Hallo,
mein Großvater kämpfte im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront.Er war in einer Pionierkomanie eingesetzt.In einigen Unterlagen finden sich auch die Bezeichnung
Sturmpiomier.Einige Urkunden tragen ein Dienstsiegel Pi-Horchzug 1 und wurden von einem Oberleutnat und Führer der Einheit unterschrieben.
Meine Fragen
Welche Aufgaben hatte ein Horchzug?
Hatte jede Teileinheit ein eigenes Dienstsiegel?
Ist der Horchzug die Fernmeldeeinheit eines PiBtl ?
mal erst eine Frage vorweg… in welcher Pioniereinheit sprich bartaillon war er? Sturmpioniere waren normalerweise die ersten am feind, sei es Minengassen, Flussübergänge, Bunkerlinien… sie waren Spezialisten. Gerade in Stalingrad wurden viele eingesetzt.
mal erst eine Frage vorweg… in welcher Pioniereinheit sprich
bartaillon war er?
Moin Robby,
Stammtruppenteil war 1./PiLehr-Btl z.b.v (MK)
Die Einsatzgrundsätze der Sturmpioniere sind mir bekannt.
Mir geht es um den Pi-Horchzug.
Hallo,
im Afrikakorps gab es einen Horchzug, der gehörte aber zu einem Nachrichtenbataillon. Dieser Zug hörte englische Funksprüche ab und schaffte es auch einige Codes zu brechen. Worüber sich Rommel sehr freute, da er daraus Rückschlüsse ziehen konnte. Ich müsste einmal das Buch raussuchen, wo näheres dazu zu finden ist.
In Russland gab es auch so etwas wie Horchzüge, die konnten durch Verlegen von Kabeln im Niemandsland den Telefonverkehr der Russen direkt an der Front abhören. Zu welcher Einheit diese Züge gehörten, weiss ich allerdings nicht.
Gruss
Rainer
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Hallo Rainer,
vielen dank für deine Antwort. Das es um Fernmelde/Aufklärungdienst geht habe ich mir auch gedacht.Mein Großvater war wohl in einer solchen kleinen Teileinheit bei den Sturmpionieren.Er war bei den Angriff und der Eroberung der Festung Sewastopol dabei.
Bernd
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vielen dank für deine Antwort. Das es um
Fernmelde/Aufklärungdienst geht habe ich mir auch gedacht.Mein
Großvater war wohl in einer solchen kleinen Teileinheit bei
den Sturmpionieren.Er war bei den Angriff und der Eroberung
der Festung Sewastopol dabei.
Bernd
Hallo Bernd,
hab mal in meinem Forum angefragt… wir vermuten das es sich hierbei um einen Zug hält, der im Rahmen der Sturmpioniere (wie du schon sagtest) eingesetzt wurde. davon soll es wohl nur 3 gegeben haben. DIe Aufgabe bestand darin… Bomben und Minen im Speziellen zeitbomben usw. ausfindig zu machen.
Stalin hatte gesagt das er ganze Städte durch Bomben zerstören will…(Sprengfallen).
HIer kannst Du nochmal die Antworten anchlesen: http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=332&…
es gab des weiteren noch ein Pi-Lehr-Bataillon (SF)… dies wurde ausgebildet auf Siebelfähren wohl eine Art Wasserfahrzeug daher auch SF… MK könnte viell. Minenkommando bedeuten.
Weisst Du viell. noch innerhalb welcher Division dein Grossvater beim Sturm auf Sewastopol eingestzt war?. Ich betreibe nebenbei eine HP zum Thema 50. ID sie war an der Erstürmung beteiligt. viell. war er dieser zugeteilt… dann liesse sich viell noch mehr herausfinden.
Grüsse Robert
vielen dank für deine Antwort. Das es um
Fernmelde/Aufklärungdienst geht habe ich mir auch gedacht.Mein
Großvater war wohl in einer solchen kleinen Teileinheit bei
den Sturmpionieren.Er war bei den Angriff und der Eroberung
der Festung Sewastopol dabei.
Bernd
Hallo Bernd,
Weisst Du viell. noch innerhalb welcher Division dein
Grossvater beim Sturm auf Sewastopol eingestzt war?. Ich
betreibe nebenbei eine HP zum Thema 50. ID sie war an der
Erstürmung beteiligt. viell. war er dieser zugeteilt… dann
liesse sich viell noch mehr herausfinden.
