Welche Firmen'strategie' ist das?

Hi an alle,

ich verstehe etwas nicht. Vielleicht liegts daran das ich kein BWL Studium habe, bitte klärt mich auf.

Kurze Vorgeschichte:

Firma A ist Lieferant von Informationen, Firma B ist Großkunde bei Firma A und das schon seit langen Jahren. Anfänglich blühte das Geschäft für Firma A, Firma B bestellte fröhlich und auch recht „hemmungslos“.

Nachdem der Geschäftsführer der Firma B wechselte, wurde „kostenbewußter“ bestellt. D.h. man suchte und fand Synergien, konsolidierte und kündigte eben, bestellte nicht mehr viel.

Firma A wollte da natürlich kundenbewußt (?) agieren, versuchte durch „Berater“ trotzdem Bestellungen zu bekommen, die aber an den neuen Kontrollmaßnahmen der Firma B scheiterten. Ergo, es kamen keine Neubestellungen zustande.

Oft wurden von den Beratern der Firma A Aussagen getroffen wie „der Service ist kostenfrei“, obwohl er doch in Berechnung lief und noch eine lange Kündigungsfrist hatte. Alles Dinge die man bei Firma B, von Firma A nicht gewohnt war, und Firma B etwas misstrauisch machte in Bezug auf „vollmundige Versprechungen über Services und deren Preise“. Zusätzlich wurden von Firma A wichtige Infos erst auf Nachfragen herausgegeben, was Firma B, wäre die Info früher gekommen und umfänglich, geholfen hätte im weiteren Geschäft.

Nun hat sich folgendes begeben: Firma B meldet jeden Monat an Firma A, wieviele Nutzer welchen Service nutzen. Daraufhin wird dann eine Rechung erstellt.

Im letzten Monat war aber die Spezialistin für diese Meldungen krank, die Vertretung hatte zu hohe Zahlen gemeldet. Firma B hat Firma A schon mit der Abgabe der falschen Zahlen (mündlich) signalisiert das diese Zahlen falsch sind, die Spezialistin im Urlaub und man hier wohl nach dem Urlaub die Zahlen nachbessern muss.

Firma A akzeptierte diesen Hinweis auf die Korrekturen, sagte (mündlich) das es okay wäre, ohne auf einen endgültigen Abgabetermin für korrigierte Zahlen, hinzuweisen.

Nun wurden diese Zahlen eine Woche nach dem endgültigen Abgabetermin korrigiert und liegen 10% unter den „falsch gemeldeten“. Die Gründe wieso es eine Woche dauerte sind wirklich kleinlich, denn die „Schuld“ (wenn es eine gibt) liegt bei beiden Firmen die auf Personen und Systeme angewiesen sind die in dieser Zeit einfach nicht „da“ waren.

Nun hat sich aber Firma A entschlossen, mit Hinweis auf den Abgabetermin, die „falschen“ Zahlen zu berechnen. Firma A weiss das diese Entscheidung das Gesamtbudget von Firma B sprengen und diese Sache „bis zum Vorstand“ hochkochen, UND das ohnehin schon gespannte Verhältniss noch mehr belasten wird. Zumal in Zukunft jede Aussage von Firma A nur noch schriftlich akzeptiert wird bei Firma B.

Obwohl Firma A um seinen schwächelnden Stand weiss, stellt sich diese Firma „stur“.

Wieso wird hier eine Strategie verfolgt, die „noch mehr verbrannte Erde“ produziert???

Kann mir das irgendwer erklären???

Danke für alle Hinweise.

Gruß
Helena

Hallo Helena,

es kommt natürlich drauf an… :smile: Der Ton macht die Musik und eisberg-modell-bekanntlich kommt vieles nicht so an, wie es gemeint ist. :smile:

Daher… vielleicht einfach mal ein klärendes Gespräch suchen und von beiden Seiten die Erwartungen auf den Tisch legen. Die Spielregeln festlegen und dann gucken, was passiert.

Das hat grundsätzlich nichts mit BWL zu tun, sondern eher mit dem Umgang von Menschen und unter Umständen einer fehlenden Weit- und Einsichtigkeit von Firma a.

Gruß
Marco