Welche finanzielle Vorsorge fürs Neugeborene?

Das stimmt natürlich. Aber der von Dir genannte Zeitpunkt 2006
ist dafür eher sehr positiv gewählt.

Ich habe doch gar keinen Zeitpunkt genannt. In der Grafik, die ich erwähnt habe, waren alle möglichen Start- und Endzeitpunkte BIS 2006 (könnte auch 2007 oder ein anderes Jahr gewesen sein) paarweise gegeneinander aufgetragen. D.h. die 2006 endenden Sparpläne unterschiedlicher Längen ist nur eine Spalte in der Grafik. Leider weiß ich den Link nicht mehr :frowning:.

Die Grafik war ziemlich blau, natürlich vor allem über längere
Laufzeiten.

Wenn man sich die Marktentwicklungen einmal anschaut ist
festzustellen, dass die Heftigkeit der Marktschwankungen
zugenommen hat. Bleibt dies so, könnten die heftigeren
Rückschläge die Sparplanergebnisse der Zukunft viel schlechter
aussehen lassen.

Ist das wirklich so? Ich meine, die Ausschläge spielen sich natürlich auf einer viel größerem Skala ab - aber sind sie auch prozentual gesehen größer als früher?

Nein. Ich meine, dass man immer dann, wenn eine größere Menge
Kapital angespart wurde und eine gute (nicht gierige) Rendite
erzielt wurde, der angesparte Betrag in sicherere Anlageformen
umgeschichtet wird.
Nicht stur nach einem zeitlichen Schema (wie bei sog.
Targetfonds o.ä.), sondern z.B. immer dann, wenn zwei gute
Börsenjahre aufeinander folgten.

Ist halt auch eine Form von market timing… ich weiß immer nicht, was ich von solchen Plänen halten soll. Die Wissenschaft sagt, dass market timing nicht funktioniert. Andererseits geht die Wissenschaft von einem „perfekten Markt“ aus und hat, wie auch wissenschaftlich untersucht wurde, oft nicht ganz die richtigen Modelle. Andererseits gibt es auch empirische Studien dazu…

Ich bin ja nach wie vor ein Fan vom Fondssparplan. Ich will
nur verdeutlichen, dass auch diese Sparform einer Betreuung
bedarf, um keine zu hohen Risiken einzugehen.

Es ist natürlich möglich, die Volatilität gegenüber einem reinen Aktienmarktinvestment abzusenken. Ich weiß nur nicht, ob es Sinn macht, das selbst zu versuchen, oder ob man dann nicht lieber gleich in einen Fonds investiert, der eine entsprechende Strategie fährt (Mischfonds, target funds, etc).

Viele Grüße,
Sebastian

Ist das wirklich so? Ich meine, die Ausschläge spielen sich
natürlich auf einer viel größerem Skala ab - aber sind sie
auch prozentual gesehen größer als früher?

Mir liegt jetzt keine wissenschaftliche Auswertung darüber vor. Aber ich bin mir sehr sicher. Schau Dir doch einfach mal die täglichen Schwankungen des DAX an. Ende der 80er wars noch eine Meldung in der Tagesschau, wenn der DAX eine Tagesbewegung um 1% absolvierte. Heute sind deutlich über 1% normal, kürzlich waren sogar 5% an einem Tag.

Ist halt auch eine Form von market timing… ich weiß immer
nicht, was ich von solchen Plänen halten soll. Die
Wissenschaft sagt, dass market timing nicht funktioniert.
Andererseits geht die Wissenschaft von einem „perfekten Markt“
aus und hat, wie auch wissenschaftlich untersucht wurde, oft
nicht ganz die richtigen Modelle. Andererseits gibt es auch
empirische Studien dazu…

Nichts genaues weiß man nicht. Aber mein Modell wäre eher ein streng regelgebundenes: Jedes mal, wenn zwei Aktienjahre in Folge positiv waren, Gewinne sichern und vor vorne anfangen.
Sicher nie optimal, aber besser als einfach laufen lassen.