Grüsse Robert
Moin Robert,
mit einer genaueren Zuordnung ist das nicht so einfach.In einer art Personalstammblatt sind genau über den Zeitraum um dem Einsatz Sewastopol keine weiteren Truppenbezeichnungen genannt.
Unter dem Punkt:
Mit gemachte Gefechte steht:
02.04-07.05.42 Küstenverteidigung und Einschließungskämpfe vor Sewastopol.
08.05-21.05.42 Schlacht auf der Halbinsel Kertsch u. Einnahme von Kertsch
22.05-01.06.42 Sicherung der Krim
02.06-04.07.42 Angriff u. Eroberung der Festung Sewastopol
05.07-24.08.42 Sicherung der Krim
Dann ist seine Einheit verlegt worden die Aufzählung wird mit den 05.09.42 fortgesetzt mit Einschließungskämpfe vor Leningrad und Stellungskämpfe im Bereich Heeresgruppe Nord.
Erst 1943 bei einer Beförderung wird auf einen Befehl v. PiRgt Mob 667 verwiesen.
Das der Pi-Horchzug mit der suche und beseitigung von Sprengfallen beauftragt war glaube ich nicht. Nach neimen wissen wurden die Soldaten noch besonders an den Kampfmitteln der Gegner ausgebildet.Solche Lehrgänge sind in den Unterlagen nicht vermerkt.Auch der Hinweis das es davon nur wenige Teileinheiten gab läßt mich mehr an die Fernmeldeaufklährung glauben.
Moin Robert,
mit einer genaueren Zuordnung ist das nicht so einfach.In
einer art Personalstammblatt sind genau über den Zeitraum um
dem Einsatz Sewastopol keine weiteren Truppenbezeichnungen
genannt.
Unter dem Punkt:
Mit gemachte Gefechte steht:
02.04-07.05.42 Küstenverteidigung und Einschließungskämpfe
vor Sewastopol.
08.05-21.05.42 Schlacht auf der Halbinsel Kertsch u. Einnahme
von Kertsch
22.05-01.06.42 Sicherung der Krim
02.06-04.07.42 Angriff u. Eroberung der Festung Sewastopol
05.07-24.08.42 Sicherung der Krim
Dann ist seine Einheit verlegt worden die Aufzählung wird mit
den 05.09.42 fortgesetzt mit Einschließungskämpfe vor
Leningrad und Stellungskämpfe im Bereich Heeresgruppe Nord.
Erst 1943 bei einer Beförderung wird auf einen Befehl v. PiRgt
Mob 667 verwiesen.
Das der Pi-Horchzug mit der suche und beseitigung von
Sprengfallen beauftragt war glaube ich nicht. Nach neimen
wissen wurden die Soldaten noch besonders an den Kampfmitteln
der Gegner ausgebildet.Solche Lehrgänge sind in den Unterlagen
nicht vermerkt.Auch der Hinweis das es davon nur wenige
Teileinheiten gab läßt mich mehr an die Fernmeldeaufklährung
glauben.
Hallo Bernd,
Fernmeldeaufklärung war den Nachrichtentruppen unterstellt… Pioniere wurden dafür nicht eingesetzt. Als Mitglied eines Pi-Lehr.Btl. kann es durchaus hinkommen, das er eben nicht bei der Funkaufklärung war… denn dort wäre der Dienstgrad Funker und nicht Pionier gewesen. Gibt es ein Bild von ihm? Mglw. kann man anhand der Uniform die eindeutige Truppenzueghörigkeit erkennen.
Sewastopol und Kertsch kommen nciht viele Divisionen in Frage.
- ID -
- JD
- ID
- ID
- PD
- ID
- ID
Der Hinweis das, er danach nach Leningrad kam, lässt die Vemrutung zu das er als heerestruppe der 11. Armee unterstellt war, das Pi.Rgt. zbV. 667 war dies ebenso und stand vor Leningrad normalerweise gehörte es zur 18. Armee wurde aber kurze Zeit der 11. Armee zugeteilt. Wehrkreis XVII.
