Welche Ausstattung sollte meine neue Heizung haben?

Liebe/-r Experte/-in,
Es muß eine Neue Heizung her.
Die Situation:
Einfamilienhaus mit 120m² Wohnfläche im Erdgeschoß und
ca 40m² im Keller die beheizt werden. Die
Erdgeschoßdecke habe ich zusätzlich zu den ursprünglich
8cm Steinwolle mit 10cm Steinwolle isoliert. Die Wände
sind aus 30cm Gasbetonsteinen. Das große
Wohnzimmerfenster ist mit neuen Isolierglasscheiben
versehen worden. Weitere Maßnahmen der Isolation sind
uns zu aufwendig.
Die Heizung ist so alt wie das Haus, (1977). Deshalb muß
eine neue Heizung her, mit dem Ziel möglichst viel zu
sparen. Andererseits soll die Investition nicht zu hoch
sein. Solarkollektoren kommen nicht in Frage, weil keine
Dachfläche zur Verfügung steht, wegen einer
Photovoltaik-Anlage. Außerdem steht Aufwand und Nutzen
m.E. Nach bei einem 2-Personen-Haushalt in keinem
angemessenem Verhältnis.
Die Möglichkeiten: z.B. Pelletheizungen, Wärmepumpen,
mit oder ohne Schichtenspeicher sind so teuer, daß wir
diese Investitionen in unserem Alter (65 und 63 Jahre)
nicht mehr für sinnvoll halten.
Zur Wahl steht also eine Öl-oder Gasheizung, möglichst
in Brennwerttechnik. Öltanks sind vorhanden. Gas nicht,
die Leitung liegt aber in der Straße. Das billigste wird
einem ja praktisch gar nicht mehr angeboten, nämlich ein
Gasbrennwertgerät mit Durchlauferhitzer. Das ist
natürlich wegen der geringen Liefermenge an warmem
Wasser nicht so komfortabel, wie ein Kessel mit größerem
Speicher.
Fragen:
Ist eine Heizung mit Brennwerttechnik eigentlich
sinnvoll, wenn die vorhandenen herkömmlichen
Wandheizkörper im Einsatz bleiben?
Wie wichtig ist unter den geschilderten Bedingungen ein
hydraulischer Abgleich
Wie sollte die Thermostatsteuerung aussehen, unter dem
Gesichtspunkt optimale Verhältnis zwischen aufwand und
Nutzen?
Welche Leistung sollte die Anlage haben? Die alte
Heizung ist nach Aussage verschiedener Fachleute mit 36
kW deutlich überdimensioniert.
Welche Rolle spielt es sich das beste Fabrikat heraus zu
suchen (Stiftung Warentest)?
Also zusammengefasst ist die Frage: wie sollte unter den
geschilderten Bedingungen die Heizung beschaffen sein,
wenn man mit geringstem Aufwand einen größtmöglichen
Nutzen erzielen will?
Für eure Mühe vielen Dank im voraus
H. Schmode

Hallo,
Man sollte zu Anfag überlegen, ob man einen Heizungsfachmann seines Vertrauens hat und ihn dann um Rat fragen.
Zum Andreren ist es aber so, das eine Brennwertanlage auf alle Fälle sinnvoll ist, gerade wenn die Heizkörper ( wie meistens im Altbau) sehr groß dimensioniert sind. Man kann dann mit einer niedrigen Vorlauftemperatur heizen, was sehr energiesparend ist mit einer Brennwertheizung.
Der Hydraulische Abgleich spart auch nochmal Energie, weil nur so viel Heizungswasser durch die Heizkörper fließt wie nötig. Eine Heizungpumpe verbraucht auch Energie! Die Heizungspumpe sollte auch die Energieklasse A haben um möglicht wenig Strom zu verbrauchen. Hydraulischer Abgleich und A-Pumpe werden unter Umständen auch gefördert.
Nun zum Brennwertgerät, am meisten spart man mit einem Gas Brennwertgerät. Aber auch ein Ölbrennwertgerät ist möglich.
Bei Öl würde ich ein Buderus Gerät empfehlen, habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Bei Gas ist Buderus auch sehr gut (im aktuellem Warentest ist nicht das aktuelle Gerät getestet worden, aktuell GB 162), das beste Preisleistungsverhältnis hat bei Gas wohl die Calenta von Remeha.
Empfehlenswert ist aber auf alle Fälle ein Brennwert Gerät mit WW Speicher, der Wärmeverlust ist in neuen Speichern recht klein, der Vorteil dagegen viel größer.
Die Regelung der neuen Brennwertgeräte erfolgt über einen Außenfühler der die Vorlauftemperatur der Außentemperatur anpasst.( draußen warm- Vorlauf kühler, draußen kalt- Vorlauf wärmer)

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen, wenn noch Fragen offen sind einfach mailen.

