Kannst Du mich bitte aufklären, was eine
sogen. „Bridge“-Kamera ist? Bisher ist mir der Begriff noch
nie bewußt begegnet.
Bei Digitalkameras unterscheidet man zwischen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras. Von der unterschiedlichen, zugrundeliegenden Technik abgesehen ist einer der Hauptunterschiede, dass man bei Kompaktkameras nichts bis wenig manuell einstellen kann und fast alles automatisch abläuft. Bei Spiegelreflexkameras hingegen kann (muss nicht) man alles manuell einstellen. Eine Untergruppe der Kompaktkameras sind die Bridge-Kameras (vom Englischen „Bridge“=Brücke), die was die Einstellungsmöglichkeiten angeht ein Zwischending zwischen Kompakt und DSLR sind. Zielgruppe sind ambitionierte Amateurfotografen, die gerne Einfluss auf die Bildgestaltung nehmen wollen, aber die hohe Investition in eine DSLR scheuen. Diese Kameras (Beispiele sind Panasonic FZ-30, FZ-50, Canon S5 IS, Fuji S5700, Sony R1) werden auch „Prosumer-Kameras“ genannt, eine Wortbildung aus „Professional/Consumer“, was „ambitionierter Amateur“ heißen soll.
Ansonsten: Die Adresse sieht interessant aus. Werde mich noch
tiefer damit befassen. Vorerst wurde mir jedoch nur eine
Kamera damit genannt.
Dann warst Du etwas zu spezifisch mit den Filtereinstellungen.
Und, ehrlich gesagt, manches verstehe
ich auch nicht … - daher auch mein Wunsch nach einfacher
Menüwahl und Bedienung.
Was ist schon „einfach“? Menüoptionen und Tasten müssen aus Platzgründen kurze Namen haben, deren Bedeutung nicht immer ohne Hilfe ersichtlich ist. Da hilft ein Blick ins Handbuch. Die meisten Kameras machen mit automatischen Einstellungen ein Bild, wenn man bei eingeschalteter Cam auf den Auslöseknopf drückt. Wenn Du darüber hinauswachsen willst, musst Du Dir etwas Wissen aneignen - da wird Dir keine Kamera der Welt helfen.
Ich will ehrlich sein: wenn Dir die Theorie der Fotografietechnik noch so fremd ist, und Du Dich nicht damit beschäftigen willst (kein Vorwurf, man muss ja nicht alles können), dann musst Du nicht so viel Geld für eine Digicam ausgeben. Es gibt eine Grenze bei dem, was die Kamera ohne eigenen Eingriff für Dich tun kann. Teurere Kamera bei gleichen (geringen) Fotokenntnissen des Benutzers heißt nicht automatisch bessere Bilder.
Extremes Beispiel: immer wieder sehe ich Leute mit Blitz durch Scheiben fotografieren. Oder meine Mutter motzt, weil Bilder, die mein Vater von ihr macht, verwackelt sind - gleichzeitig verbietet sie ihm aber, den Blitz zu nutzen (macht hässlich!), und versteht nicht, dass ab einer bestimmten Dunkelheit dann eben Bewegungsunschärfen entstehen müssen, weil die Kamera länger belichten muss.
Wenn Du nicht weißt, was Blende und Verschlusszeit, oder Polfilter und Fernauslöser für Dich tun können, dann kaufe Dir ein hochwertiges Kompaktmodell (z.B. jede Canon Ixus oder Powershot), welches Dir gut in der Hand liegt. Ansonsten lies Dich in die Materie ein (http://www.digitalkamera.de/Fototipps.aspx, Artikel über Blende, Verschlusszeit, usw.) und schau mal nach, was Deine jetzige Kamera Dir bietet und was nicht. So wirst Du langsam erkennen, was Dir fehlt und was Du brauchst.
Gruß,
Myriam