Es ist natürlich möglich, die Volatilität gegenüber einem
reinen Aktienmarktinvestment abzusenken. Ich weiß nur nicht,
ob es Sinn macht, das selbst zu versuchen, oder ob man dann
nicht lieber gleich in einen Fonds investiert, der eine
entsprechende Strategie fährt (Mischfonds, target funds, etc).

Also die Ergebnisse der Target-Fonds die ich bisher kenne sind ernüchternd.
Und bei den Mischfonds dämpfe ich eben auch den Durchschnittskosteneffekt oder habe wieder einen der Makttiming versucht… .

Aber warum eigentlich „oder“?
Wahrscheinlich macht es Sinn, mehrere Strategien zu kombonieren.

Gruß vom Money-Schorsch

Guten Tag,
Sie sagen, dass Sie selbst und auch die Großeltern „in die Zukunft des Neugeborenen investieren“ wollen. Dann empfiehlt es sich meiner Meinung nach, die ersten paar Jahre auf ein Tagesgeldkonto einzuzahlen, da die Zinsen doch recht beachtlich sind, vor allem bei Direkt-Banken wie der 1822-Bank oder ähnlichen. Da dort aber die guten Zinssätze nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag gelten (der bei 1822 aber sehr hoch angesetzt ist), ist es ratsam, sich auch andere Anbieter anzuschauen. Wüstenrot z.B. hat nur gestaffelte Zinssätze.
Blackcat00 hat eine Seite genannt, die ich sehr interessant finde, da du dort unter „Beste Tagesgeldkonten“ eine Übersicht über einige (sehr) gute Anbieter findest und unter „Vergleichsrechner“ kannst du einen Rechner mit euren Daten füttern, um zu sehen, welches euch am ehesten taugt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

mfg
Topper

Ich habe doch gar keinen Zeitpunkt genannt. In der Grafik, die
ich erwähnt habe, waren alle möglichen Start- und
Endzeitpunkte BIS 2006 (könnte auch 2007 oder ein anderes Jahr
gewesen sein) paarweise gegeneinander aufgetragen. D.h. die
2006 endenden Sparpläne unterschiedlicher Längen ist nur eine
Spalte in der Grafik. Leider weiß ich den Link nicht mehr :frowning:.

Hallo Sebastian,

ich denke, Du meinst das Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts.

http://www.dai.de/internet/dai/dai-2-0.nsf/webmasken…

(Die PDF-Datei ganz unten links)

Ich glaube, Christian (exc) hat das hier mal verlinkt.

Gruß Fritz

ich denke, Du meinst das Rendite-Dreieck des Deutschen
Aktieninstituts.

Ich glaube, Christian (exc) hat das hier mal verlinkt.

Genau das habe ich gemeint, danke!
Hier habe ich mit der Suche nach „DAI Renditedreieck“ noch eine etwas aktuellere Version gefunden:
http://img.boerse.de/sonstige/renditedreieck.pdf

Die ganz aktuelle auf den Seiten von DAI ist leider kostenpflichtig.

Viele Grüße,
Sebastian

das ‚Kleingedruckte‘
Hallo,

nur mal so zur Kalrstellung
du schreibst

" Tagesgeldkonto bei der 1822direkt. Es fallen keine Kosten an, der Zinssatz beträgt 3,50% "

das ist aber nur die halbe Wahrheit

* Die Verzinsung setzt sich wie folgt zusammen:
1.) Variable Basisverzinsung (ohne Mindesteinlage) 1,75% p.a. … er kann sich auch während des Zeitraumes, für den der Zinszuschlag gewährt wird, ändern.

2.) Garantierter Zinszuschlag 1,50% p.a.
Der Zinszuschlag ist gültig bis zum 31.07.2009

Und was ich irgednwie bei allen hier vermisse ist die Tatsache, das die Zinsen auf Tagesgeldkonten wieter stark fallen werden.

Gruss
Börsnefan1968