Gruß vom Gasmann

Liebe/-r Experte/-in,

Hier meine Antwort: Ich kann natürlich keine Planung erstzen; das müßte ein Ing.-Büro oder ein Guter heizungsbauer machen.

Es muß eine Neue Heizung her.
Die Situation:
Einfamilienhaus mit 120m² Wohnfläche im Erdgeschoß und
ca 40m² im Keller die beheizt werden. Die
Erdgeschoßdecke habe ich zusätzlich zu den ursprünglich
8cm Steinwolle mit 10cm Steinwolle isoliert. Die Wände
sind aus 30cm Gasbetonsteinen. Das große
Wohnzimmerfenster ist mit neuen Isolierglasscheiben
versehen worden. Weitere Maßnahmen der Isolation sind
uns zu aufwendig.
Die Heizung ist so alt wie das Haus, (1977). Deshalb muß
eine neue Heizung her, mit dem Ziel möglichst viel zu
sparen.

Richtig! Den Wärmebedarf schätze ich auf 120m² x 100W/m² = 12 kW

Andererseits soll die Investition nicht zu hoch

sein. Solarkollektoren kommen nicht in Frage, weil keine
Dachfläche zur Verfügung steht, wegen einer
Photovoltaik-Anlage. Außerdem steht Aufwand und Nutzen
m.E. Nach bei einem 2-Personen-Haushalt in keinem
angemessenem Verhältnis.
Die Möglichkeiten: z.B. Pelletheizungen, Wärmepumpen,
mit oder ohne Schichtenspeicher sind so teuer, daß wir
diese Investitionen in unserem Alter (65 und 63 Jahre)
nicht mehr für sinnvoll halten.
Zur Wahl steht also eine Öl-oder Gasheizung, möglichst
in Brennwerttechnik. Öltanks sind vorhanden. Gas nicht,

Wenn die Tanks noch gut sind, würde ich eine Ölheizung bevorzugen. Öl ist immer ca 10% billiger als Gas. Die Gasheizung ist beim Neubau billiger als eineÖlheizung.

die Leitung liegt aber in der Straße. Das billigste wird
einem ja praktisch gar nicht mehr angeboten, nämlich ein
Gasbrennwertgerät mit Durchlauferhitzer. Das ist
natürlich wegen der geringen Liefermenge an warmem
Wasser nicht so komfortabel, wie ein Kessel mit größerem
Speicher.
Fragen:
Ist eine Heizung mit Brennwerttechnik eigentlich
sinnvoll, wenn die vorhandenen herkömmlichen
Wandheizkörper im Einsatz bleiben?

Das hat nichts miteinander zu tun.
Der Brennwertkessel arbeitet mit ca 10 % besserem Wirkunggrad, ist aber ca 1000€ teurer (ich bin als Rentner da nicht mehr auf dem laufenden). Laß Dir Deine Heizungskosten ausrechnnen, dann weißt Du, ob sich das bei 15 Jahren Lenbensdauer rechnet.

Wie wichtig ist unter den geschilderten Bedingungen ein
hydraulischer Abgleich

Versteh ich nicht: Man baut eine eine zentrale außentemp.-abhängige Regelung ein und zusätzlich Thermostatventile an jedem Heizkörper.

Wie sollte die Thermostatsteuerung aussehen, unter dem
Gesichtspunkt optimale Verhältnis zwischen aufwand und
Nutzen?
Welche Leistung sollte die Anlage haben? Die alte
Heizung ist nach Aussage verschiedener Fachleute mit 36

s.o.

kW deutlich überdimensioniert.
Welche Rolle spielt es sich das beste Fabrikat heraus zu
suchen (Stiftung Warentest)?

Die größten sind Vießmann und Buderus. das beste Fabrikat ist, womit sich der Installateur am besten auskennt. Du selbst kannst eine moderne Kesselelektronik nicht in Betrieb nehmen.

Also zusammengefasst ist die Frage: wie sollte unter den
geschilderten Bedingungen die Heizung beschaffen sein,
wenn man mit geringstem Aufwand einen größtmöglichen
Nutzen erzielen will?
Für eure Mühe vielen Dank im voraus
H. Schmode

Es sind noch einige andere Dinge zu beachten, wir z.B. rohrdimensionierung, Ausdehnungsgefäße, usw.
Wie ich aus Deinen Fragen erkenne, solltest Du Dir einen namhaften Heizungsbauer suchen und dem vertrauen. Dann machst Du die wenigsten Fehler.
Dein Sachverständiger

Hallo!