Müsste man mal bei den Divisionslkameradschaften nachfragen ob die was von einem Pi-Lehr-bataillon wissen, daß in ihren Reihen kämpfte. Zur Not könnte man auch alte Pionieroffiziere fragen im Bezug auf Pi-Horchzug. Musst Du mir nur sagen… dann liesse sich das machen…
Grüsse Robert
Der Hinweis das, er danach nach Leningrad kam, lässt die
Vemrutung zu das er als heerestruppe der 11. Armee unterstellt
war, das Pi.Rgt. zbV. 667 war dies ebenso und stand vor
Leningrad normalerweise gehörte es zur 18. Armee wurde aber
kurze Zeit der 11. Armee zugeteilt. Wehrkreis XVII.
Müsste man mal bei den Divisionslkameradschaften nachfragen ob
die was von einem Pi-Lehr-bataillon wissen, daß in ihren
Reihen kämpfte. Zur Not könnte man auch alte Pionieroffiziere
fragen im Bezug auf Pi-Horchzug. Musst Du mir nur sagen… dann
liesse sich das machen…
Grüsse Robert
Moin Robert,
vielen Dank für deine Mühe.Ich glaube immer noch an eine Teileinheit die mit Verbindungen ala Feldfernsprecher oder vergleichbar zu tun hat. Aus meiner Zeit bei der Bundeswehr weiß das ein PiBtl einen Fernmeldezug hatte der Trp´s die an die Kp abgestellt wurden um die Verbindungen zu den Gefechtständen des PiBtl und der Nachbarn im Einsatzraum sicher zu stellen. An eine vergleichbare Teileinheit denke bei meinem Großvater.
Ich glaube man würde vielleicht über Gliederungsbilder vom einem PiBtl aus der Zeit weiter kommem spez. von der 1.Kp eines Btl´s (Stab und Versorgung Kp)
Wenn du in der Richtung mir nit einer Quelle Buch oder link weiter helfen kannst?
Ich habe noch Unterlagen zur Auswertung die kl. undeutliche altdeutsche Schrift wird aber noch etwas Zeit brauchen.
Hallo Bernd!
Vielleicht helfen Dir folgende Angaben. Sie entstammen alle aus: Das Handbuch der deutschen Infanterie – 1939-45 Gliederung, Uniformen, Bewaffnung, Ausrüstung, Einsätze (Autor: Alex Buchner)
In der gültigen Gliederung für Infanteriedivisionen bis 1943 (also auch für die Zeit der Belagerung von Sewastopol) findet man folgende Angaben:
Pionierbataillon:
Dem Bataillonstab unterstellt war ein Nachrichtenzug in Stärke von 1 Offizier, 4 Unteroffizieren und 27 Mann.
Die 1. und 2. Kompanie haben den Charakter von Kampfkompanien. Nachrichtenteile werden hier nicht aufgeführt (bei einer Stärke von je 4 Offizieren und 187 Mann - Unteroffiziere enthalten? - zumindest in Zugstärke nicht denkbar!).
Die 3. Kompanie (mot.)verfügt über Lkw für Mannschafts- und Gerätetransport.
Daneben gab es noch eine leichte Pionierkolonne (bespannt) und eine Brückenkolonne B (mot.).
Aber auch hier keine Angaben zu Nachrichtenteilen.
Nachrichtenabteilung:
In der Funkkompanie (vollmot.) findet sich ein Nachrichten-Aufklärungszug. Dieser besteht seinerseits aus 3 Horch- (!) und 1 Lauschtrupp.
Leider finden sich keine Angaben zu den genauen Aufgaben bzw. der Stärke (Gesamtstärke der Funkkompanie: 5/41/197).
Regimentsnachrichtenzug (im Infanterieregiment)
Die Auflistung der verschiedenen Teileinheiten (alles versch. Trupps) beinhaltet keinen Horchtrupp.
Gleiches gilt auch für die Nachrichtenstaffeln in den Infanteriebataillonen usw.
Die Angaben zur Infanteriedivision 43 lassen auf keine Änderungen schliessen.
Gruss
Tom
Hallo,
habe etwas gefunden, was vielleicht etwas Klarheit bringen kann:
„Die Pionierhorchkompanie“
gefunden in Horst Riebenfeld: Deutsche Pioniere im Einsatz 1939-1945, Bildchronik in Bildern, Dörfler Zeitgeschichte, genehmigte Liznzausgabe von Podzun-Pallas Verlag, o. J.,Seite 176 ff…
Es war eine Sondereinheit der deutschen Pioniertruppe in Höxter beim PiLehrBtl im Herbst 1941 aufgestellt.
