Hallo nochmal,
Wie gesagt, bitte Strategie überdenken!
Du musst so ca. 100 backupsoftware-Lizenzen verwalten, 100
backups kontrollieren ob das backup auch WIRKLICh
durchgelaufen ist, 100 Backup-restore Tests regelmässig
durchführen um die konsistenz der Daten zu gewährleisten, etc.
Kurzum: Du wirst das backup von 100 Arbeitsmaschinen (das sind
also keine Server, die redundant aufgebaut sind, etc.) nicht
in einer wirtschaftlich und technisch Sinnvollen Umgebung
abbilden können!
Die Arbeitsstationen sind keine Server. Wie bereits erwähnt
läuft Win95/98/XP darauf und es soll nur ein Verzeichnis von
ca. 2 MB gesichert werden.
Dann schafft einen Server an und kopiert die Daten dahin per Task Scheduler oder so.
Du brauchst nicht nur ein Backup-system, Du solltst mal über
die komplette Infrastruktur nachdenken. Die 100 PCs sind doch
nicht erst gestern angeschafft worden. Wie kommt es, dass ihr
jetzt erst über Backups nachdenkt?
Die Rechner sind momentan Standalonegeräte und sollen
demnächst ans Netz gebracht werden.
Welche Software läuft denn darauf??
Zur Info. Es läuft „BePu-Soft v.113“ und höher. Ich habe es
nicht erwähnt, da es ausser bei unserer Firma kein Mensch
verwendet oder kennt.
Das war nicht ganz das was ich dazu an Info haben wollte. Sondern eher was das für eine Software ist (Finanzbuchhaltung, Messdatenerfassung, Warenwirtschaft, etc.) und ob da eine Datenbank (lokal) auf den Rechnern läuft, die mit gesichert werden muss? Welche Daten werden da überhaupt gesichert: Sind das Daten, die das Programm selbst sichert oder wie läuft das? Hat man schonmal versucht die Daten wieder zurück zu spielen auf einen anderen (neuen?) Rechner? Was passiert WENN einer der 100 PCs wirklich mal ausfällt?
Ein Backup OHNE ein Recovery (=Wiederherstellung) ist so gut wie kein Backup wenn es eben nicht funktioniert.
Dein Chef sollte sich folgendes einmal überdenken: Es sind 100
Einzelplatzlizenzen von irgendwelcher Software (über die Du
uns kleider im unklaren lässt…) zu verwalten. Diese
technisch auf dem neuesten Stand zu halten und die daraus
produzierten Daten sollen nun auch gesichert werden. Nun
müsste nach Deinem jetzigen Stand mindestens eine Person von
Rechner zu rechner laufen (zum Beispiel) und mit einer USB
Festplatte bewaffnet ein lokales backup der Daten auf eben
diese festplatte fahren (kopiere Verzeichnis X auf HDD2 ins
Verzeichnis Y). Das für eben 100 Rechner (das nennt sich im
wahrsten Sinne des Wortes Turnschuhnetzwerk!). Dies ist
unwirtschaftlich und untragbar für ein Unternehmen.
Die Lösung heisst nun mal Netzwerk.
- einen „kleinen“ Server incl. Backup Laufwerk (z.B. LTO)
incl. Backupsoftware wird zwar einen kleinen 5stelligen betrag
kosten, aber was es kostet wenn eben mehrere einzelne
Arbeitsstationen bzw. deren daten aus diesem sooo wichtigen
Programm ausfallen weil die eben nicht da, nicht konsistent,
nicht zurücksicherbar sind kann er gerne mal pro Woche
ausrechnen. Dabei sollte er natürlich auch die
Arbeitszeitersparnis bedenken, weil das Turnschuhnetzwerk
entfällt!
Du beschreibst genau den momentanen Stand. Die Standalone-PCs
sind über ein Turnschuh-Netzwerk miteinander verbunden. Unter
Win95a wird USB nicht unterstützt. Somit wird auch per
Diskette gesichert. Ich weiß und auch die Firma weiß es, dass
dies nicht wirtschaftlich ist. Darum will man auch eine
automatische tägliche Datensicherung.
