Hallo Claudia,
Hallo,
wir wollen uns schon seit längerem eine Digicam kaufen. Je
mehr wir uns mit dem Thema beschäftigen, desto schwerer wird
es.
Kenn’ ich. Ging mir anfangs auch so.
Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Speichermedien
(Compact Flash, Flashpen USB, Smart Media, Sony Memory-Stick,
ScanDisk Multimedia, IBM Microdrive Travelkit) die sich
erheblich im Preis unterscheiden. Wieso eigentlich?
CompactFlash:
Hier gibt es zwei Klassen: CF I und CF II. CF II ist in etwa gleich mit CF I, nur etwas größer. Wird z. B. vom IBM Microdrive verwendet. CF-Karten verfügen über einen eigenen Controller, der die Speicheroperationen (schreiben/lesen) steuert. Dadurch sind Kameras mit CF kompatibel zu allen zukünftigen CF-Karten und deren Größe. Super-Billig-Karten haben aber ab und zu Probleme mit ein paar Digitalkameras, also Vorsicht.
Flashpen:
Ist kein Digitalkamera-Speichermedium, sondern nur als mobiler Datenträger für PCs gedacht.
SmartMedia:
Ähnlich wie die CF-Karten, jedoch verfügen diese über KEINEN eigenen Controller. Somit muss die Kamera alle Speicherfunktionen übernehmen. Eine Kamera mit SmartMedia kann nur mit Kartengrößen, für die sie auch programmiert wurde arbeiten. Kommen z. B. 512 MB Modelle auf den Markt werden die meisten Kameras diese nicht beschreiben/lesen können.
Sony MemoryStick:
Sony-eigenes Format. Einziger lizensierter Hersteller ist bis jetzt die Firma Lexar - und dieses Monopol muss man auch bezahlen. MemorySticks haben aber eine recht ordentliche Geschwindigkeit und eine hohe Zuverlässigkeit.
ScanDisk Multimedia:
Wahrscheinlich meintest du „SanDisk“, das ist nur ein Kartenhersteller der CF und Smartmedia-Karten produziert.
IBM Microdrive:
Mini-Festplatte im CF-II Format. Benötigt viel Strom und wird relativ warm. Ist relativ stossempfindlich und verträgt nicht mehr Höhe als 3.000 Meter. Beim Travelkit ist noch ein PCMCIA-Adapter für das Notebook dabei. Vorsicht ist bei den 340 MB Modellen geboten: Es gibt die alte „DMDM“ (braucht noch mehr Strom) und die neue „DSCM“ Reihe.
Welche Auflösung benötigt man überhaupt?
Kommt darauf an, ist eine Frage des Qualitätsanspruchs. Meine Meinung: Für das Internet sind wohl 1-2 Megapixel sinnvoll, wenn es auch mal brauchbare Ausdrucke werden sollen sind 3 Megapixel angesagt, alles darüber bringt bei entsprechender Optik noch mehr Details.
Wieviel sollte man mindestens ausgeben?
Hängt von der Ausstattung/Auflösung ab. Unter 300,- Euro gibt es aber nicht viel was für die Fotografie brauchbar ist.
Was gibt es zu beachten?
An erster Stelle sollte das Objektiv stehen. Es ist maßgeblich für die Bildqualität verantwortlich und sollte lichtstark sein (z. B. F 2.6 oder besser (besser=kleinerer Wert)). Dann kommt wohl der Bildwandler (Pixelzahl, Rauschverhalten, Farbtreue) und die Akkuleistung (bzw. der Stromverbrauch der Kamera). Besonders sollte man noch auf die Bedienung der Kamera achten. Was nützt die beste Kamera, wenn die Bedienung so verworren ist, das man meist falsche Einstellungen vornimmt.
Wo kann ich Kameratests bzw Vergleiche nachlesen?
Hier z. B.:
http://www.dpreview.com
http://www.steves-digicams.com
http://www.dcresource.com
http://www.imaging-resource.com
Hmmm… habe dich jetzt wahrscheinlich mit den Informationen erschlagen. Schreibe doch mal welche Preisklasse dir vorschwebt und was du mit der Kamera machen willst, dann kann ich dir konkret ein paar Modelle vorschlagen.
Gruß
Martin