Hallo Günther!
Prinzipiell steht Ihnen eine Ernährungsberatung zu die von der Krankenkasse getragen wird. Die sollte Ihnen der behandelnde Arzt zuweisen.
Im grunde besteht die Ernährungsumstellung nur darin, bewusster zu Essen und die Regeln einer gesunden, vollwertigen Ernährung einzuhalten. Diese gilt für jeden Menschen, nicht nur für Menschen mit Diabetes.
Wichtig ist: es gibt keine Verbote! Nur Richtlinien.
Bei der Ernährung gilt es vor allem auf die Kohlenhydrate zu schauen, die sind in allen Lebensmitteln der Gruppe Nudeln, Reis, Gebäck (weiße Mehle), Kartoffeln, Zucker. Diese gilt es im Auge zu behalten und falls nötig zu reduzieren. Aber sie sind lebensnotwendig für den Körper - darum nicht ganz darauf verzichten - nur gezielter einsetzen.
Vollkornmehl statt Weißmehl, Vollkornnudeln statt normale Nudeln, Naturreis statt weißen Reis.
Andererseits ist es auch notwendig auf die Fette zu achten, die in Butter, Öl, Magerine, Nüßen, Schokoladen, Süßigkeiten und Knabbergebäck enthalten ist. Denn zu viel Fett hat einen höheren Brennwert als Zucker und Eiweiß - und man nimmt zu. Für die Blutfette und Gefäße im Körper ist es auch besser mit den Fetten zu sparen. Hier gilt wiederum dasselbe wie zuvor geschrieben - diese Regel sollten auch alle anderen einhalten für eine gute Gesundheit.
statt Salami - Schinken
fettiger Käse - Käse mit max. 30-35% F.i.T
Chips - Nüße (aber geziehl), oder Gemüsestreifen mit Dip, …
Sie sollten jedoch nicht auf ihr Lieblingsessen verzichten, dafür bei den anderen Sachen sparen. Wie bei den Getränken. Da ist oft viel Zucker zugesetzt. Auch Mineralwasser mit Geschmack enhält Zucker oder zumindest einen Süßstoff.
Getränke kann man als austausch zum Zucker mit Süßstoff süßen.
Deshalb auf das Etikett achten und mal nachlesen, was da alles drinnen ist.
Austauschtabellen hat meist jede Ernährungsberaterin (Diätologin) oder Diabetesberaterin in ihrer Nähe.
Wichtig ist noch, dass nicht nur die Ernährung umgestellt wird, sondern auch mehr Bewegung in den Alltag hineinkommt. Denn somit verbrennt der Körper mehr Energie, tut der Seele gut und der Blutzuckerspiegel senkt sich je nach Belastung auch ohne Tabletten und Insulin. Und „kleinere Essensvergehen“ können somit ausgeglichen werden.
Ausserdem gibt es eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Diabetes. Die haben auch eine eigene Hompage mit vielen Tips und Tricks für vieles was mit Diatetes zusammenhängt. www.diabetes.or.at oder für Deutschland www.diabetikerbund.de
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und wenn etwas nicht schlüssig erscheint.
Ich hoffe, Sie haben die Möglichkeit an einer Diabetesschulung teilzunehmen, dann tun Sie es - es schadet auf keinen Fall. Dort wird all das ausführlich besprochen und vor allem gehts anschaulicher als schriftlich. Die DiabetesberaterInnen sind sehr bemüht einen individuell zu Beraten und zu Betreuen.
Liebe Grüße
Judith