Welche Chancen oder welche Rechte habe ich?

Mein Renault Megane Scenic ist Baujahr 2002.

Der Zahnriemen soll nach 5 Jahren oder 120.000 km gewechselt werden.

Der Wagen ist jetzt vier Jahre und vier Monate alt und hat 63.000 km gefahren.
Ich war vor ca. vier Wochen in der großen Inspektion und es wurde nichts auffälliges festgestellt.

Jetzt ist am Wochenende der Zahnriemen übergesprungen. Angeblich ausgeleiert.
Der genaue Schaden steht noch nicht fest.

Welche Chance auf Kulanz habe ich?
Oder habe ich sogar ein Recht auf kostenlose Reparatur?

Hallo!

Du hast immer das „Recht“, Dir ein anständiges Auto zu kaufen.

Bis dahin hast Du möglicherweise Chancen, einen Teil der Repraturkassen auf Kulanz von Renault erstattet zu bekommen. Der Renault-Händler sollte nun einen Antrag auf Kostenübernahme an Renault Deutschland stellen.

Dann weißt Du mehr.

Grüße,

Mathias

P.S.: anständige Autos haben eine Steuerkette

Hi,

P.S.: anständige Autos haben eine Steuerkette

Wenn man sich nicht um Steuerkette, bzw. Spanner kümmert, dann kann die auch reißen…

Grüße

Chris

Hi!

P.S.: anständige Autos haben eine Steuerkette

Wenn man sich nicht um Steuerkette, bzw. Spanner kümmert, dann
kann die auch reißen…

Klar. Das wird bei jeder Inspektion gecheckt und fertig.
Zahnriemen werden dann gewechselt, besser früher als später, wie man sieht. Und das kostet ordentlich Geld.

Ich sehe keinen Grund, mir solch ein anfälliges System ins Haus zu holen.

Grüße,

Mathias

Oder man kauft sich ein Auto mit Freiläufer *g*

Hallo Mathias!

Ich sehe keinen Grund, mir solch ein anfälliges System ins
Haus zu holen.

Zahnriemen werden erst durch dem Umstand zum Problem, daß der Austausch bei vielen Fahrzeugen mit beträchtlichem Montageaufwand verbunden ist, weil die paar Millimeter Platz zum problemlosen Auswechseln ohne Demontage des kompletten Vorderwagens fehlen. Ein Zahnriemen ist vergleichsweise billig und wenn er sich samt Spannrolle binnen einer halben Stunde austauschen ließe, wären kürzere Wechselintervalle vertretbar und man hätte ein zuverlässiges System.

Wenn der Austausch eines gewöhnlichen Verschleißteils aufgrund des hohen Montageaufwands zwischen 500 und 1.000 € kostet, ist es eine Misttechnik, die man nicht kaufen sollte. Die gleiche Aussage gilt für Autos, die einen Werkstattaufenthalt brauchen, um eine Scheinwerferlampe auszutauschen. Solange solche konstruktiven Mißgeburten gekauft werden, werden sich Hersteller nicht darum scheren.

Gruß
Wolfgang

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Hallo,

ein paar Antworten hast Du ja schon bekommen, hilfreich waren sie wohl kaum :wink:
Nun hätte ich folgende Fragen:
Ist der Wagen bei jeder Inspektion gewesen?
Wer hat den Schaden festgestellt bzw. behauptet dass der Riemen ausgeleiert sei?
Wie stellt sich die Werkstatt dazu?
Natürlich kannst Du bzw. die Werkstatt einen Kulanzantrag stellen.
Wie die Chancen stehen kann Dir hier keiner sagen. Zum einen weil obige Fragen noch im Raum stehen, zum anderen weil Kulanzanträge sehr unterschiedlich gehandhabt werden.

Viel Erfolg und Gruss
Sebastian

Alle Inspektionen wurden eingehalten!
Es war nicht der Zahnriemen, sondern ein Lagerschaden der Umlenkrolle.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Alle Inspektionen wurden eingehalten!
Es war nicht der Zahnriemen, sondern ein Lagerschaden der
Umlenkrolle.

Hallo,
unter auch harten Betriebsbedingungen darf ein richtig dimensioniertes Lager nach so kurzer Laufzeit nicht ausfallen. Das ist einfach Stand der Technik.
Nehmen wir mal an,

  • Renault habe das Lager richtig konstruiert und
  • du wärst immer mit ausreichender Ölmenge gefahren
    (sonst wäre der Motor schon anderweitig verreckt)
    dann kann es sich nur um einen Qualitätsmagel des Lagers handeln, der von Anfang an da war, aber vorher (für dich) nicht erkennbar war. So etwa wie ein versteckter Mangel.
    Mit der Argumentation würde ich die Werkstatt bzw Renault konfrontieren.
    Gruß
    Karl

Hi!

Ich sehe keinen Grund, mir solch ein anfälliges System ins
Haus zu holen.

Zahnriemen werden erst durch dem Umstand zum Problem, daß der
Austausch bei vielen Fahrzeugen mit beträchtlichem
Montageaufwand verbunden ist, weil die paar Millimeter Platz
zum problemlosen Auswechseln ohne Demontage des kompletten
Vorderwagens fehlen. Ein Zahnriemen ist vergleichsweise billig
und wenn er sich samt Spannrolle binnen einer halben Stunde
austauschen ließe, wären kürzere Wechselintervalle vertretbar
und man hätte ein zuverlässiges System.

Wenn der Austausch eines gewöhnlichen Verschleißteils aufgrund
des hohen Montageaufwands zwischen 500 und 1.000 €
kostet, ist es eine Misttechnik, die man nicht kaufen sollte.
Die gleiche Aussage gilt für Autos, die einen
Werkstattaufenthalt brauchen, um eine Scheinwerferlampe
auszutauschen. Solange solche konstruktiven Mißgeburten
gekauft werden, werden sich Hersteller nicht darum scheren.

So sieht es aus.
Bei meinem Wagen kann man die Xenon-Brenner noch relativ leicht selbst wechseln. Die Steuerkette ist wartungsfrei.
Wäre nicht so viel Kram an der Karre kaputt, mit dem auch der Hersteller nicht gerechnet hat, wäre das ein für die Leistung unglaublich unterhaltsgünstiges Auto…

Grüße,

Mathias