Auftrag: Genaue Ortung und Ausbau der russichen Ladungen, Aufstellung bedingt durch unerklärliche Explosionen weit im eigenen Hinterland, wo Minenexplosionen wichtige Gebäude zerstörten.
Kp hatte drei Züge= pro Zug 1/4/40/45, I. Zug, OL Dietrich, zur HGr Nord, sollte Leningrad entminen, II. Zug(OL Oster HGr Süd wurde in Rostow, Sewastopol und Krasnodar eingesetzt, III. Zug ging in Stalingrad unter.
Danach erfolgt eine Beschreibung der von den Russen benutzten Funkempfänger, Zünder und Ladungen, es gibt auch einige Fotos dazu…
Hunde wurden laut Bild Seite 177 zum Minensuchen auch eingesetzt.
Letzter Absatz des Textes: Einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen, Uffz. Friedrich Rudolph war Truppführer im 2. Zug der Pionierhorchkompanie. Er wurde beim Rückzug aus dem Kubanbrückenkopf mit Versorg.-Ju 52 und angehängtem Lastensegler ausgeflogen, um diese kleine Spezialtruppe zu retten. Erneuter Einsatz ab Höxter erfolgte dann bei den XXXVI Geb.AK in Lappland.
Gruss
Rainer
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Hallo Tom,
vielen Dank für deine Informationen. Ich habe mir die Unterlagen noch eimal angesehen. Auf den Urkunden taucht immer nur der Pi-Horchzug 1 auf.Es fehlt leider der Zusatz ,xy Kp PiBtlXy``. Die 1 läßt aber vermutten das es noch weitere Horchzüge gab. Fest steht das mein Opa von Gefr. bis zum Uffz in dieser Teileinheit war. Ich werde in der Stadtbücherei weiter noch der Lösung suchen.
Über weitere Informationen würde ich mich freuen.
Gruss Bernd
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„Die Pionierhorchkompanie“
gefunden in Horst Riebenfeld: Deutsche Pioniere im Einsatz
1939-1945, Bildchronik in Bildern, Dörfler Zeitgeschichte,
genehmigte Liznzausgabe von Podzun-Pallas Verlag, o. J.,Seite
176 ff…
Es war eine Sondereinheit der deutschen Pioniertruppe in
Höxter beim PiLehrBtl im Herbst 1941 aufgestellt.
Auftrag: Genaue Ortung und Ausbau der russichen Ladungen,
Aufstellung bedingt durch unerklärliche Explosionen weit im
eigenen Hinterland, wo Minenexplosionen wichtige Gebäude
zerstörten.
Kp hatte drei Züge= pro Zug 1/4/40/45, I. Zug, OL Dietrich,
zur HGr Nord, sollte Leningrad entminen, II. Zug(OL Oster HGr
Süd wurde in Rostow, Sewastopol und Krasnodar eingesetzt, III.
Zug ging in Stalingrad unter.
Danach erfolgt eine Beschreibung der von den Russen benutzten
Funkempfänger, Zünder und Ladungen, es gibt auch einige Fotos
dazu…
Hunde wurden laut Bild Seite 177 zum Minensuchen auch
eingesetzt.
Letzter Absatz des Textes: Einer der letzten noch lebenden
Zeitzeugen, Uffz. Friedrich Rudolph war Truppführer im 2. Zug
der Pionierhorchkompanie. Er wurde beim Rückzug aus dem
Kubanbrückenkopf mit Versorg.-Ju 52 und angehängtem
Lastensegler ausgeflogen, um diese kleine Spezialtruppe zu
retten. Erneuter Einsatz ab Höxter erfolgte dann bei den XXXVI
Geb.AK in Lappland.
Gruss
Rainer
Hallo Rainer,
das war eine erfolgreiche Recherche. Mit dem Ergebnis habe ich nicht gerechnet.
Morgen werde ich mit meinem Varter über die Sache sprechen, und ihm bitten mir bei lesen der alten Unterlagen zu helfen. Außer Lehrgang Flammenwerfer kann ich unter besondere Ausbildungen nichts lesen. Ich hoffe er kannn die kl. altdeutsche Schrift noch lesen.Mein Opa muß etwa Ende 1941 bei der 3 Pi Lehr.Kp in Höster an der Weser diesen und noch 3 andere Lehrgänge absolviert haben.
So bald ich mehr weiß werde ich an dieser Stelle berichten.
Gruß Bernd