Erst einmal muss ich mich für die späte Antwort entschuldigen. Ich hatte leider keine Zeit um mich deinen komplexen Fragen zu widmen, geschweige Diese zu beantworten. Aber ich möchte mich natürlich auch nicht aus der Verantwortung stehlen. Deshalb habe ich einen sehr guten Eintrag bei Wiki gefunden, der viele deiner Fragen beantwortet. der Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Brennwertkessel
Welchen Hersteller du im Endeffekt bevorzugst ist neben den Kosten auch ein kleiner Glaubenskrieg. Auf jeden Fall sollte es bei dieser Investition schon ein Markenhersteller sein. Ich persönlich bevorzuge Vissmann und das obwohl ich in meinem Bereich schon alle führenden Hersteller eingebaut habe. Aber wie gesagt ist dies nur eine subjektive Meinung.
In deinem Fall wäre das dann ein „Vitoladens“ der300 oder sogar 333er Serie, je nach dem ob du einen Speicher hast oder nutzen willst oder lieber das Warmwasser elektrisch mit dem Durchlauferhitzer direkt an der Zapfstelle bereiten willst. Dieses richtet sich nach in der Regel auch nach den Nutzungszeiten oder -häufigkeit.
Falls noch Fragen offen sind dann bin ich gern bereit diese auch etwas ausführlicher zu beantworten aber du musst mir etwas Zeit dafür lassen.
Ray

… wegen einer

Photovoltaik-Anlage.

GUUT:wink:

Zur Wahl steht also eine Öl-oder Gasheizung, möglichst
in Brennwerttechnik. Öltanks sind vorhanden.-WAS FÜR ÖL SPRICHT! WEGEN DER INVESTKOSTEN. UND IHREM ALTER ;-D (NIX FÜR UNGUT:::smiley:AS ÖL WIRD SCHON SO LANGE REICHEN…)

… nämlich ein

Gasbrennwertgerät mit Durchlauferhitzer.

ES SOLLTE DOCH WOHL EIN BIETER ZU FINDEN SEIN!?!

Fragen:
Ist eine Heizung mit Brennwerttechnik eigentlich
sinnvoll, wenn die vorhandenen herkömmlichen
Wandheizkörper im Einsatz bleiben?

DURCHAUS!I.d.R. KANN MIT DEN VORH. HKn EINE FÜR BW GEEIGNETE SYSTEMTEMPERATUR GEWÄHLT UND GENUTZT WERDEN!
ALLERDINGS IST BW ETWAS TEURER; BEI ÖL IST DER BW-NUTZEN GERINGER UND EINE SCHORNSTEINSANIERUNG IST BEI BW IMMER ERFORDERLICH.

Wie wichtig ist unter den geschilderten Bedingungen ein
hydraulischer Abgleich

IST IMMER WICHTIG!

Wie sollte die Thermostatsteuerung aussehen, unter dem
Gesichtspunkt optimale Verhältnis zwischen aufwand und
Nutzen?

WITTERUNGSGEFÜHRTES REGELGERÄT FÜR WEZ UND THERMOSTATE FÜR DIE HK: DANN PAßT ES SCHON.

Welche Leistung sollte die Anlage haben? Die alte
Heizung ist nach Aussage verschiedener Fachleute mit 36
kW deutlich überdimensioniert.

STIMMT: EIN WÄRMEERZEUGER MIT MAX:18KW LEISTUNG IST VÖLLIG AUSREICHEND:

Welche Rolle spielt es sich das beste Fabrikat heraus zu
suchen (Stiftung Warentest)?

BESSER DAS FABRIKAT WÄHLEN; WOMIT DER KUNDENDIENST DER AUSFÜHRENDEN FIRMA GARANTIERT IST.

Also zusammengefasst ist die Frage: wie sollte unter den
geschilderten Bedingungen die Heizung beschaffen sein,
wenn man mit geringstem Aufwand einen größtmöglichen
Nutzen erzielen will?

ÖLHZG 16-18KW LEISTUNG (HEIZWERT, NICHT BRENNWERT), MIT MOTORISCHER/KOMBINIERTER NEBENLUFTVORRICHTUNG IM VERBINDUNGSSTÜCK ZUM SCHORNSTEIN (SPART SCHORNSTEINSANIERUNG), WITTERUNGSGEFÜHRTER REGELUNG, HEIZKÖRPERTHERMOSTE NACHRÜSTEN; HYDRAULISCHEN ABGLEICH DURCHFÜHREN LASSEN (EVENT. MÜSSEN DAFÜR ANDERE HK-VENTILE EINGEBAUT WERDEN; ABER DAS WASSER WIRD VORAUSSICHTLICH SOWIESO ABGELASSEN).

Moin, ich habe die Frage leider erst heute gelesen. Antworte trotzdem mal.
SCHÖNE GRÜßE 1PS

Zu dieser Frage gibt es keine einfachen Antworten. Da muss man sich in das Thema einlesen.
Mein Tipp
Forum : Haustechnik Dialog

Hallo,
Ich kann dir leider darauf keine gültige Antwort geben, da ich inzwischen zu Alt geworden bin um in der heutiger Technik noch einem richtig zu beraten.
Mit freundlichen Grüssen aus Belgien,
De Sy Paul