Emacs
NEdit ist nicht schlecht und bietet bereits einiges für
Programmierer, kommt nur leider bei Weitem nicht an die
Möglichkeiten von Emacs und seiner JDE ran…
Das sehe ich als Vorteil, besonders in diesem Zusammenhang. Es
geht darum, keine IDE zu nutzen.
Mag jetzt philosophisch sein, aber eine IDE beinhaltet bei mir
meistens auch (zumindest leichte) RAD-Fähigkeiten. Die JDE bietet
Unterstützung beim Code/Klassen/Interface-Schreiben,
Projekt-Fähigkeiten, Zugriff auf Compiler, Make, Hilfe, …
Gut, könnte mensch bereits als IDE bezeichnen…
(Die Sache mit Chash wird langweilig, auf zum Editorkrieg:smile:
Klar! Und mein Handy ist eh größer als deins!!
Emacs ist unbestritten leistungsfähig, aber im Vergleich zu
NEdit viel zu groß (NEdit kann ich auf einer Diskette zum
Kunden mitnehmen),
Für den Fall gibt es ja noch den microEmacs. Bei mir auf jeder
Linux-Bootdiskette zu finden… Ist genauso zu bedienen, muss
aber natürlich ohne allzuviele Erweiterungen auskommen. Als
Editor ist er mir aber immer noch lieber als alles andere.
Eben „einmal Emacs, immer Emacs“…
schlecht konfigurierbar (Ja, ich hab’s
versucht, und zwar nicht alleine)
Probiers mal mit XEmacs. Bei dem sind die Einstellungen um
einiges ofensichtlicher. Würde ich so ziemlich jedem Anfänger
sofort empfehlen.
Dass ich hier über verschiedene „Versionen“ spreche, tut nicht
viel zur Sache, weil die Bedienung ja gleich bleibt. Wenn du dich
also erst einmal in Emacs heimisch fühlst, dann kannst du je nach
Zweck spezielle Versionen benutzen mit trotzdem gleicher Bedienung.
und in keiner
Programmiersprache erweiterbar, die man außerhalb der
Emacsgemeinde kennt.
Gut, das mag mehr oder weniger zutreffen. Allerdings denke ich
schon mal, dass
- das Vorhandene nicht weit von „ausreichend“ entfernt ist
- Emacs ja nun auch nicht NUR in EmacsLisp geschrieben ist (gut,
der größte Teil schon)…
- Emacs ja doch einiges an Schnittstellen hat, z.B. zu Shell,
Make, …
Aber kann natürlich trotzdem ein Manko sein, geb’ ich dir Recht.
EmacsLisp ist eine ziemliche Inselsprache.
Die Aussage, daß Emacs nicht allzu schwer zu lernen sein soll,
erstaunt mich etwas. Sonst höre ich immer von vertikaler
Lernkurve, es wird sogar damit kokettiert, daß nicht jeder
damit zurechtkommt.
Dazu gibt es ja das „Emacs-Tutorial“ (C-h t = "Hilfe->Tutorial),
bzw. siehe Emacs-Splashscreen). Ich habe das Wesentliche daraus
(Text kopieren/einfügen, Buffer wechseln, Dateien
öffnen/sichern/schließen, …) in weit unter einer Stunde gelernt
(also wirklich gelernt) und durch die regelmäßige Arbeit damit
auch problemlos behalten.
Wenn mensch erstmal ein bisschen über die Konzepte dahinter
gelesen hat, dann sind die meisten Tastenkombinationen entweder
naheliegend oder zumindest leicht zu merken.
Die Zeit muss mensch sich aber natürlich auch nehmen, da Emacs
ansonsten wirklich unübersichtlich und groß erscheinen kann. Ein
paar meiner Mitstudenten klicken ständig für alles mit der Maus
darauf herum - wenn ich ihnen dann ein paar Tastenkombinationen
sage, um nicht ständig zwischen Maus und Tastatur hin- und
herwechseln zu müssen, dann meinen sie „Ich finde das aber besser“.
Ergo: Emacs ist extrem effizient und leicht zu bedienen - wenn
der Benutzer es will.
… und ein sauguter Nicht-nur-Editor-für-alles ist er ohnehin.
Stefan 