ich denke daran, mich mittelfristig zwecks Hauskauf bzw. Finanzierung beraten zu lassen, um einen entsprechenden Kredit zu erhalten. Ich möchte das Ganze langsam angehen und lassen und im Vorfeld so viele Informationen einholen, wie es nur geht, da ich ohnehin skeptisch bin, was meine Chancen anbelangt, eine „ordentliche“ Kreditsumme zu erhalten, da wir leider nicht so sehr viel Eigenkapital haben.
Liege mit derzeitigem Gesamteinkommen bei etwa 2100,- Euro netto (inkl. Kindergeld für ein Kind), ich habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag, bin 33 Jahre jung, meine Frau ist „nur“ Mutter (kein Einkommen, und erneut schwanger), und unser derzeitges Grundkapital liegt bei etwa 7000,- Euro, was evtl. durch Nachfrage in Familie auf 10.000,- erhöht werden könnte.
Ist es realistisch, mit solchen Rahmenbedingungen überhaupt nach einem Kredit zu fragen? Und wenn ja, welche Banken könnt Ihr empfehlen. Darunter bitte keine reinen „Internetbanken“ wie interhyp, auch wenn deren Angebot gut ist, aber ich brauche einen Menschen vor mir.
google erst mal nach einem Kreditrechner oder Immobilienrechner.
Wenn das 2. Kind da ist, dann führt mal mehrere Monate ein Haushaltsbuch um zu sehen ob ihr euch die Kreditraten leisten könnt.
Und nicht vergessen: solltet ihr einen Neubau in Erwägung ziehen, dann laufen Miete und Kreditzahlungen mehrere Monate gleichzeitig!
hast Du für Dich schon mal einen Haushahltsplan erstellt?
Weisst Du wieviel geld du monatlich für die Darlehensrate aufbringen kannst? Nicht zu vernachlässigen sind die monatlichen Nebenkosten die leider sehr oft unetrschätzt werden.
Das Eigenkapital stellt sich m.E. als sehr dürftig dar, auch wenn es auf EUR 10.000 erhöht werden könnte. Als andere „Alternative“ könnte sich der monatliche Zuschuss von Eltern/Grosseltern darstellen.
Die ist Persönlichkeit und individuelle Beratung wichtig? Dann schau doch einfach bei Deiner Bank vor Ort nach (Sparkasse oder Raiffeisenbank). Such doch hier den ersten offenen Kontakt mit Ihnen.
Sie können Dir auch die Wege aufziegen, inwieweit sie eien Finanzierung ohne Eigenkapital vornehmen. Diese „interne“ Richtlinien sind einfach von bank zu Bank unterschiedlich.
Sicherlich könntest Du in Deinem Fall über die Labo einen günstigen Kredit bekommen. Dieser wird über das Landratsamt beantragt.
Die Banken haben gewisse Regeln, wieviel des Haushaltseinkommen für die Immo verwendet werden darf. Ich habe diese Zahlen nicht mehr parat, meine mich aber zu erinnern, dass es mal 40% waren.
Das wären in Eurem Fall 840 euro. Ob Ihr wirklich mit weniger als 1.300 euro mtl auskommt, müsst Ihr selbst wissen.
840 *12 = 10.080 euro die Ihr für Zinsen, Tilgung und Nebenkosten dann zur Verfügung hättet. Ziehen wir mal beispielhaft 2.400 euro für die Nebenkosten ab, dann bleiben noch 7.680 euro für Zins + Tilgung.
In der aktuellen Niedrigzinsphase sollte man 2% p.a. tilgen, sonst wird man nie fertig. Bei angenommenen 5% Zinsen p.a. kommen wir also auf 7% jährliche Leistung (Annuität).
7.680 entsprechen 7%
1% = 1.097
100% = 109.700 Euro Finanzierungssumme. Zusammen mit Eurem Eigenkapital kämen wir in diesem Beispiel auf rund 120.000 euro Kaufpreis.
Das Problem wird wohl sein, etwas für diesen Preis zu finden, was nicht zu klein für vier Personen ist.
Natürlich kannst Du dieses Beispiel beliebig verändern, der Rechenweg dürfte aber immer der Gleiche sein. Dafür brauchst Du noch keine Bank.
Hüte Dich vor irgendwelchen exotischen Finanzierungsmodellen, z.B. über viele tolle verschachtelte Bausparverträge!
Bausparen richtig eingesetzt kann unterm Strich Sinn machen, erhöht aber immer die monatliche Belastung.