Es ist genügend Speicherplatz auf einen richtigen SERVER in
der Infrastruktur vorhanden. Glaub es mir einfach. Darüber
muss man sich keine Gedanken machen.
Darum komme ich zurück auf meine ursprüngliche Frage: Welche
Backup-Software?
Garkeine!
Was soll eine Software leisten, die die Hardware erstmal garnicht abbilden kann?! Ok, dann schau einfach unter http://www.download-tipp.de/Tools/Backup-Software/in… oder bei google nach. Die können allesamt sichern. Welches Dir da am besten zum rumspielen gefällt bleibt Dir überlassen. ABER es löst nicht euer eigentliches Problem! Ich habe im Laufe der letzten Jahre zig dieser „Altlasten Rechnerstrukturen“ gehabt und es war harte Arbeit Entscheider davon zu überzeugen, das das alles Murcks ist was die vorhaben.
Sorry, aber Ihr sitzt gerade echt auf einem Pulverfass! Deine Strategie ist grundlegend falsch wie Du an die Sache herangehst!
Wenn ich das richtig verstehe sind die Rechner nämlich allesamt zu einem Zeitpunkt von einem naja, sagen wir mal engstirnigen Admin bzw. Hilfsarbeiter wohl angeschafft worde, der sich nicht mit der Thematik Netzwerk auskannte und auch nicht mit dem Thema ROI oder Netzwerkmanagement oder ähnlichen Schlagwörtern. Heisst die Rechner sind so alt, das entweder Festplatte, Grafikkarte, Prozessor, Mainbord oder andere Komponennten MTBF bedingt demnächst reihenweise ausfallen. Das ist nur eine Frage der zeit. Man hätte IMHO schon längst modernere Maschinen anschaffen sollen (zumal es Betriebssystemmässig garkeinen Support mehr gibt, etc.). Geschweige denn von der hier eingesetzten Individualsoftware, die keinerlei „vernünftige“ Sicherungsmöglichkeit besitzt…
Es gibt mehrere Möglichkeiten wie Ihr das Problem lösen könnt.
Entweder einen Server kaufen, 2-3 Switche (managebar) dazu, alle 100 Rechner mit Netzwerkkarten ausstatten und alles verkabeln (lassen). Danach den oben genannten Kopierjob einrichten und dem server sagen, das er die Daten chronologisch ablegen und Archivieren soll.
Effektiver wäre ein komplettes update der Rechner UND der Software.
Pro Rechner kann man mit ca. 400,- Rechnern (incl. MwSt). Ein Rechner ist/wird Server. Unter einem neuen Server-Betriebssystem (das KANN auch ein Linux sein wenn der Administrator damit umgehen kann … Ansonsten kann denke ich fast jeder Hilfs-Admin ein Windows 2003 Server bedienen und dort das im betribessystem enthaltene Backup Programm aufrufen. Wie gesagt: Was geht der Firma an Einnahmen (und somit auch Deinem Gehalt) verloren wenn die Kisten reihenweise ausfallen…
Die Rechnung wurde von Firmen schon X Mal gemacht. Es ist besser hardware und Software auf dem aktuellen Stand zu halten als alte ausgediente Gäule mit hängen und Würgen am laufen zu halten!
Zu der oben genannten Software habe ich schonmal auf Anhieb garkeine Internetseite gefunden, wer hat die mal programmiert oder hergestellt? Gibt es diese Firma noch? läuft die Software überhaupt auf neueren Rechnern unter neuem Betriebssystem? kann man hierzu ein Netzwerkfähiges update veranlassen?
Egal was Du in Angriff nimmst …ohne entsprechendes Budget wird es leider nicht gehen.
Es ist eine ganz einfache Überlegung: Entweder man doktort an einem veralteten, kaputten System herum um Daten zu sichern, die ggf. garnicht mehr auf neuer Hardware mit neuer Software wieder herstellbar sind oder man macht einen schnitt und bringt hard UND Software auf einen neuen Stand. Es gibt in Eurem Umfeld bestimmt genug Firmen, die das von der Planung her übernehmen und Preise nennen können.
gruß und viel Glück
h.