
Gute Genesung
gerd1900
Na da ist ja nicht mehr viel heil im Knie…
ambulante Reha halte ich für eine gute Idee, da man dort deutlich intensiver an das Training herangehen kann und vermutlich auch zwischen mehreren Therapieanteilen wählen und diese auch miteinader kombinieren kann. Dazu gehören dann zB KG, MT, Lymphdrainage, Eistherapie, Ultraschall, Bewegungsbad, Faszien/Triggerpunkt-behandlungen (Weichteilbehandlungen), Übungen auf dem Posturomed etc.
Insgesamt muss ich aber aus meiner Erfahrung sagen, dass sich ein Knie, das schon so viele Op´s und erhebliche Verletzungen durchgemacht hat, vermutlich nicht wieder zu einem stabilen Knie herantherapieren lassen kann. Ich würde lieber positiver schreiben, aber besser ist es wohl, sich mit der Möglichkeit sogenannter Restbeschwerden auseinander zu setzen.
Du scheinst aber jemand zu sein, der viel Ehrgeiz im Umgang mit seinem Knie entwickeln kann: das brauchst du! Also viel Glück bei deiner Op und gutes Gelingen mit wenig Schmerzen!
Nach meinem Wissen werde auch KB-Risse nicht mehr zwingend operiert. Aber vermutlich ist das Knie durch die Vorschäden bereits so instabil, dass es sich nicht umgehen lässt. Ansonsten hat man festgestellt, dass ein KB-Ersatz auch nicht unbedingt mehr Stabilität bringt, als gar nichts zu tun, bzw intensiv zu beüben.
Hallo Manu,
wenn ärztlicherseits eine Verordnung vorliegt denke ich nicht das es schwierig wird. Auf jeden Fall hat mein Mann damit keine Probleme gehabt,er hat denselben Versicherungsstatus wie Du.Du musst alles jedoch frühzeitig einreichen, auch den Antrag auf eine ambulante Reha-natürlich alles über die ärztliche Verordnung.Ich habe mich vorsichtshalber auch bei der Privatversicherung ekundigt was und wann die etwas haben wollen wegen einer ambulanten Reha,das kann unterschiedlich sein.Welche Physiotherapie für Dich richtig ist bei Deiner Vorgeschichte kann und sollte auch nur ein Arzt entscheiden damit man nicht eine Therapie wählt die kontraindiziert ist.Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg und gutes Gelingen für Deine OP.Ich hoffe ich konnte Dir ein paar Anregungen geben.
Dein PLan hört sich doch sehr fundiert an. Die Frage ist lediglich, ob nicht eine stationäre Reha möglich ist. Dort hat man einfach mehr Ruhe sich um sich zu kümmern und nicht noch den ganzen Alltagskram am HAls.
Ich würde auf jeden Fall ReHa-Sport (suche dir eine Einrichtung mit einer Ortho-Spezialisierung) beantragen Die Ärzte sind damit in einigen Regionen/Bundesländer recht spendabel (noch!). Hierbei stehen dir Pauschal erstmal 50 Einheiten zu (1E = min. 45 Min.) die du (je nach Ermessen des Arztes) 1 oder 2 mal pro Woche ableisten kannst (innerhalb von 18 Monaten). Sonderfälle bekommen sogar 120 E. Ansonsten kannst du deinen Arzt fragen ob er die statt KG KGG (krankengymnastik am Gerät) verschreibt so hat der Therapeut statt 20-30 Minuten 50-60 Zeit mit dir. Letzen Endes kommst du nicht um ein regelmäßiges Training herum. Hierbei rate ich dir von den Fitnessketten AB! suche dir eine Prxis mit angegliederter oder gar eigener Gerätefläche die auch durch einen Physiotherapeuten betreut wird.
Hallo. Die chancen auf die reha hängen von deiner Krankenversicherung ab, sprich mal mit denen. ansonsten sieht dein fahrplan schon sehr realistisch aus. während der reha solltest du dich auf die stabilisierung der Beinachsen und va auf die Ursachenforschung und -beseitigung konzentrieren. sorry für die späte antwort.